Paranormale Vorkommnisse

Wer baut Sie wieder auf?

Wer kann die Pyramiden überstrahlen?
Den Kreml, Sanssouci, Versailles, den Tower?
Von allen Schlössern, Burgen, Kathedralen
Der Erdenwunder schönstes war die Mauer.
Mit ihren schmucken Türmen, festen Toren.
Ich glaub, ich hab mein Herz an sie verloren.


Peter Hacks
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Hallstatt in China

Hallstatt ist hübsch am See gelegen und auch für Chinesen leicht auszusprechen im Unterschied zu beispielsweise Lom oder Lecklinghausen. Wenn man keine Zeit hat hinzufahren – und es gibt viele Gründe dafür, das zu unterlassen, manche würden die Österreicher an dieser Stelle nennen – kann man es schließlich immer noch in der Nachbarschaft nachbauen. Anstatt sich jetzt darüber aufzuregen, sollten die Österreicher die Chinesen mit den gleichen Waffen zum Duell herausfordern. Mir würde es beispielsweise gefallen, am Wolfgangsee in die verbotene Stadt zu laufen. Oder in Klagenfurt? Warum nicht? Wo der Platz des himmlischen Friedens in Österreich liegt, verrate ich nicht. Sonst rennen alle ins Karwendel und ich kann nie mehr allein im kleinen Ahornboden sitzen und zur Moserkarspitze hinaufgrüßen. Ups.
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Wenn Irre sich streiten, stirbt der Dritte

Ein Pastor, der offensichtlich ein paar lockere Schrauben zu viel in seinem Kopf beherbergt und hier schon gewürdigt wurde, hat seine abstruse Drohung wahrgemacht und den Koran verbrannt. In den USA. Man muss nicht die Chaostheorie bemühen, um dem Flügelschlag dieses Schmetterlings Wirkungen an weit entfernten Orten zu unterstellen. Die Antwort auf diese Provokation war bekannt, weil angekündigt. Und genau so ist es gekommen. Gleichermaßen gottesfürchtige Menschen in Afghanistan töten wahllos „Ungläubige“, die sie zu den Anderen, also zu Terry Jones, dem irren Pastor, rechnen. Der verbrennt den Koran, weil, aufgepasst, „der Islam keine friedliche Religion ist“. Und fordert danach die Regierung ganz friedlich christlich dazu auf, Vergeltung zu üben. Warum auch nicht. Egal, was geschieht, Jones teilt mit: „Wir fühlen uns nicht verantwortlich.“ Ist er auch nicht. Dazu müsste er zurechnungsfähig sein.
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USA abgeschaltet

Dass die Herrscher im Nahen Osten offenbar alle dem Westen Softwaresysteme abgekauft haben, mit denen sie das Internet abschalten können, habe ich gelernt in den letzten Wochen. Aber wie schaffen sie es, die USA abzuschalten? Verblüffend. Die Herren der „freien Welt“ hocken rum und mahnen ein bisschen, während es für Israel und für ihre eigenen Interessen spitzaufknopf steht. Man sollte meinen, Obama könnte ein Interesse daran haben, die richtige, säkulare Partei möge aus dem Durcheinander an die Regierung(en) gelangen. Statt dessen lassen sie iranische Marine den Suezkanal passieren, sehen zu wie Gaddafi seine Bevölkerung zusammenschiesst und drängen verhalten auf ein Ende der Gewalt. Die USA sind die Gewalt, remember? Anstatt in Afghanistan die Mohnernte zu beobachten, könnten sie wenigstens in Libyen den Luftraum sichern. „Barack Obama bricht sein Schweigen und zeigt sich schockiert vom Vorgehen des Gaddafi-Regimes gegen Demonstranten. Eine direkte Kritik am libyschen Staatschef aber vermeidet er.“ So eine selbstvernichtende Passivität wäre keinem seiner Amtsvorgänger passiert. Die hätten keinen Lidschlag lang gewartet, sondern sofort die Gelegenheit ergriffen und wenigstens den Achmachmirdenjihad entmachtet. Das müssen jetzt die Iraner im Alleingang schaffen, sonst kann es auch schnell ganz dunkel werden im Morgenland. Die reiben sich schon die schmutzigen Hände in Teheran.
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Despotensöhne

