Experten
Wagnis muss sich wieder lohnen
25.10.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben | Gefahren in Flora und Fauna
Unter dem offenbar vom FDP-Wahlkampf inspirierten Titel „Wagnis muss sich lohnen“ veröffentlicht die sonst nicht genug zu lobende Bergundsteigen einen Artikel zum Risiko beim Bergsteigen.
Ich steige so viel auf die Berge, wie ich kann. Das ist mitunter riskant, aber was tut man nicht alles, um für ein paar Stunden ein Alternativleben zu dem allgegenwärtig alternativlosen Wahnsinn des Kapitalismus zu führen. Der Artikel betrifft mich also als Experten des Warnens und als einen Experten des Warnungenindenwindschießens – ich beginne zu lesen.
Ein Prof. Dr. Siegbert Warwitz, Germanist und Pädagoge, verteidigte beim International Mountain Summit (was es alles gibt) seine These vom Recht aufs Risiko. Und zwar so: „Wagnis ist ein Impulsgeber für Höchstleistungen. Wagnisverweigerung ist eine Charakterschwäche.“ und so: „Heute ist Griechenland (das unter Alexander noch wagen konnte) ein bankrotter … Staat, der nicht den Mut … hat, sich aus dem Sumpf … zu ziehen, in den er sich selbst gebracht hat. Das nenne ich eine degenerierte Gesellschaft.“ und so: „Ich … kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten.“ und schließlich so: „Der Kern der Wagnisphilosophie heisst nämlich: Wagnis muss sich lohnen, muss zu Wertschöpfungen und höherer Lebensqualität führen.“
Mir wurde beim Lesen schwach übel. Haben Sie es gemerkt? Da spricht der Führer einer Großbank und will sein Volk zum Kampf ertüchtigen. Es geht um alles, es geht um Wertschöpfung. Die charakterschwachen, degenerierten Griechen, die sich nicht mehr trauen, wie Alexander der Große Krieg und Tod bis nach Indien zu tragen, sollen doch mit ihrem sinnleeren Risikohandeln selbst schauen, wo sie bleiben. Wir setzen auf Impulse zur Höchstleistung und auf Wertschöpfung und Lebensqualität. Da kann man schon mal ein werthaltiges Wagnisverhalten zeigen und beispielsweise auf den Untergang des Euro wetten. Der Mann weiß garnicht, wie gut er verstanden hat, was die, die was zu sagen haben, ihn sagen hören wollen. Bei so viel vorauseilendem Gehorsam eines Intellektuellen wird der Schritt vom Warwitz zum Wahnwitz ganz klein.
Hoffentlich bleibt das ein Einzelfall. Ich dulde keinen Kapitalismus beim Klettern.
Ich steige so viel auf die Berge, wie ich kann. Das ist mitunter riskant, aber was tut man nicht alles, um für ein paar Stunden ein Alternativleben zu dem allgegenwärtig alternativlosen Wahnsinn des Kapitalismus zu führen. Der Artikel betrifft mich also als Experten des Warnens und als einen Experten des Warnungenindenwindschießens – ich beginne zu lesen.
Ein Prof. Dr. Siegbert Warwitz, Germanist und Pädagoge, verteidigte beim International Mountain Summit (was es alles gibt) seine These vom Recht aufs Risiko. Und zwar so: „Wagnis ist ein Impulsgeber für Höchstleistungen. Wagnisverweigerung ist eine Charakterschwäche.“ und so: „Heute ist Griechenland (das unter Alexander noch wagen konnte) ein bankrotter … Staat, der nicht den Mut … hat, sich aus dem Sumpf … zu ziehen, in den er sich selbst gebracht hat. Das nenne ich eine degenerierte Gesellschaft.“ und so: „Ich … kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten.“ und schließlich so: „Der Kern der Wagnisphilosophie heisst nämlich: Wagnis muss sich lohnen, muss zu Wertschöpfungen und höherer Lebensqualität führen.“
Mir wurde beim Lesen schwach übel. Haben Sie es gemerkt? Da spricht der Führer einer Großbank und will sein Volk zum Kampf ertüchtigen. Es geht um alles, es geht um Wertschöpfung. Die charakterschwachen, degenerierten Griechen, die sich nicht mehr trauen, wie Alexander der Große Krieg und Tod bis nach Indien zu tragen, sollen doch mit ihrem sinnleeren Risikohandeln selbst schauen, wo sie bleiben. Wir setzen auf Impulse zur Höchstleistung und auf Wertschöpfung und Lebensqualität. Da kann man schon mal ein werthaltiges Wagnisverhalten zeigen und beispielsweise auf den Untergang des Euro wetten. Der Mann weiß garnicht, wie gut er verstanden hat, was die, die was zu sagen haben, ihn sagen hören wollen. Bei so viel vorauseilendem Gehorsam eines Intellektuellen wird der Schritt vom Warwitz zum Wahnwitz ganz klein.
Hoffentlich bleibt das ein Einzelfall. Ich dulde keinen Kapitalismus beim Klettern.
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Verblüffende Gewissheit: Hitler war schon als Schickelgruber Antisemit
08.06.11 – warnt vor:Nachrichten
Die SZ titelt: Brief belegt Judenhass des jungen Hitler. Dass der Dreissigjährige, so jung war er gerade noch, als er den Brief verfasste, vielleicht denkt, was der Vierzigjährige dann ausführt, ist schon ein unglaublicher, verblüffender Zusammenhang, einer, der erstmal bewiesen gehörte. Jetzt ist er es. Niemand, schon gar kein deutscher Journalist, hätte sich sowas denken können.
Klappe halten statt Hände falten
02.06.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Es war so klar wie das Amen in der Kirche, dass die Käßmann an Popularität noch gewinnen würde, nachdem sie wegen Alkoholabusus im Straßenverkehr erst den Lappen und dann das Amt abgeben musste. Nichts ist in der ev. Kirche so sexy wie die Gramesfalten einer Büsserin. Wenn eine das evangelische Zentralanliegen, sich mächtig bussfertig zu geben, so ideal vorlebt, dann sieht man auch gern mal darüber hinweg, was unter der dauergerunzelten Stirn so an Unsinn aus dem Sprechschlitz quillt.
Es sei "besser mit den Taliban zu beten, als sie zu bombardieren", sagte Käßmann (alle weiteren Zitate aus dieser Quelle). Betende aller Länder vereinigt euch? Vielleicht erklärt mal einer der Dame, dass genau dazu die Taliban nicht die geringste Lust haben: Mit ungläubigen Europäerinnen gemeinsam zu beten.
Dann ruft Käßmann zu weltweitem Gewaltverzicht [auf?|; "Gewaltlosigkeit heißt nicht Passivität oder Nichtstun, sondern ist auf ihre Art und Weise ein legitimes Zeugnis." Das verstehe ich. Zum Beispiel ein Zeugnis der Freude am eigenen Untergang.
Anstatt militärisch in Konflikte einzugreifen, sollte besser bereits präventiv gehandelt werden, wenn sich Konflikte andeuteten. "Frieden wird selten oder wahrscheinlich nie durch Waffen geschaffen." Das ist genau der abstrakte Pazifismus, der es den Amerikanern und der roten Armee noch heute übel nimmt, dass sie Nazideutschland in die Knie gezwungen haben.
Es ist ja nichts dagegen zu sagen, dass eine Käßmann einfach nichts kapiert von der Welt. Zum Beispiel, dass Kriegen nicht sich andeutende Konflikte zugrunde liegen, wie sie in der Paartherapie beschwichtigt werden, sondern handfeste kollidierende Interessen. Das ist ihre Sache. Es ist ja auch viel schöner einfach nur vom Frieden allerorten zu träumen, als darüber nachzudenken, weshalb es so unwahrscheinlich ist, dass er irgendwo Bestand hat. Dass sie sich aber mit dieser kindischen Habteuchdochbittelieb-Haltung dazu aufschwingt, billige Empfehlungen an irgendwie alle abzugeben und sich dabei mit ihrem offenbar kongenial vernebelten Publikum in einer ziemlich verlogenen moralischen Überlegenheit suhlt – das ist schon ziemlich versaut.
