Stein und Fels

jetzt hör mal, Wetter

Ich bin ganz niedergeschlagen. Mir fehlen die Niederschläge.
Hey, Wetter: Es ist W i n t e r! So muss das aussehen:
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Latschenboogie

Peter Bauhuis surft die Latschen.

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Wagnis muss sich wieder lohnen

Unter dem offenbar vom FDP-Wahlkampf inspirierten Titel „Wagnis muss sich lohnen“ veröffentlicht die sonst nicht genug zu lobende Bergundsteigen einen Artikel zum Risiko beim Bergsteigen.
Ich steige so viel auf die B
erge, wie ich kann. Das ist mitunter riskant, aber was tut man nicht alles, um für ein paar Stunden ein Alternativleben zu dem allgegenwärtig alternativlosen Wahnsinn des Kapitalismus zu führen. Der Artikel betrifft mich also als Experten des Warnens und als einen Experten des Warnungenindenwindschießens – ich beginne zu lesen.
Ein Prof. Dr. Siegbert Warwitz, Germanist und Pädagoge, verteidigte beim International Mountain Summit (was es alles gibt) seine These vom Recht aufs Risiko. Und zwar so: „Wagnis ist ein Impulsgeber für Höchstleistungen. Wagnisverweigerung ist eine Charakterschwäche.“ und so: „Heute ist Griechenland (das unter Alexander noch wagen konnte) ein bankrotter … Staat, der nicht den Mut … hat, sich aus dem Sumpf … zu ziehen, in den er sich selbst gebracht hat. Das nenne ich eine degenerierte G
esellschaft.“ und so: „Ich … kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten.“ und schließlich so: „Der Kern der Wagnisphilosophie heisst nämlich: Wagnis muss sich lohnen, muss zu Wertschöpfungen und höherer Lebensqualität führen.“

Mir wurde beim Lesen schwach übel. Haben Sie es gemerkt? Da spricht der Führer einer Großbank und will sein Volk zum Kampf ertüchtigen. Es geht um alles, es geht um Wertschöpfung. Die charakterschwachen, degenerierten Griechen, die sich nicht mehr trauen, wie A
lexander der Große Krieg und Tod bis nach Indien zu tragen, sollen doch mit ihrem sinnleeren Risikohandeln selbst schauen, wo sie bleiben. Wir setzen auf Impulse zur Höchstleistung und auf Wertschöpfung und Lebensqualität. Da kann man schon mal ein werthaltiges Wagnisverhalten zeigen und beispielsweise auf den Untergang des Euro wetten. Der Mann weiß garnicht, wie gut er verstanden hat, was die, die was zu sagen haben, ihn sagen hören wollen. Bei so viel vorauseilendem Gehorsam eines Intellektuellen wird der Schritt vom Warwitz zum Wahnwitz ganz klein.

Hoffentlich bleibt das ein E
inzelfall. Ich dulde keinen Kapitalismus beim Klettern.
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Hallstatt in China

Hallstatt ist hübsch am See gelegen und auch für Chinesen leicht auszusprechen im Unterschied zu beispielsweise Lom oder Lecklinghausen. Wenn man keine Zeit hat hinzufahren – und es gibt viele Gründe dafür, das zu unterlassen, manche würden die Österreicher an dieser Stelle nennen – kann man es schließlich immer noch in der Nachbarschaft nachbauen. Anstatt sich jetzt darüber aufzuregen, sollten die Österreicher die Chinesen mit den gleichen Waffen zum Duell herausfordern. Mir würde es beispielsweise gefallen, am Wolfgangsee in die verbotene Stadt zu laufen. Oder in Klagenfurt? Warum nicht? Wo der Platz des himmlischen Friedens in Österreich liegt, verrate ich nicht. Sonst rennen alle ins Karwendel und ich kann nie mehr allein im kleinen Ahornboden sitzen und zur Moserkarspitze hinaufgrüßen. Ups.
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Was tun mit renitenten Vulkanen?