Noch ein Grund weshalb die Alleinherrscher weg müssen: Es kommt ja nichts Besseres nach. Der Terrorist Gaddafi hat angeblich sieben Söhne. Die bewegen sich – 5 Minuten gegoogelt – so durch die Welt: Man befreundet sich mit dem glücklicher Weise inzwischen verstorbenen Haider, prügelt Schweizer Hotelpersonal nieder, wird deswegen von der braven Kantonspolizei verhaftet und piesakt vertragsbrüchig schließlich aus der Schweiz eine Entschuldigung für ihren Rechtsstaat heraus. In Ligurien quartiert man sich einen Monat mit Hinz, Kunz und Hund im Luxushotel ein, prellt die Zeche von knapp 400.000 Euro, zwischendurch wird einer der Diktatorennachfolger schon mal mit 140 km/h in der Pariser Innenstadt geblitzt. Es versteht sich von selbst, dass heute einer dieser Thronanwärter seiner Bevölkerung erklären darf, er werde jeden umbringen, der versucht Gaddafi zu stürzen. Jeder Mafioso würde sich gern so aufführen, wenn es ihm egal sein dürfte, dass man ihn danach kennt und er außerdem den Gaddafischen diplomatischen Schutz geniessen dürfte. Warum geniessen sie den? Warum küsst Westerwelle Achmachmirdenjihad die Füße? Damit die Bildreporter frei kommen? Nein. Weil Siemens mit diesen Ländern Geschäfte machen möchte. Das alles wird toleriert, damit die Aktionäre maximal befriedigt werden. Ich weiß es nicht, würde aber stark vermuten, dass Gaddafi Siemensaktien hält.

Die Demokratie hat Nachteile. Ihr größter ist, dass sie der dämlichen Konkurrenz-Profit-Maschine nichts entgegensetzen kann. Aber sie macht es Familien etwas schwerer, sich in der Herrschaft festzusetzen. Und für diesen Schritt aus der Wüste hinaus in Richtung Zivilisation will ich sie loben.
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Imame, die Kant singen

Hamed Abdel-Samad hat ein Buch geschrieben, das den Untergang des Islam vorhersagt (Hamed Abdel-Samad: Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose). Da beschreibt er, was seines Erachtens der Islam braucht: „Wir brauchen Imame, die Averroes, Kant und Spinoza gelesen haben, und Moscheen, in denen Frauen nicht nur ohne Abtrennung neben Männern beten, sondern auch predigen können. Wir brauchen mehr Mut und mehr klare Worte. Wenn es nach mir ginge, wollte ich den Wahlspruch der Aufklärung von jedem Minarett der islamischen Welt fünfmal am Tag hören: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ – den Wahlspruch würde er sicher nicht fünfmal sondern nur einmal hören. Weil nach mutiger Betätigung seines eigenen Verstandes der Imam sofort von seinem Türmchen heruntersteigt und sich eine andere Beschäftigung sucht.
So denken wohl viele: Wenn es einen aufgeklärten Islam, ein aufgeklärtes Christentum, einen aufgeklärten Zionismus usw. gäbe, dann könnte die Vernunft ihre segensreiche Wirkung in und zwischen den Völkern entfalten. Wenn es aber nunmal nicht der Sache der Religion entspricht, besonders aufgeklärt zu sein? Die Selbstkritik der Religion reicht immer nur bis zum nächsten geoffenbarten oder sonstwie unaufgebbaren Glaubenssatz, resp. Fetisch.
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Seien Sie nett zu Ihren Spamberichten

Wie merkt mein Spambericht, dass ich ihn nie besonders beachte? Jetzt ist er entweder a) einsichtig oder b) beleidigt und legt sich gleich selbst in den Spamordner. Ich bin überzeugt. Er hat mehr drauf als ich dachte.