Es sei "besser mit den Taliban zu beten, als sie zu bombardieren", sagte Käßmann (alle weiteren Zitate aus dieser Quelle). Betende aller Länder vereinigt euch? Vielleicht erklärt mal einer der Dame, dass genau dazu die Taliban nicht die geringste Lust haben: Mit ungläubigen Europäerinnen gemeinsam zu beten.
Dann ruft Käßmann zu weltweitem Gewaltverzicht [auf?|; "Gewaltlosigkeit heißt nicht Passivität oder Nichtstun, sondern ist auf ihre Art und Weise ein legitimes Zeugnis." Das verstehe ich. Zum Beispiel ein Zeugnis der Freude am eigenen Untergang.
Anstatt militärisch in Konflikte einzugreifen, sollte besser bereits präventiv gehandelt werden, wenn sich Konflikte andeuteten. "Frieden wird selten oder wahrscheinlich nie durch Waffen geschaffen." Das ist genau der abstrakte Pazifismus, der es den Amerikanern und der roten Armee noch heute übel nimmt, dass sie Nazideutschland in die Knie gezwungen haben.
Es ist ja nichts dagegen zu sagen, dass eine Käßmann einfach nichts kapiert von der Welt. Zum Beispiel, dass Kriegen nicht sich andeutende Konflikte zugrunde liegen, wie sie in der Paartherapie beschwichtigt werden, sondern handfeste kollidierende Interessen. Das ist ihre Sache. Es ist ja auch viel schöner einfach nur vom Frieden allerorten zu träumen, als darüber nachzudenken, weshalb es so unwahrscheinlich ist, dass er irgendwo Bestand hat. Dass sie sich aber mit dieser kindischen Habteuchdochbittelieb-Haltung dazu aufschwingt, billige Empfehlungen an irgendwie alle abzugeben und sich dabei mit ihrem offenbar kongenial vernebelten Publikum in einer ziemlich verlogenen moralischen Überlegenheit suhlt – das ist schon ziemlich versaut.
Heile, heile Segen
01.06.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Das schönste Experiment seit Wilhelm Reichs Versuchen mit dem Orgonakkumulator: „Katholische Ärzte wollen Homosexuelle mit Homöopathie kurieren“. In meiner Sprache heisst das: Komische Ärzte wollen Gesunde ohne Medizin heilen. Löblich, weil ungefährlich, wenn auch etwas unverschämt den „Patienten“ gegenüber. Erinnert mich in seiner paradoxen Aussichtslosigkeit an Heino Jaeger, der (ich weiß es nicht mehr wörtlich) einen Diät-Experten sagen ließ, man könne auch ganz ohne Diät ordentlich zunehmen. Einfach immer zwischendurch ein kleines Nahrungsplus zu sich nehmen.
Free-Gaza-Flotte: Wird das jetzt eine feste Touristenlinie?
29.04.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben | Menschen zu meidende
Ägypten lässt iranische Kriegsschiffe den Suezkanal passieren, die Hamas formuliert mit der Fatah gemeinsame Ziele, Ägypten will die Grenze zum Gazastreifen öffnen und die USA spielen auf der Bühne des nahen Ostens den sterbenden Schwan, während die EU ganz gern einmal die Arabische Liga fragt, wann sie Ihre demokratisch-freiheitlichen Interessen vertreten darf. In Israel gibt es derzeit keinen Grund zu lachen. Darüber freut sich die IHH und schickt einen neuen "Hilfskonvoi" an den Gazastreifen. Was auch immer daraus wird, eins ist jetzt schon klar: Die Israelis und speziell die IDF werden es für unsere Medien wieder verkehrt machen. Die Süddeutsche Zeitung (Der Coup von Kairo) und der Spiegel reiben sich jetzt schon die Hände: "Obwohl die israelische Marine alle sechs Schiffe auf hoher See beschlagnahmte und sie mit sämtlichen Aktivisten an Bord nach Israel "entführte", wie Orunc sagt, fand sich nicht eine einzige vorzeigbare Waffe. "Unsere Waffen sind Worte", sagt Orunc. "Wir hatten vergangenes Jahr niemals vor, wirklich die Blockade zu durchbrechen, wie hätten wir das gegen die Marine auch tun sollten? Wir dachten, dass sie uns kurz vor der eigentlichen Hoheitszone stoppen und wir dann eine gutes Propagandamittel gegen die Blockade hätten. Niemals haben wir damit gerechnet, dass die Israelis auf uns schießen würden." Ich habe selten so viele Lügen in so wenig Text gelesen. Natürlich waren Waffen an Bord, selbstverständlich haben die "Friedensaktivisten" zielstrebig alles getan, um die Situation eskalieren zu lassen und natürlich war genau das das Ziel der Aktion: Israels Gazakontrolle als die satanische Gewaltherrschaft hinzustellen, die sie nun einmal wirklich nicht ist. Die Fakten sind bekannt und leicht zu recherchieren. Aber dafür wird ein Journalist nicht bezahlt. Seine Aufgabe ist es, die antisemitische Voreingenommenheit der Abonnenten zu bestätigen. Sonst bestellen die das Blatt noch ab wegen Verdachts auf israelfreundliche Berichterstattung.
Söder blickt optimistisch nach Japan
13.03.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Bayern hat einen Umweltminister. Der gibt, Japans Supergau-Katastrophen fest im Blick, erstmal Entwarnung: „Söder: Die Kernkraftwerke in Bayern sind sicher.“ Natürlich. In Bayern ist ja auch das Abitur am schwersten und die Promotionen werden innovativer erarbeitet als anderswo. Was folgt deshalb aus den neuesten Erfahrungen mit dem Segen der Atomkraft? Nichts. „Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass alle beschlossenen Laufzeitverlängerungen möglich sind.“ Dann holt er ganz tief Luft zu einer faustdicken Lüge: „Wir waren nie Kernkraft-Fetischisten. Wir haben immer gesagt: Laufzeitverlängerung ja - aber nicht unendlich.“ Sondern nur so lange, bis auf dem Planeten kein Krümel Uran mehr gefunden werden kann. Kann der bitte als nächster über irgendeinen Skandal stolpern? Ich wünsch es mir so sehr.
Israel, analysiert und bekopfschüttelt
05.02.11 – warnt vor:Menschen zu meidende | Nachrichten
„Eine Analyse von Sonja Zekri“ in der SZ geht so: Die Israelische Regierung fürchtet sich vor der Revolte in Ägypten und tut das ihren Verbündeten im Westen auch noch kund. So weit, so spielverderberisch. Aber:
„Was hätte es Israel gekostet, sich nach dem "Marsch der Million", vielleicht nach dem Überfall auf die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz als Partner eines freien Ägyptens anzubieten, eines Ägyptens, das den Friedensvertrag mit Israel und demokratische Standards gleichermaßen achtet? Man muss den Muslimbrüdern, Ägyptens stärkster organisierter Oppositionskraft, nicht vertrauen. Noch aber haben selbst sie die Einhaltung internationaler Verträge gelobt.“
Dazu gibt es auch andere Informationen. Aber was kümmert das Frau Zekri, wenn Israel gerade die historische Chance verpasst, die aufgeklärte, demokratische, moderne Sonja Zekri für sich einzunehmen?
„Inzwischen scheint man auch in Tel Aviv zu ahnen, dass die Denunzierung des ägyptischen Aufstands möglicherweise eben jene aufgeklärten, demokratischen, modernen Menschen gegen Israel aufbringt, mit denen sich ein stabiler Frieden machen ließe.“
Das ist seit Judas Ischariot wahrscheinlich die älteste antisemitische „Analyse“: Die Juden erschaffen sich die Antisemiten selbst durch ihr dummes Denunziantentum, Heilandsverrat und andere Brunnenvergiftereien mehr.