Die Weltweisen und Ihre Lösungsmodelle:

„Wir werden den f*** volcano einkaufen und noch am selben Tag entlassen. Dann kann er auf dem Mond weiterqualmen. Auf diesem Planeten bleibt er arbeitslos.“ Warren Buffet

„Wie ich höre, sind in Guantanamo wieder Zellen frei. Wir sollten diesen glühenden Extremisten waterboarden. Das ist keine Folter, wir nennen es vorsichtig „Löschen“,– manchen macht es richtig Spaß, fragen Sie Cheney.“ George W. Bush

„Ich sage: Schwanz ab, wenn der Chauvi mit seinem riesigen, dunklen Schweif unsere Flughäfinnen penetriert. Wo sind eigentlich die Vulkaninnen?“ Alice Schwarzer

„Auch ein Vulkan ist nicht unfehlbar. Wie er unsere unschuldige Atmosphäre mit seinem Auswurf missbraucht, ist so ungeheuerlich, das hat nicht einmal das zweite Vatikanische Konzil vorhergesehen. Island muss jetzt alles offenlegen, was der Vulkan mit seinem Dreck verdeckt.“ Hans Küng & Eugen Drewermann

„Abscheulich, wie dieser Minderleister mit spätrömischer Dekadenz sein ALG II verraucht. Ich empfehle: Nikotinentzug und ein verpflichtendes Arbeitsangebot, das er nicht ablehnen kann: Auf der Müllverbrennungsanlage.“ Guido Westerwelle

„Ich filme ihn, O.K.? Dann ist er erledigt.“ Wim Wenders

„Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf; und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens, und es ward verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.“ Johannes

„Ich werde ihn ein bisschen anlächeln, vielleicht hört er dann auf. Vielleicht auch nicht. Aber bringt die Kameras mit.“ Dalai Lama

„Oh mein Gott, ich dachte, wir hätten noch mehr Zeit. Bringen Sie mich zum Präsidenten. Wir müssen mit der Airforce One durch das Jurassic Island zum Erdkern vordringen und die Lava auspissen. Ich weiß, das ist ein Himmelfahrtskommando. Nur der Präsident kann es schaffen.“ Jeff Goldblum in „The Volcano No. 1“ von Wolfgang Petersen

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Allegorien, die die Welt verbessern werden. Teil II

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Fancy artists in the tyrolean alps



(Heute mal ein Werbefoto für Pura und Georg)
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Sozialistische Gipfel I

Der Triglav. Wer nach entbehrungsreichen Stunden endlich den höchsten Gipfel Sloweniens erreicht, wird von einem Litfaßsäulen-großen Blechhäuschen, dem Aljazev-Stolp, verblüfft. Zweites Erstaunen: Hier fehlt das Kreuz - im Zentrum der katholisch-slowenischen Alpen.
Was ist das für ein Ding? Ist das eine Toilette? Ein Hinweis darauf, dass es vom Gipfel aus noch weiter nach oben gehen könnte, würde man eine Rakete besteigen? Eine trotzige Freidenkerkartause? Diese seltsame Mischung aus Atheismus, Mondfahrt und Vorsorge für die Notdurft kenne ich doch? Das ist der Sozialismus. Allegorisch verdichtet auf einem Berggipfel. Gefällt mir. Ein Kunstwerk.

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Zugspitzopfer

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Ölkrise – pro und contra

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Immobilienkrise erreicht Bulgarien

Diese luxuriöse Shoppingmall im Premiumsegment mitten im fruchtbaren Bulgarischen Kernland wird wohl nie mehr realisiert werden. Das großzügige Areal versteppt, der ruinierte Rohbau ächzt unter der Last geplatzter Kredite, und es zeichnet sich bereits ab, dass auch die Telekommunikationsbranche mit in den Abgrund gerissen wird. So endet der Traum vom Bauboom im blühenden Osten, noch ehe er recht begann.
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Der Alb Bote

Der Alb Bote warnte am 24.10. mit dieser Meldung:
„St. Blasien - In St. Blasien startet am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, eine neue Vortragsreihe zum Thema "Kraft der Kristalle". Verantwortlich dafür ist Bernd Ruderisch mit seinem "Studio b" an der Hauptstraße. In mehreren Abenden soll das breite Feld der Steinheilkunde in thematisch orientierten Einzelvorträgen nahe gebracht werden.“
(http://www.albbote.de/lokales/st_blasien/art2411,3996530)