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Schon wieder einer, der so heisst, wie er redet

Der Mixa ist kein Bischof mehr und der Generalvikar spricht in der SZ so von einem „Neuanfang“: "Ich bitte die Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die Einheit der Kirche zu wahren“. Also die Klappe zu halten und weiterzumachen. Was soll denn auch „Neuanfang“ heissen, bei einer Institution, die seit zweitausend Jahren Ihre Kraft aus der Beharrung und einem beispiellosen geistigen Stillstand zieht? Aber dass der Generalvikar dann auf den Namen Karlheinz Knebel hören muss, – so viel Offenheit in den kirchlichen Absichten versöhnt mich ja schon fast wieder.
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Mixa entkräftet nach Kräften

Auf der Kirchenbashing-Welle wird sich wohl noch eine Weile journalistisch reiten lassen. Die SZ meldet, der für seinen autoritären Charakter und seine dämlichen Einlassungen bekannte Bischof Mixa habe vor so ca. 30 Jahren Kinder und Jugendliche „brutal geschlagen“. Jetzt fordern Wolfgang Neuser, CVJM, und Florian Pronold, SPD, Mixa möge die Vorwürfe entkräften, wenn er kann. Kann er bestimmt, schließlich hat er angekündigt, die Petzen zu verklagen. Aber haben sich Neuser, Pronold und MIxa überlegt, wie der das Entkräften genau anstellen soll?
Die dreissig Jahre alten, Dogma-konform handgedrehten Videobänder der Taten aus dem Safe holen („meine zwei Fäuste für ein Halleluja“, „Ein Stadtpfarrer sieht rot“, „Der Exorzist“)? Wo man dann den Bischof beim leisen mündlichen Ermahnen der unartigen Kinder sieht, Milde walten lassend, mit gefalteten Pfaffen-Händchen, die nie keinen Teppichklopfer nicht anrühren würden? Geschweige denn einen Stock? Und den dann dem Knaben draufdreschen, bis er entzweibricht?
Zeugen? Die könnten auch nur bezeugen, dass sie nie dabei waren, wenn irgendwas zu Bezeugendes vorgefallen sein könnte.
Indianerehrenwort? Würden SIE DEM glauben?
Ich warne.
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Ewiger Zwist unter Irren

Wenn die katholische Kirche mediale Aufmerksamkeit geniesst, dann quetschen sich immer noch zwei weise Mahner in den Scheinwerferkegel: Der Küng und der Drewermann. Zwei meiner Lieblingsnervensägen. Beide dürfen uns als berufene Experten mit der Idee überraschen, dass die Kirche doch bitte den pädophilen Missbrauch abstellen möge (Küng, Drewermann). Drewermann, der (kein Witz) zusammen mit Konstantin Wecker den Erich Fromm Preis verliehen bekam, glaubt, ausgerechnet die Neurologie würde uns Tierrechte nahelegen, weshalb er neben anderen indischen Heilslehren auch den Vegetarismus empfiehlt. Der Geistesriese Küng dagegen glaubte mit dem Satz (auch kein Witz) „Ich bin nicht unfehlbar“ vor Gericht straffrei auszugehen, nachdem er für seinen Heimweg eine Abkürzung über die Autobahn gewählt hatte - als „sinnierender“ Geisterfahrer. Es wäre ein hinreichender Grund dafür die katholische Kirche abzuschaffen, wenn man dann ihre zwei prominentesten Kritiker nicht mehr zu sehen bräuchte. Na, wenigstens vergreifen Sie sich nicht an Kindern.
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Endlich Frieden – gemeinsam können wir es schaffen

Selbst ganz unwahrscheinliche Zustände, wie der Friede auf Erden, lassen sich mit etwas Konzentration und geeigneten Stimulantien ganz einfach herstellen. Man muss nur wollen, üben und eisern aber entspannt dran bleiben. Zum Beweis meiner hoffnungsfrohen These zeige ich ein Bild, auf dem die paranormal begabten Medien Jens, Werner und der Doktor der beiden durch bloße kollektive Willensanspannung und Trinkdisziplin einmal einen wunderschönen Regenbogen im Raum erzeugten. Als Vorschein einer Zukunft, die alle Hoffnungen der fliegenden Yogis hell überstrahlen wird. Und die der Brauereien sowieso.