„Was hätte es Israel gekostet, sich nach dem "Marsch der Million", vielleicht nach dem Überfall auf die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz als Partner eines freien Ägyptens anzubieten, eines Ägyptens, das den Friedensvertrag mit Israel und demokratische Standards gleichermaßen achtet? Man muss den Muslimbrüdern, Ägyptens stärkster organisierter Oppositionskraft, nicht vertrauen. Noch aber haben selbst sie die Einhaltung internationaler Verträge gelobt.“
Dazu gibt es auch andere Informationen. Aber was kümmert das Frau Zekri, wenn Israel gerade die historische Chance verpasst, die aufgeklärte, demokratische, moderne Sonja Zekri für sich einzunehmen?
„Inzwischen scheint man auch in Tel Aviv zu ahnen, dass die Denunzierung des ägyptischen Aufstands möglicherweise eben jene aufgeklärten, demokratischen, modernen Menschen gegen Israel aufbringt, mit denen sich ein stabiler Frieden machen ließe.“
Das ist seit Judas Ischariot wahrscheinlich die älteste antisemitische „Analyse“: Die Juden erschaffen sich die Antisemiten selbst durch ihr dummes Denunziantentum, Heilandsverrat und andere Brunnenvergiftereien mehr.
Die leise Stimme der Vernunft
04.02.11 – warnt vor:Nachrichten
Bradley Burston hat einen Artikel geschrieben: „As an Israeli, I want the Egyptians to win“. Er ist deshalb einigen Kommentatoren nachzusprechen „der Dorfdepp“, „ein Verräter“, „simplifizierend“, ein „Schlafwandler“, kurz: ein vernünftiger Mensch.
Sozialdemokraten aller Länder zerstreut euch auf nimmer wiedersehen
04.02.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament und Vertreter der politischen Klasse, äußert sich:„Ich wundere mich, dass die politische Klasse in Europa nicht in der Lage ist, sich über die Freiheitsbewegung in Ägypten einfach zu freuen. Überall hört man von großer Sorge, nirgendwo von großer Freude", erklärte Schulz.“
Dabei sollte er am besten wissen, warum das so ist. Schließlich war die NVD, Mubaraks Partei im ägyptischen Parlament, bis zum 31.01.2011 Mitglied der Sozialistischen Internationale, wo der greise Despot mit Sigmar Gabriel, dem Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, über den sozialistischen Fortschritt in der Welt parlieren durfte. Dass Gabriel dem 40 Milliarden Dollar schweren Volksfreund als guter Sozialdemokrat dabei ein ums andere Mal von Genosse zu Genosse den Rücktritt nahe gelegt und sicher schelmisch bemerkt hatte, dass er sich über eine Freiheitsbewegung in Ägypten einfach nur freuen könnte, versteht sich von selbst.
Alles, was man dazu sagen muss, hat Sigmar Gabriel längst ausgesprochen: „Die SPD muss sich entscheiden, ob sie so sein will, wie viele Menschen es den Parteien unterstellen – nämlich gnadenlos opportunistisch auch dann, wenn es im grundlegende Werte geht.“ Diese Entscheidung haben er und seinesgleichen getroffen.
By the way:

Diese Eintrittskarte führt – man weiß es von Schröder, dem der Satz entliehen ist – von hinten unten direkt ins Großkapital. Z. B. bei der Sozialistischen Internationale.
Einem Hinweis von Straker aus Leidenschaft verdanke ich diesen Einblick in die Verfassung unserer Sozialdemokratie. Doktor Vogl sagt danke.
schön, wenn in Djerba Mohammed und Chaim zusammen in die Schule gehen
02.02.11 – warnt vor:Nachrichten
Sehr interessant zu lesen und live aus Tunis: Der Wadi Blog. Man bekommt auch einen Eindruck davon, wie schwer es ist, zuverlässige Informationen darüber zu erhalten, was wohl tatsächlich geschieht in den Revolten. Ein paar „Leute von der Straße“ kommen hier zu Wort.
Das hier, ein Interview zu Ägypten mit Hamed Abdel-Samad, gefällt mir so gut, dass ich es einfach glauben w i l l (Sie sollten mich vor dieser Schwäche natürlich warnen):
„Wie groß ist die Gefahr, dass die Muslimbrüder die von den Zivilisten ausgehenden Aufstände nutzen und sich an die Spitze der Bewegung setzen?
Selbstverständlich gibt es vereinzelt Muslimbrüder, die sich unter die Demonstrierenden mischen. Die Islamisten aber sind in der Minderheit und werden von allen Bürgern sofort zurechtgewiesen, wenn sie ihre Parolen rufen. Sie müssen wissen: Mubarak verkauft dem Westen seit rund 30 Jahren erfolgreich die Illusion, dass er die einzige Alternative zu den Islamisten sei.
Ein Irrtum, wie sich spätestens jetzt herausstellt.
Ein grandioser Irrtum. Es gibt mittlerweile eine neue Genration, die überhaupt nichts mit den Islamisten zu tun haben möchte: die Facebook-Generation. Und diese will Veränderung, Demokratie, Freiheit und Wohlstand. Sie wird sich dieses Mal nicht mit Weniger zufrieden geben.“
Das hier, ein Interview zu Ägypten mit Hamed Abdel-Samad, gefällt mir so gut, dass ich es einfach glauben w i l l (Sie sollten mich vor dieser Schwäche natürlich warnen):
„Wie groß ist die Gefahr, dass die Muslimbrüder die von den Zivilisten ausgehenden Aufstände nutzen und sich an die Spitze der Bewegung setzen?
Selbstverständlich gibt es vereinzelt Muslimbrüder, die sich unter die Demonstrierenden mischen. Die Islamisten aber sind in der Minderheit und werden von allen Bürgern sofort zurechtgewiesen, wenn sie ihre Parolen rufen. Sie müssen wissen: Mubarak verkauft dem Westen seit rund 30 Jahren erfolgreich die Illusion, dass er die einzige Alternative zu den Islamisten sei.
Ein Irrtum, wie sich spätestens jetzt herausstellt.
Ein grandioser Irrtum. Es gibt mittlerweile eine neue Genration, die überhaupt nichts mit den Islamisten zu tun haben möchte: die Facebook-Generation. Und diese will Veränderung, Demokratie, Freiheit und Wohlstand. Sie wird sich dieses Mal nicht mit Weniger zufrieden geben.“
Bayern schon wieder Nr. 1
31.01.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Wir müssen einfach überall die Besten sein: In Bayern gibt es das schwerste Abitur, die katholischste Bevölkerung, den bayerischsten Papst, die reichsten Deutschen, das romantischste Neuschwanstein, die höchste Zugspitze, das weltgrößte Bierfest und jetzt auch noch die meisten Selbstmörder. Da hat bestimmt in der Staatskanzlei einer gelesen, dass die Spanier in dieser Disziplin führend sind. Schon hat man bayernweit ein paar „Hotspots“ eingerichtet, die die Scharte wieder auswetzen. Dazu „fällt Psychiater Schmidtke ein: "Die Politik muss uns mehr dabei unterstützen, Hotspots zu entschärfen." Es hat sich nämlich gezeigt, dass an bestimmten Brücken, Türmen oder Bahngleisen immer wieder Suizide vorkommen. Sperrt man solche Orte ab, weicht nur ein kleiner Teil der Menschen, die hier Suizid begehen wollten, an einen anderen Ort aus. Die meisten können gerettet werden.“
Denn auch für den Raub des eigenen Lebens gilt: Gelegenheit macht Diebe. Vielleicht erklärt mal einer dem Psychiater, dass die Selbstentleibung ortsunabhängig durchführbar ist. Die Hotspots, die die Politik für Verzweifelte entschärfen könnte, heissen nicht Brücke, Turm und Bahngleise, sondern eher Kontostand, Pflegeheim und Arbeitsplatz. Das wird allerdings teurer als ein seniorensicheres Brückengeländer.