Gute Arbeit, Kollegen. Die Gefahr erkannt, den Verantwortlichen ermittelt und umgehend publiziert: Der Ruderisch mit seinem damischen Studio an der Hauptstraße war´s. Wer sonst in St. Blasien? Dabei weiss doch jedes Kind, weshalb Steine keine Heilkunde brauchen: Sie werden einfach nicht krank. Da hilft es auch nicht, Einzelvorträge thematisch zu orientieren. Das ist eben so. Die Schusser leben halt nicht. Ich bitte meine Leser, diesen Hinweis der geschätzten Warner des Alb Boten gebührend zu berücksichtigen.
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Falsche Bergarchitekten

Meiden Sie http://www.bergarchitekten.ch/
Die schwyzer Blöffär heissen nur so, sind aber gar keine Bergarchitekten, sondern ordinäre Gebäudearchitekten in Zürich. Des hätts mit Fliiss gmachet, odr?
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Bergarchitektur

Dieser Scheich aus Abu Dhabi, namens Vibramil Bin-Andreas, ist der einzige mir bekannte Bergarchitekt. Ein Visionär unter den Baukünstlern, der seine kolossalen Werke grundsätzlich selbst erstbesteigt.

Man muss ihn einmal mit eigenen Augen bei der Arbeit gesehen haben. Fieberhaft, als gäbe es kein Morgen, entwirft er am Zeichentisch mit donnerndem Lachen und wild wirbelnden Gesten neue Bergrücken, Latschengürtel, Kämme, Grate, Abdachungen, Rinnen, Runsen, Schrofenbänder, Spalten, Risse, Platten, Ferner, Felsen, Bohrhaken nicht zu vergessen und Gipfelkreuze, ausschließlich zu seinem persönlichen Vergnügen. Ganze Heervölker von Bausklaven und Jahresproduktionen an Baggern, Kränen und Lastwagen schleppen, wuchten und betonieren die titanischen Entwürfe in die überraschte Landschaft unserer bis vor kurzem noch sehr bescheidenen Alpen. Danach widmet sich der "Godfather of Mountainbuilding" der Flora und Fauna, gestaltet so manisch wie liebevoll neue großzügigere Murmeltiermodelle, schrofensichere Kühe und Bergdohlen mit kleinen Schnapsfässchen um den Hals, für Verunglückte an schwer zugänglichen Stellen. Gefällt ihm sein Werk, tupft er hier und da ein paar letzte quietschbunte Enziane in den Fels und tritt etwas zurück.

Ist ein neuer Gebirgszug fertig geworden, prüft der steinreiche Bergphantast die Winkel, vermisst die Grate und murmelt, „steiler könntens sein, höher auch, was solls“, nur wenig später ist der agile Wüstensohn am Gipfel, felsgrau in feinsten Ozelot gekleidet, stolz und für einen kurzen Augenblick zufrieden.

Ein Foto – schon hat er am Horizont eine noch unbebergte Ebene ausgemacht und hastet wieder seinem Schreibtisch zu, den Kopf voller neuer Entwürfe, „aber diesmal auf Westalpenniveau“ wie er mit irre flackendem Blick verrät.

Zur Zeit befindet sich Vibramil Bin-Andreas auf Urlaubsreise in Nepal, wo ihn handverlesene Spitzen-Sherpas auf einer vergoldeten Ottomane die Pässe hinauftragen. Hier inspiriert sich der pfiffige Gebirgsbaumeister in seidenen Kissenbergen locker ausgestreckt zu neuen Ideen, schielt auf seiner Prunkliege mit halb geöffneten Augen zum Annapurna hinüber und flüstert, „hübsch, sehr hübsch, den lass ich gleich abtragen, und zieh ihn in Murnau wieder hoch, aber höher, steiler und vielleicht noch einmal in Istrien bei meinem kleinen Lustschloß, wer weiß; na, jetzt schau ich mir doch erst noch den Everest an.“
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Schwerkraft - die Geißel des Bergsteigens

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