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Heute schon gegruselt?

Frank T. Zumbachs Mysterious World ist eine kurzweilige Geisterbahn für alle, die ihren Kunstgenuss an den abgenagten Fingernägeln und elektrisierten Frisuren erkennen. Aber Vorsicht:

„Spaziert im Walde nicht der Clown Barsaq?
Schminkt er die Birkenrinde nicht mit flammend Rot?
Schlägt nicht mit flinken Pinselstrichen er gleich tot
der Sonntagsausflügler versturtes Pack?“

Nur lustig ist der Wonnegrusel auch nicht gemeint.
Welcome to his Nightmares
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Captain Berlin rocks

Der Film: Hitlers Leibarzt, Nazi-Shewolf Dr. Ilse von Blitzen, hat Führers Gehirn mit Augen vor dem Untergang bewahrt und will den Gröfaz nun irgendwie wieder zum echten Leben erwecken. Das klappt nicht recht. Sie hat dazu zuerst einen Golem aus SS-Leichenteilen zusammengeschustert, der von dem unsterblichen Dracula lebendig gebissen werden soll. Der beisst aber lieber in die blonde Tochter von Captain Berlin als in Leichenteile, ausserdem ist er Kommunist. Captain Berlin nimmt die Verfolgung auf, um seine vom Fürsten der Finsternis entführte Tochter zu retten.
Dr. von Blitzen entsorgt derweil das Monster und packt den Führer in eine bewaffnete Blechkiste mit Rädern, den Hitlerrobo. Captain Berlin schaut bei Hitler vorbei und sucht einen Priester auf, der ihn mit Knoblauch, Kreuz und Weihwasserwumme auf Dracula vorbereitet und zieht los ins Brandenburger Schloss. Er kämpft dort mit Dracula, der Hitlerrobo mit Entourage kommt auch dazu und den Schluss gucken Sie sich selbst an, bitte.

Ein recht übersichtlicher Plot, aber was ist das eigentlich? Einem an einen fiktiven alten Comic angelehnten Theaterstück, das gerne ein Retrofilm wäre, wird sein Wunsch erfüllt. Seine Aufführung wird abgefilmt und zu schrottiger Retrocomicoptik am Computer überbastelt. Ein doppelter Gattungsschwindel ähnlich wie in der Rocky Horror Picture Show, die auch noch ein Musical sein will.

Das ist sehr genussvoll anzusehen. Das Ganze strotzt vor Genreklischees und das soll es wohl auch. Ich sehe darin die Hauptbotschaft dieses Films: Einem untoten Monstrum wie Hitler wird man nur so gerecht, dass man es neben Dracula und Frankenstein auftreten lässt. Sein künstlerischer Ort nach der Tragödie ist die unterste Schublade der Groschenhorrorcomic-Unterhaltung. Selbst der Landserroman tut ihm noch zuviel Ehre an. Versuche der hohen Filmkunst, sich dem Phänomen Hitler mittels Bruno Ganzschem Einfühlungsvermögen psychologisch zu nähern, sind gescheitert. Es ist ziemlich ekelhaft, den Führer als gebrochenen alten Mann vorgestellt zu bekommen. Als boshaftes Gehirn mit Stielaugen sehe ich ihn viel lieber.