Denn auch für den Raub des eigenen Lebens gilt: Gelegenheit macht Diebe. Vielleicht erklärt mal einer dem Psychiater, dass die Selbstentleibung ortsunabhängig durchführbar ist. Die Hotspots, die die Politik für Verzweifelte entschärfen könnte, heissen nicht Brücke, Turm und Bahngleise, sondern eher Kontostand, Pflegeheim und Arbeitsplatz. Das wird allerdings teurer als ein seniorensicheres Brückengeländer.
Qualitätsjournalismus
28.01.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben | Nachrichten
Die Financial Times Deutschland am 27.1.11:

Bei dieser Überschriften wäre es mir einer Korrektur auch nicht mehr getan gewesen. Aus dem „soll eine weitere .. mitgetanzt haben“ wird in der Überschrift ganz forsch die Tatsache, die alle lesen wollen. Dazu ein sensibel gewähltes, in der Aussage ausgesprochen neutral gehaltenes Foto. Doch, das hat was. Was sehr sehr Schlechtes.

Bei dieser Überschriften wäre es mir einer Korrektur auch nicht mehr getan gewesen. Aus dem „soll eine weitere .. mitgetanzt haben“ wird in der Überschrift ganz forsch die Tatsache, die alle lesen wollen. Dazu ein sensibel gewähltes, in der Aussage ausgesprochen neutral gehaltenes Foto. Doch, das hat was. Was sehr sehr Schlechtes.
Achten Sie auf Ihr Gesicht!
25.01.11 – warnt vor:Menschen zu meidende

In München schwiemelt ein mir persönlich unbekannter aber eventuell anderen Menschen recht vertrauter Champagnero seit Weihnachten dermassen gekonnt operettenhaft in die Ferne, den Arm einer ihn Anbetenden entspannt auf der befrackten Schulter: Die Menschen bleiben auf der Strasse stehen und starren auf die Litfasssäulen. So sieht ein Gentilhomme aus, der gerade leise zu sich selbst sagen will: Parbleu, bin isch ein schneidig fescher Hund oder nischt? Gleichzeit flüstert sein von kultivierter Begierde und allerhand Sekt perlender Blick auch noch den Damen in der allerletzten Reihe zu: Isch werde sie naturellement und mit dem größten Vergnügen ins Elysium pudern, Verehrteste, aber erst muss isch hier noch die Gala zuende singen, à votre santé!
Meine verehrten männlichen Leser: Bitte versuchen Sie nie so zu schauen wie der. Es sei denn Sie legten es darauf an, einmal größere Ansammlungen von sehr sehr reifen Damen überwältigt in die Ohnmacht flüchten zu sehen. Dann können Sie das ruhig üben.
Endlich: JNR rettet Europa
13.01.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Julian Nida-Rümelin, der gelockte Adabei unter den deutschen Philosophendarstellern, äussert sich zur Lage. Zu welcher? Zu der in seinem Oberstübchen? Nein. An seinem Lehrstuhl? Auch nicht. Nein, das Thema muss schon ein bisschen größer, bedeutender sein, wenn er sich die Mühe macht etwas für die Öffentlichkeit abzufassen, zum Beispiel Europa.
Gewohnt überraschend diagnostiziert der Liebhaber der Weisheit eine Krise in Europa, ausgelöst durch einen Vertiefungsverzicht in Tateinheit mit EU-Erweiterung. Subventionitis findet er außerdem schlecht. Gut findet er, wofür Europa angeblich bei allen Menschen der Erde steht: „Europa steht weltweit für eine sozial gebändigte Ökonomie, eine staatliche Kulturverpflichtung und die Akzeptanz eingeschränkter nationaler Souveränität.“ Ich paraphrasiere: Europa steht für Hartz 4, Goetheinstitut und EADS. Diese Errungenschaften sollte man retten, meint der Philosophenmime und, fast hätte ich es unterschlagen, Kulturminister a. D.
Wozu schreibt er den Quatsch? Damit dieser Satz in unserem Kopf ankommt: „Niemand sollte die Existenz der Europäischen Union mit dem Fortbestand des Euro verknüpfen“. D. h. damit wir uns an den Gedanken gewöhnen, die D-Mark könne bald zurückkehren. Warum auch nicht? Der Euro hat sein Werk getan, das, der Rückblick macht es offenbar, darin bestand, für die Deutschen den verlorenen WW II doch noch zu gewinnen. Deutschlands Wirtschaft brummt auf Kosten der europäischen Freunde, deren Volkswirtschaften rasant den Bach runtergehen.
Ich war so dermassen froh, als ich las, JNR werde sich nicht für das Amt des Münchner Oberbürgermeisters bewerben. Muss ich jetzt befürchten, er bewirbt sich als Finanzminister? EU-Generalsekretär?
Gewohnt überraschend diagnostiziert der Liebhaber der Weisheit eine Krise in Europa, ausgelöst durch einen Vertiefungsverzicht in Tateinheit mit EU-Erweiterung. Subventionitis findet er außerdem schlecht. Gut findet er, wofür Europa angeblich bei allen Menschen der Erde steht: „Europa steht weltweit für eine sozial gebändigte Ökonomie, eine staatliche Kulturverpflichtung und die Akzeptanz eingeschränkter nationaler Souveränität.“ Ich paraphrasiere: Europa steht für Hartz 4, Goetheinstitut und EADS. Diese Errungenschaften sollte man retten, meint der Philosophenmime und, fast hätte ich es unterschlagen, Kulturminister a. D.
Wozu schreibt er den Quatsch? Damit dieser Satz in unserem Kopf ankommt: „Niemand sollte die Existenz der Europäischen Union mit dem Fortbestand des Euro verknüpfen“. D. h. damit wir uns an den Gedanken gewöhnen, die D-Mark könne bald zurückkehren. Warum auch nicht? Der Euro hat sein Werk getan, das, der Rückblick macht es offenbar, darin bestand, für die Deutschen den verlorenen WW II doch noch zu gewinnen. Deutschlands Wirtschaft brummt auf Kosten der europäischen Freunde, deren Volkswirtschaften rasant den Bach runtergehen.
Ich war so dermassen froh, als ich las, JNR werde sich nicht für das Amt des Münchner Oberbürgermeisters bewerben. Muss ich jetzt befürchten, er bewirbt sich als Finanzminister? EU-Generalsekretär?
Was die Welt so alles braucht
13.12.10 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Die Welt braucht 26.000 neue Flugzeuge für die nächsten 20 Jahre – fragt sich zwischendurch eigentlich auch mal so ein Wirtschaftsweiser, ein Vorstandsvorsitzender, einer von den top-geschulten Industriekapitänen mit den Big-Picture-Visionen für die Zukunft des Kapitalismus, womit die fliegen sollen? Warp? Ach so, der Warpantrieb. Dann wird sicher alles gut.

Quelle: http://www.dieoff.org/page224.htm

Quelle: http://www.dieoff.org/page224.htm
Wir sind Sex-Papst!
22.11.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Katholische Prostituierte dürfen zu ihrer moralischen Besserung Kondome verwenden. Darauf wartet die Szene seit Jahren. Schluchzend fallen sich Huren und Luden in die Arme, seufzen „endlich, endlich“ und lassen vor dem Puff Gummis und Champagner regnen. Die Telepolis sagt es so: In Härtefällen dürfen Katholiken nun ein Präservativ benutzen. Gebe aber zu bedenken: In weichen Zuständen ist das sinnlos. Der Papst wird auch immer sonderbarer.
Es geht weiter: „Die Reaktionen zeigen, wie sehr sich die Menschen nach einer zeitgemäßen Morallehre der Kirche sehnen.“ Die Menschen? Jedenfalls die, die sich auch nach zeitgemäßen Pferdekutschen, moderneren Pockenviren und zukunftsweisenden Opferritualen sehnen.
Es geht weiter: „Die Reaktionen zeigen, wie sehr sich die Menschen nach einer zeitgemäßen Morallehre der Kirche sehnen.“ Die Menschen? Jedenfalls die, die sich auch nach zeitgemäßen Pferdekutschen, moderneren Pockenviren und zukunftsweisenden Opferritualen sehnen.
Vorsicht beim Kennzeichen KF
17.11.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Fahrzeuge, die im Landkreis Kaufbeuren gemeldet sind verursachen 40% mehr Unfälle als die anderer Landkreise. Woran liegt es? Zu viele Alte, zu viele Junge hinterm Steuer? Die Straßen? Nebel? Kneipendichte? Wer nach Ursachen sucht, schlingert ergebnislos herum, bis ein Name fällt, der Klarheit schafft: Der Fahrschulchef heisst Walter – Walter Folter. Und er „hinkt herbei“, ergänze: diabolisch grinsend, eine Hand am Sack, in der anderen ein Tischbein. Wofür das Tischbein, Meister Folter? „Pädagogik“ nuschelt der gefürchtete Fahrlehrer und zeigt sein freundlichstes Freddy-Krüger-Lächeln. Glasklar: Die Unfälle passieren nicht zufällig. Kaufbeurer leiden unter posttraumatischen Navigationsstörungen. Die Fahrsituation führt zu einem Flashback, die grausen Bilder der Folterfahrstunden kehren wieder, das dreschende Tischbein, der grinsende Peiniger, sein welkes Lachen – bei 120 auf der Landstraße genügen wenige Sekunden angstvoller Reminiszenzen und der steuerlose Bolide bohrt sich tief in die Allgäuer Scholle. Arme Kaufbeurer. Geht doch zu Beas Fahrschule in Marktoberdorf, oder zu Klaunzler, Weis oder Jelitto. Muss es wirklich vor dem Bund schon Folter sein?
Haderthauer und die deutsche Sprache
11.11.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
SZ: „Haderthauer mahnte, das Beherrschen der deutschen Sprache sei "Bürgerpflicht". Es sei jedem Migranten zuzumuten, sie innerhalb eines Jahres zu lernen.“
1962 geboren kämpft Frau Haderthauer seit Jahrzehnten mit der deutschen Sprache. Und heraus kommt sowas:
„Familie ist der Ort für Zukunft und Lebenschancen von Kindern.“ Das stimmt für Söhne wie Max Strauß und Konstantin „2.0“ Neven DuMont, die tatsächlich ihre Zukunft in der Familie finden. Die meisten werden sich wohl woanders Arbeit suchen müssen.
„Was Familie kann, kann nur Familie!“ Aha.
„Im Laufe der Zeit haben sich die Erwartungen an das, was Familie leisten soll oder kann und an das, was der Staat zu leisten hat, gewandelt. Das ist ein gesellschaftlicher Prozess, der ständigen Entwicklungen unterliegt, der atmet.“ Der Erwartungsprozess unterliegt atmend ständigen Entwicklungen. Ich verstehe. „Hierauf gibt es keine einfachen Antworten.“ Die Antworten auf atmende Prozesse gehören zu den schwersten.
„Lebenschancen, das sind heute vor allem soziale Schlüsselkompetenzen und eine gute Persönlichkeitsentwicklung.“ Die Lebenschancenforschung sagt: Die Netten schaffen es!
„Erfolgreiche Politik für meinen Stimmkreis Ingolstadt-Neuburg erfordert den Einsatz für eine Vielzahl von Anliegen und Themen.“ Ein Glück, dass dieser Satz kein Subjekt hat. Fast hätte ich geglaubt, die Haderthauer möchte sich für eine Vielzahl von irgendwas einsetzen.
„Ländlicher Raum und Großstadt entwickeln sich hier in gegenseitiger Befruchtung zu einer der Boomregionen Bayerns.“ Wie zwei Schnecken?
„Medien sind Partner und Kontrolle der Politik.“ Solche Sätze sind Bildungsversager und Haderthauer der Sprache. Richtig heisst es: Krasse Blogs sind Kontrolle von Politik, Alder.
.„Was nutzen die schönsten Schulbauten, wenn darin Bildungsversager sitzen?“ Tja. Und was die schönste Staatskanzlei, wenn die Haderthauer drin schwadroniert und ihre Ressentiments in deppendeutsche Sprachfehler packt?
1962 geboren kämpft Frau Haderthauer seit Jahrzehnten mit der deutschen Sprache. Und heraus kommt sowas:
„Familie ist der Ort für Zukunft und Lebenschancen von Kindern.“ Das stimmt für Söhne wie Max Strauß und Konstantin „2.0“ Neven DuMont, die tatsächlich ihre Zukunft in der Familie finden. Die meisten werden sich wohl woanders Arbeit suchen müssen.
„Was Familie kann, kann nur Familie!“ Aha.
„Im Laufe der Zeit haben sich die Erwartungen an das, was Familie leisten soll oder kann und an das, was der Staat zu leisten hat, gewandelt. Das ist ein gesellschaftlicher Prozess, der ständigen Entwicklungen unterliegt, der atmet.“ Der Erwartungsprozess unterliegt atmend ständigen Entwicklungen. Ich verstehe. „Hierauf gibt es keine einfachen Antworten.“ Die Antworten auf atmende Prozesse gehören zu den schwersten.
„Lebenschancen, das sind heute vor allem soziale Schlüsselkompetenzen und eine gute Persönlichkeitsentwicklung.“ Die Lebenschancenforschung sagt: Die Netten schaffen es!
„Erfolgreiche Politik für meinen Stimmkreis Ingolstadt-Neuburg erfordert den Einsatz für eine Vielzahl von Anliegen und Themen.“ Ein Glück, dass dieser Satz kein Subjekt hat. Fast hätte ich geglaubt, die Haderthauer möchte sich für eine Vielzahl von irgendwas einsetzen.
„Ländlicher Raum und Großstadt entwickeln sich hier in gegenseitiger Befruchtung zu einer der Boomregionen Bayerns.“ Wie zwei Schnecken?
„Medien sind Partner und Kontrolle der Politik.“ Solche Sätze sind Bildungsversager und Haderthauer der Sprache. Richtig heisst es: Krasse Blogs sind Kontrolle von Politik, Alder.
.„Was nutzen die schönsten Schulbauten, wenn darin Bildungsversager sitzen?“ Tja. Und was die schönste Staatskanzlei, wenn die Haderthauer drin schwadroniert und ihre Ressentiments in deppendeutsche Sprachfehler packt?
Menschenrechte – Affenrechte – und an die Hefe denkt wieder keiner!
13.12.10 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna | Nachrichten
Die Süddeutsche Zeitung gibt engagierten Tierschützern die Gelegenheit, einmal Tacheles zu reden (SZ ). Sind wir nicht alle ein bisschen Affen? So fragen sich die Autoren morgens vorm Spiegel, nicken kurz und behaupten recht konsequent, die französische Revolution habe sich ganz unnötig auf Verhältnisse zwischen Mensch und Mensch eingeschränkt. Dabei gäbe es ja noch mehr Kandidaten für Freiheit, Gleichheit und naja, vielleicht, Biestigkeit, Viecherlsoli? „Was ist Frauen und Tieren gemein?“ fragte sich schließlich schon 1994 die EMMA und beantwortete diese nur auf den ersten Blick bizarre Kernfrage der Frauenbewegung mit der „Deklaration der Rechte der großen Menschenaffen“. Wie auch immer. Mir greift diese Menschenrechte-für-Affen-Initiative auf jeden Fall noch zu kurz und das nicht nur, weil die Affenweibchen sprachlich nicht sauber inkludiert sind. Schließlich fragt das Magazin der Uni Zürich aus gutem Grund „Wie menschenähnlich ist die Hefe?“ und findet auch gleich darauf die korrekte Antwort: „Kein Zweifel, sie sind unsere Verwandten. Hefen sind nämlich Eukaryoten, das heisst Lebewesen mit einem Zellkern, und stehen damit dem Menschen viel näher als etwa den Bakterien.“ Das erweitert den Spielraum für Menschenrechte in wahrlich globalem Maßstab. Zellkernbesitzer aller Evolutionsstufen vereinigt Euch! Nieder mit den Bakterien, alle Macht den Eukaryoten! Das überzeugt selbst Altstalinisten mit einem Herz für Tiere, also Kommi-Eukaryoten wie mich.