Und noch eine andere Frage beantwortet der Film abschließend und gültig: Jimmy Hendrix hat über die USA alles Wichtige gesagt, als er die Nationalhymne auf seiner elektrischen Gitarre zersägte. Wie könnte man Deutschland durch die deutsche Hymne auf vergleichbare Weise verständlich machen? Man zerpfeift sie auf einer Blockflöte. Sehr deutsch und sehr schön.
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Vom Irak lernen

http://www.wadinet.de/blog/?p=2305
Ein Israelischer Ingenieur arbeitet in Bagdad und begegnet pro-Israelischen Irakern. Wenn jetzt die so genannten Linken in Deutschland sich vielleicht auch noch zu einer vernünftigen Position gegenüber Israel durchringen wollten, wäre das schön. Bislang denken die Meisten da wohl eher so, wie der Paech schwätzt, wenn er die von der Hamas nach Israel abgefeuerten Raketen als "Neujahrsraketen" abtut. Die wollen nur spielen.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/israel-spaltet-die-linke/?src=SZ&cHash=42fcdb9273
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Der Patriarch und die Frau Käsmann

Die Russisch-orthodoxen haben ein Problem mit der Bischöfin der EKD:
"Der Patriarch darf nicht mit der neuen Führerin der Lutheraner in Deutschland verkehren", schrieb die Zeitung Wremja Nowostej (SZ).
Allerdings nicht. Das will ich mir nicht mal vorstellen müssen. Es reicht doch, wenn sie miteinander reden, oder? Aber vielleicht muss auch das nicht sein, wenn man sich anschaut, was der Herr Patriarch so Reaktionäres plaudert an langen Tagen:
http://www.kath.net/detail.php?id=19660
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Der dümmste Weg, Peakoil zu erreichen

Ich stehe früh auf. Zugegeben: Weil ich muss (s. u.). Früh wach, nutze ich die Zeit und gehe arbeiten. Nicht, weil ich muss. Ich will es so, schließlich ist morgens noch alles ruhig, keiner ruft an und ich kann konzentriert meine Aufträge abarbeiten. Wenn man mich lässt. Leider hat sich bei Deutschlands Hausmeistern neben dem obligatorischen Opel Astra, dem winterlichen Schneeschaufeln um fünf und der preisverdächtigen Hausflurverbotsprosa noch ein weiteres Statussymbol durchgesetzt: Der Laubbläser mit Benzinmotor. Wer findet für mich heraus, wer diese sinnlosen, nervenzersägenden Rucksäcke mit phallischem Föhnrohr erfunden hat? Wenn es wenigstens etwas nutzen würde. Aber die Blätter wirbeln durch die Luft und rieseln irgendwo wieder runter. Dafür wird das Bruttosozialprodukt ausgebremst, mein Arbeitstag verlängert, unwiederbringliches Öl vernichtet. Nur damit es der Hausbesorger mit seinem riesigen Ding den Nachbarn und dem wehrlosen Laub besorgen kann? Wartet man so seinen Block, Herr Hausmeister? Also: Wer war´s?
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Kirche und Geld

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Nebenwirkungen der Upanishaden

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Wer sucht, der findet

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Schäuble mal wieder

Schäuble, der permanente Verfassungsbrecher ("Ich rate jedem, mich nicht als permanenten Verfassungsbrecher zu verleumden"), hat schwierige Fragen in seinem Kopf, die nach Diskussion und einer Antwort verlangen. Zum Beispiel die:

„Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht auch nach dem Kompromiss über heimliche Online-Durchsuchungen noch Diskussionsbedarf. Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung ([Artikel 13]) das "heimliche Betreten" einer Wohnung zulasse, sagte Schäuble der Leipziger Volkszeitung.“