Was mir bei dieser Ansicht dann aber nach etwas längerem Nachdenken doch nicht so gut gefällt, ist, wie meine Lieblingskombi Schweinsbraten/Hefeweißbier plötzlich so ein bisschen ins Kannibalische changiert. Und am Ende sind womöglich nur noch zwei Beschimpfungen aus dem Tierreich am Stammtisch akzeptabel. Nämlich wahlweise „Du Bakterie“ oder „Ihr Archea“! Du Aff´, oder auch das im Nachbarland beliebte, Ihr depperten Schwammerl, wäre gegen die Menschenwürde unserer Verwandten. Wir sitzen schließlich alle im selben Genpool, irgendwie, oder?
Was mir bei dieser Ansicht dann aber nach etwas längerem Nachdenken doch nicht so gut gefällt, ist, wie meine Lieblingskombi Schweinsbraten/Hefeweißbier plötzlich so ein bisschen ins Kannibalische changiert. Und am Ende sind womöglich nur noch zwei Beschimpfungen aus dem Tierreich am Stammtisch akzeptabel. Nämlich wahlweise „Du Bakterie“ oder „Ihr Archea“! Du Aff´, oder auch das im Nachbarland beliebte, Ihr depperten Schwammerl, wäre gegen die Menschenwürde unserer Verwandten. Wir sitzen schließlich alle im selben Genpool, irgendwie, oder?
Na endlich, sagt der Uhu
24.09.10 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna
Seit Jahren liegen mir Freunde und Bekannte im Ohr: „Doc, Du bist so ein profunder Kenner der Strigidae namentlich des Bovus bovus, wann erscheint endlich Dein grundlegendes Werk zum Uhu?“ Heute. Und damit es nicht zu fad wird, habe ich es in knappen Versen kindertauglich gereimt und von einer begabten Illustratorin durchgehend bebildern lassen. Nähere Informationen gibt es hier.


Scrivener for Windows
17.09.10 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Sie schreiben viel, haben sich aber mit der dunklen Seite der Macht verbündet und einen PC gekauft? Schämen Sie sich ein bisschen – – – gut. Das sollte reichen. Denn ich habe heute gute Nachrichten für Sie. Der für Autoren und Texter wichtigste Grund, einen Mac zu kaufen, ist ab 2011 keiner mehr: Denn dann gibt es Scrivener auch für Windows:
http://www.literatureandlatte.com/scrivenerforwindows/
Was ist Scrivener, fragen Sie? Das Werkzeug mit dem ich jeden Tag arbeite. Glücklich. Mein Herz klopft vor Freude, wenn ich daran denke, dass Ende Oktober Scrivener 2.0 erscheint. Zu einem Spottpreis.
Das hier ist eine Website für Warnungen. Betrachten Sie diese kleine Reklame bitte als Ausnahme und freuen Sie sich auf die nächsten Warnungen in naher Zukunft. Obacht!
http://www.literatureandlatte.com/scrivenerforwindows/
Was ist Scrivener, fragen Sie? Das Werkzeug mit dem ich jeden Tag arbeite. Glücklich. Mein Herz klopft vor Freude, wenn ich daran denke, dass Ende Oktober Scrivener 2.0 erscheint. Zu einem Spottpreis.
Das hier ist eine Website für Warnungen. Betrachten Sie diese kleine Reklame bitte als Ausnahme und freuen Sie sich auf die nächsten Warnungen in naher Zukunft. Obacht!
Eine Alternative
16.09.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Die Paranoiden sind sehr berechenbar. Sie werden sich immer so verhalten, dass das, was sie am meisten fürchten (vom Teufel Israel besiegt zu werden), mit der größten Wahrscheinlichkeit geschieht (Israel bombardiert den Iran). Was hat der Achmachmirdenjihad eigentlich für ein Problem? Ich denke, es ist ein großes und altes: Die islamische Welt ist vor ein paar Jahrhunderten, als in England der Kapitalismus und in Frankreich die Revolution erfunden wurde, abgehängt worden. Seitdem sind sie schwächer entwickelt und abhängig. Das zutreffende Gefühl, von den entwickelten Ländern ausgenutzt und übervorteilt zu sein, nährt das Minderwertigkeitsgefühl und die Verfolgungsängste. Er spinnt also mit Grund, was ihn nicht angenehmer macht. Was wäre die Lösung? Die Entwicklung aufzuholen. Der ideale Partner dafür wäre Israel. Ein Land in nächster Nähe mit hohem Innovationspotential, mit Universitäten, einer demokratisch legitimierten Regierung und einem Korruptionslevel, der in etwa dem in Schland entsprechen dürfte. Ein Land auf der Höhe der Zeit. Hier gäbe es Vertragssicherheit und viel zu lernen. Das wäre freilich ein weiter Weg, der ohne Selbstkritik und das Abschneiden vieler religiöser Zöpfe oder Bärte kaum zu gehen ist. Deutlich schneller sind die eigenen Größenphantasien zu Hand, man könne beispielsweise noch vor dem Westen einen Kernfusionsreaktor bauen und sogar den Krebs besiegen. Dabei wünsche ich gutes Gelingen. Ich setz mich jetzt kurz hin und besiege den Kaffeedurst. Ein Mensch braucht realistische Ziele, nicht?
Atomkraft? Na, gut. Wenns denn sein muss
08.09.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Im Jahr 2000 beschlossen die Grünen gemeinsam mit der SPD einen Atomausstieg mit einer Laufzeit der Kraftwerke von 30 bis 34 Jahren bei einer fixen Gesamtstrommenge, die die produzieren dürfen. Die Grünen? Genau. Die Partei, die wegen der Parole „Atomausstieg jetzt!“ gewählt worden war, beschloss einen Atomausstieg, der schlappe 22 bis 24 Jahre in der Zukunft liegt. Jetzt ist dieser Haufen halt- und gewissenloser Opportunisten in der Opposition, oder was bei uns so genannt wird, und behauptet, man könne nicht mit den Schwarzen zusammenarbeiten, solange die an der Verlängerung der Laufzeiten festhalten. Cem Özdemir sagte der Rheinischen Post: "Eines ist klar: Uns gibt es 2013 nur auf Basis des Atomausstiegs, wie er 2000 vereinbart wurde.“ Ich kann da beim besten Willen keine Basis erkennen, nur eine große Bereitschaft zur Selbstverläugnung. Bei den Grünen heissen die Bezahlten, glaub ich, „Realos“ im Gegensatz zu den „Fundis“, die als Nochzubezahlende in irgendwelchen Ortsgruppen versauern müssen und sich für die Bundesgarde hoffentlich ordentlich schämen.
Noch 2010 trauen sich die Grünenrealos sowas zu plakatieren:

Auf dem Plakat fehlt nur die Erklärung, dass die Bedeutung des Wortes „Jetzt“ von gewissen Transferleistungen der Energiekonzerne abhängen kann. Wir wissen ja, dass im erdgeschichtlichen Massstab der Zeitpunkt Jetzt durchaus ein paar Jahrzehnte umfassen kann. Ein Denken in größeren Zeiträumen ist dem Thema ja sowieso angemessen, schließlich wird auch der Müll der KKWs noch einige Jahrtausende vor sich hin strahlen.
Im Kapitalismus gibt es genau zwei mögliche Ursachen für einen Atomausstieg: Die KKWs werfen nicht mehr den gewünschten Gewinn ab. Die Uranvorkommen sind erschöpft. Ich weiss nicht, was davon als erstes passieren wird, aber ich weiss dass davor nichts passiert.
Noch 2010 trauen sich die Grünenrealos sowas zu plakatieren:

Auf dem Plakat fehlt nur die Erklärung, dass die Bedeutung des Wortes „Jetzt“ von gewissen Transferleistungen der Energiekonzerne abhängen kann. Wir wissen ja, dass im erdgeschichtlichen Massstab der Zeitpunkt Jetzt durchaus ein paar Jahrzehnte umfassen kann. Ein Denken in größeren Zeiträumen ist dem Thema ja sowieso angemessen, schließlich wird auch der Müll der KKWs noch einige Jahrtausende vor sich hin strahlen.
Im Kapitalismus gibt es genau zwei mögliche Ursachen für einen Atomausstieg: Die KKWs werfen nicht mehr den gewünschten Gewinn ab. Die Uranvorkommen sind erschöpft. Ich weiss nicht, was davon als erstes passieren wird, aber ich weiss dass davor nichts passiert.
Eine gegen alles
07.09.10 – warnt vor:Menschen zu meidende | Bedrohungen allenthalben
Tripp trapp die U-Bahn-Treppe hoch und raus ans Licht, haut mir plötzlich dieses Reklametaferl eins auf die Augen:

Schau an, denkt sich der Doc, an diesem Werbeobjekt stören mich eigentlich nur der schrottige Schalter, die schwule Farbe und die Worte „Effektive“, „erfolgsorientierte“, „Lösungen“, „positive“, „Bewegung“ sowie „Ihr Leben“ und „bringen“. Das ist die Sprache der Unternehmensberater. Das ist das Lebensziel der Heilpraktiker. Hier kommt beides zusammen. Das Dümmste aus zwei Welten.
Drüber steht „Wegezurlebensfreude.de“, nicht zu verwechseln mit „Lebensfreunde.de“, die sich für die Unversehrtheit von Föten einsetzen. Wer führt mich denn nun den Weg zur Lebensfreude? Anja Morgenroth im schönen München tut das. Nachdem kürzlich ein Mann in der U-Bahn versuchte, mich mit Hypnose glücklich zu machen, bin ich jetzt natürlich neugierig, was die Morgenroth so auf der Pfanne hat. Das liest sich so:
„Deep memory process (Tiefenerinnerung) erlaubt ein Hervorholen von Bildern und Erinnerungen aus tieferen Schichten des Unterbewusstseins. Dieser Prozess findet in einer Tiefenentspannung statt. Der Klient erinnert sich hinterher an alles.“ Mit der Tiefenentspannung kann sie bei mir schonmal punkten. Das Hervorholen von Bildern aus tieferen Schichten ist auch super. Ich habe da so ein uraltes, vermutlich noch aus der Renaissance stammendes Fresko in einem der unteren Verliese meines Unterbewusstseins, das muss ganz großartig sein, ein Gruppenakt bei einem Bacchanal in einem Serail ist, glaub ich, zu sehen, aber ich bin nicht entspannt genug, nochmal da hinzufinden und die vielen auch nicht gerade keuschen Deckerinnerungen abzukratzen. Schön, wenn das Frau Morgenroth für mich über- oder unternimmt. Mit gefällt auch, dass ich mich hinterher an alles erinnere, der Hypnoseheini wollte in dieser Hinsicht nichts garantieren.
Das Bild ist da und schon geht alles Schlag auf Schlag! Knoten werden durchtrennt und Ströme entfesselt: „Gebundene Lebensenergie wird nach Lösen von Blockaden und Verstrickungen frei. Das persönliche Energieniveau erhöht sich spürbar.“ Klar. Denn hinter jedem geretteten Tiefenfresko schlummert ein Geysir der – nennen wir das Kind doch beim Namen – der unbändigen Lust, eine brodelnde Quelle, was sage ich, die Morgenröthe der Lebensenergie. Der Deep memory process klingt wohl nicht zufällig nach einer besonders tief gehenden Fellatiovariante. Sex sells, denkt sich der Tiefenheilpraktiker.
Und wann und wogegen hilft das, Frau Morgenroth?
Gegen Energiedefizite natürlich, aber auch bei Beziehungsproblemen, Stagnation („ich stagnier´ heut wieder so“?), Angst vor dem Tod, Krankheiten, Naturkatastrophen und Sinnkrisen. Also immer und gegen alles, was so als übles Hindernis auf dem Weg zur Lebensfreude im Weg liegen könnte. Spätestens jetzt fragt man sich natürlich schon, ob hier nicht der Wunsch der Vater des Hilfsangebotes sein könnte.
Im Impressum steht deshalb sicherheitshalber: „Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, […] das gesamte Angebot […] zu löschen“. Warten wir´s ab.

Schau an, denkt sich der Doc, an diesem Werbeobjekt stören mich eigentlich nur der schrottige Schalter, die schwule Farbe und die Worte „Effektive“, „erfolgsorientierte“, „Lösungen“, „positive“, „Bewegung“ sowie „Ihr Leben“ und „bringen“. Das ist die Sprache der Unternehmensberater. Das ist das Lebensziel der Heilpraktiker. Hier kommt beides zusammen. Das Dümmste aus zwei Welten.
Drüber steht „Wegezurlebensfreude.de“, nicht zu verwechseln mit „Lebensfreunde.de“, die sich für die Unversehrtheit von Föten einsetzen. Wer führt mich denn nun den Weg zur Lebensfreude? Anja Morgenroth im schönen München tut das. Nachdem kürzlich ein Mann in der U-Bahn versuchte, mich mit Hypnose glücklich zu machen, bin ich jetzt natürlich neugierig, was die Morgenroth so auf der Pfanne hat. Das liest sich so:
„Deep memory process (Tiefenerinnerung) erlaubt ein Hervorholen von Bildern und Erinnerungen aus tieferen Schichten des Unterbewusstseins. Dieser Prozess findet in einer Tiefenentspannung statt. Der Klient erinnert sich hinterher an alles.“ Mit der Tiefenentspannung kann sie bei mir schonmal punkten. Das Hervorholen von Bildern aus tieferen Schichten ist auch super. Ich habe da so ein uraltes, vermutlich noch aus der Renaissance stammendes Fresko in einem der unteren Verliese meines Unterbewusstseins, das muss ganz großartig sein, ein Gruppenakt bei einem Bacchanal in einem Serail ist, glaub ich, zu sehen, aber ich bin nicht entspannt genug, nochmal da hinzufinden und die vielen auch nicht gerade keuschen Deckerinnerungen abzukratzen. Schön, wenn das Frau Morgenroth für mich über- oder unternimmt. Mit gefällt auch, dass ich mich hinterher an alles erinnere, der Hypnoseheini wollte in dieser Hinsicht nichts garantieren.
Das Bild ist da und schon geht alles Schlag auf Schlag! Knoten werden durchtrennt und Ströme entfesselt: „Gebundene Lebensenergie wird nach Lösen von Blockaden und Verstrickungen frei. Das persönliche Energieniveau erhöht sich spürbar.“ Klar. Denn hinter jedem geretteten Tiefenfresko schlummert ein Geysir der – nennen wir das Kind doch beim Namen – der unbändigen Lust, eine brodelnde Quelle, was sage ich, die Morgenröthe der Lebensenergie. Der Deep memory process klingt wohl nicht zufällig nach einer besonders tief gehenden Fellatiovariante. Sex sells, denkt sich der Tiefenheilpraktiker.
Und wann und wogegen hilft das, Frau Morgenroth?
Gegen Energiedefizite natürlich, aber auch bei Beziehungsproblemen, Stagnation („ich stagnier´ heut wieder so“?), Angst vor dem Tod, Krankheiten, Naturkatastrophen und Sinnkrisen. Also immer und gegen alles, was so als übles Hindernis auf dem Weg zur Lebensfreude im Weg liegen könnte. Spätestens jetzt fragt man sich natürlich schon, ob hier nicht der Wunsch der Vater des Hilfsangebotes sein könnte.