Kommt drauf an. Der Schäuble-Attentäter mit der Smith&Wesson hatte sich 1990 die feinsinnige Frage gewiss nicht gestellt, ob die Unverletzlichkeit des Leibes auch dann noch garantiert ist, wenn ein paar kleine spitze Gegenstände zum Zwecke der Terrorbekämpfung in ihn eingedrungen sind. Von solchen Typen muss man sich distanzieren. Ich habe mir deshalb das mit der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft und etwas länger überlegt und komme zu dem für mich privat (naja, das bin ich dann ja nicht mehr wirklich) recht befriedigenden Schluss: Wenn die Herren Geheimen die Wäsche abhängen, bügeln, die Küche aufräumen und den Windeleimer runterbringen, dann dürfen Sie sich auch gern ein Weilchen erfolglos mit meinem Rechner befassen. Aber der Kühlschrank bleibt zu, meine Herren! Beim Bier werde ich zum, nein das schreibe ich jetzt nicht, das ist ja saudumm, ich schreibe: beim Bier hört der Spaß auf, ihr permanenten Verfassungsbrecher.

http://www.heise.de/newsticker/suche/ergebnis?rm=result;words=Sch%C3%A4uble;q=sch%C3%A4uble;url=/newsticker/meldung/106874/
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Dumme Tiere

Der Uhu lebt im Wald. Er schläft tags und jagt nachts. Stirbt ein Mensch, hört man zuzeiten im Finstern sein dumpfes Huhu. Traf sichs einmal andersrum, der Uhu rief erst und dann fuhr einer dahin, wurden die Alten unruhig, entsetzten sich, rannten wirr umher und riefen: `s Leichhuhn! `s Leichhuhn!
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Verborgener Ballast

Ich lerne ständig hinzu. Wussten Sie, dass ein menschlicher Körper aus 10 Billionen Zellen besteht? Wenn Sie das bereits erstaunlich finden, sollten Sie vor meiner nächsten Mitteilung noch einmal tief Luft holen. Ein Mensch beherbergt 10x10 Billionen Bakterien in seinem Leib. Muss ich ausführen, welche Aufschlüsse das über die Mühen des Bergsteigens gibt? 99% dieser Bakterien leben in einer Körperregion, die die Wissenschaft vielleicht etwas euphemistisch als Darmflora bezeichnet. Wenn also demnächst wieder einer ohne Sauerstoff auf den Mt. Everest steigt, klatschen Sie nicht zu früh. Vielleicht hat er für den Gipfelsturm nicht nur die Sauerstoffflaschen, sondern auch seine Darmflora im Basecamp zurückgelassen. So ist das natürlich ein Spaziergang.
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Rontal - das Bermudadreieck des Karwendel

Vor einiger Zeit führte ich drei Freunde in das schöne Rontal unter der östlichen Karwendelspitze und der Vogelkarspitze. Eine Landschaft, die so bezaubernd ist, dass ihr weitgereiste Menschen instinktiv misstrauen. Gerade in den traumhaft ruhigen Idyllen regiert ein Zug zur Zerstörung, eine hässliche Macht, die Menschen spurlos verschwinden lässt. Hellichter Tag, strahlender Sonnenschein, die Angel pendelt langsam im Atlantik vor Miami. Gibt es ein Geräusch, wenn eine Jacht verschwindet? Dann vermutlich „flimp“ oder „spupp“ – weg ist das Boot, der Angler, die Ruhe.

Der polnische Poppapst Werner Schlosser behauptet, mir sei akkurat dies im Rontal passiert. Gerade eben laufen wir noch zu viert durch das Gras, plötzlich sei ich fort gewesen, was das Foto ja wohl auch beweise. Ich habe mir das Bild lange und – ich bin kein Riese – auch sehr genau unter dem Vergrößerungsglas angesehen. Es ist wahr. Ich bin dort nicht. Aber irgendetwas an diesem Bild lässt mich gleichwohl argwöhnen, es könnte
sich dabei um eine Photomontage handeln. Ein Verdacht, der durch den Brotberuf des Herrn Schlosser, er ist Gestalter und recht sattelfest in der elektronischen Datenverarbeitung, noch bestärkt wird. Aber wie so oft bei AkteX-tauglichen Themen: Wir werden es wohl nie erfahren, was wirklich geschah.
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