Im Impressum steht deshalb sicherheitshalber: „Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, […] das gesamte Angebot […] zu löschen“. Warten wir´s ab.
Demokratischer Volksgerichtshof
24.08.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Eine Schweizer Initiative will sadistische Psychopathen mit dem Tod bestrafen, falls sie bei Ihrer Untat auch sexuell erregt waren und zur Vergewaltigung schritten. Eine seltsame Idee. Damit wäre beispielsweise Hitler der Todesstrafe im gesunden Volksempfinden der Schweizer Initiative entkommen. Aber um Logik geht es bei sowas eh nicht. Begründet werden muss natürlich trotzdem.
In diesem Fall so:
„Die Initiative ist die Antwort auf alle Verbrechen, die einem Menschen das Leben und dessen Würde durch unvorstellbare und grausame Handlungen entreissen. Die Todesstrafe ist in solchen Fällen eine tragische aber letztendlich logische und konsequente Massnahme. Geben wir den Opfern einen Teil Ihrer Würde zurück und ermöglichen den Hinterbliebenen einen Neuanfang. Schauen Sie nicht weg, schützen Sie präventiv unsere Frauen und Kinder und unterstützen Sie die Initiative.“
Darauf wäre zu antworten: „Die Todesstrafe ist einen Antwort auf grausame Verbrechen, die einem Menschen das Leben durch grausame Handlungen entreisst. Sie ist die konsequente Fortsetzung der grausamen Handlungen, nicht ihr Ende, nicht ihre Sühne. Kein Mensch, auch kein Opfer und kein Täter, kann seine Würde verlieren, aber sein Leben. Die Todesstrafe schützt niemanden vor sadistischen Psychopathen. Aber sie macht uns, die Henkershelfer, zu deren Brüdern im kranken Geiste.“
Und wer hat das warnend vorausgesehen, dass die großartige „direkte Demokratie“ der Volksentscheide sich direkt vom Minarettverbot zur Einführung der Todesstrafe bewegen wird? Ganz genau.
In diesem Fall so:
„Die Initiative ist die Antwort auf alle Verbrechen, die einem Menschen das Leben und dessen Würde durch unvorstellbare und grausame Handlungen entreissen. Die Todesstrafe ist in solchen Fällen eine tragische aber letztendlich logische und konsequente Massnahme. Geben wir den Opfern einen Teil Ihrer Würde zurück und ermöglichen den Hinterbliebenen einen Neuanfang. Schauen Sie nicht weg, schützen Sie präventiv unsere Frauen und Kinder und unterstützen Sie die Initiative.“
Darauf wäre zu antworten: „Die Todesstrafe ist einen Antwort auf grausame Verbrechen, die einem Menschen das Leben durch grausame Handlungen entreisst. Sie ist die konsequente Fortsetzung der grausamen Handlungen, nicht ihr Ende, nicht ihre Sühne. Kein Mensch, auch kein Opfer und kein Täter, kann seine Würde verlieren, aber sein Leben. Die Todesstrafe schützt niemanden vor sadistischen Psychopathen. Aber sie macht uns, die Henkershelfer, zu deren Brüdern im kranken Geiste.“
Und wer hat das warnend vorausgesehen, dass die großartige „direkte Demokratie“ der Volksentscheide sich direkt vom Minarettverbot zur Einführung der Todesstrafe bewegen wird? Ganz genau.
Für die Zeit ist mir die Zeit zu schade
12.07.10 – warnt vor:Nachrichten
Die Recherche des Gerontojournalismus der Zeit geht so: Die Israelis haben da wieder was angestellt. Wer fährt mal runter zu den Opfern in die Türkei zur IHH? Du? Danke. Und frag die hilfsbereiten Türken mal, ob sie wirklich so radikalislamisch von der Hamas ferngesteuert werden.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
Grüß Gott, ich heiße Doktor Vogl und meine Tags sind...
09.07.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Ich war gestern Abend noch bei einer Veranstaltung zum Thema „Enterprise 2.0“. Es ging darum, wie Captain Picard in der zweiten Staffel der Serie den Handel mit den Klingonen durch den gezielten Einsatz von Web 2.0 Tools hätte optimieren können, oder so ähnlich. Bin mir nicht sicher, ob ich alles verstanden habe. Nicht uninteressant jedenfalls. Was mir aber dann doch als bemerkenswert auffiel, war die Eile, mit der die Vorstellungsrunde absolviert wurde. Es hat ja scheints kein Geschäftsmann mehr Zeit für sowas Altmodisches wie sich einander bekannt zu machen. Das muss zackig gehen. Deshalb forderte Jens „2.0“ „zack!“ Schröter, der Initiator der interstellaren Runde, die Teilnehmer auf, sich hastig mit Namen und drei kurzen Tags vorzustellen. Die meisten hielten sich dran. Nur die Dame links von mir wollte Goehring genannt werden, was wohl eher ihr Avatar als ihr Echtname sein dürfte. Beliebte Tags waren beispielsweise „Berater“, „Web 2.0“, „Prozessoptimierung“, „Phasermodulation“ und „Entwicklung von Warpantrieben“ aber auch „Ich“ „hasse“ „Tags“ „fragt mich nicht warum“. Daneben gab es auch Ausreißer, die beispielsweise behaupteten, Ihr Wesen könne mit dem Schlagwort „Familie“ beschrieben werden. Was macht einer, der sich groß „Familie“ auf die Stirn schreibt, Donnerstag abends bis 21 Uhr in einem Businessmeeting? Der Referent schlug für sich als Tag-Wort vor, er sei „leicht zu begeistern“ – so leicht, dass er sich sogar mit Enterprise 2.0 befassen kann, ohne auf der Stelle einzuschlafen? Noch seltsamer war nur die getaggte Auskunft zweier Teilnehmer, sie seien „neugierig“. Eine verschwommene Warnung vielleicht? Aber ich kann mich täuschen.
Wer sich selbst ein Bild von der Sache machen möchte und noch was nachholen muss in Enterprise 2.0-Kunde, der kann sich vertrauensvoll dahin wenden:
http://www.meetup.com/The-Munich-Enterprise-2-0-Group-MUC20/
Wer sich selbst ein Bild von der Sache machen möchte und noch was nachholen muss in Enterprise 2.0-Kunde, der kann sich vertrauensvoll dahin wenden:
http://www.meetup.com/The-Munich-Enterprise-2-0-Group-MUC20/
Raucherentwöhnung
09.07.10 – warnt vor:Menschen zu meidende

Er: „Hör ma, ich muss mit dem Rauchen aufhören, is aber echt schwierig.“
Sie: „Kenn ich, hab selba 10 Jahre geraucht. Versuchs doch mal mit U-Bahn!“
Er: „U-Bahn probier ich seit Monaten. Nutzt garnichts. Die blöde U-Bahn kommt bei mir nicht tief genug. Ich bräuchte was tieferes.“
Sie: „Hypnose! Ich sags nur ungern, aber du brauchst Hypnose. Wenn selbst die U-Bahn nichts hilft.“
Er: „Scheiße, echt? Hypnose? Wird mich das auch genug faszinieren? Ich meine, U-Bahn fasziniert ja schon ein bisschen, so tief unten rummachen, einsteigen, aussteigen, schon eine gute Übung für den Nikotinausstieg, oder?“
Sie: „Das ist nichts gegen Hypnose. Hypnose fasziniert jeden.“
Er: „O.K. Dann also Hypnose. Aber wo?“
Sie: „Natürlich in der Naturheilpraxis Dietrich Jahn, wo sonst?

Die anderen Heilpraktiker sind einfach nicht bunt genug. Und sie gucken nicht so hypnotisch. Schau doch mal auf Jahns Website „aufgehört.de“, da siehst du genau, wie du dich fühlst, wenn du nicht mehr Rauchen musst: Wie ein Junkie, der auf der Flucht vor seinem Dealer im Sprung erschossen wird. Bumm und plötzlich ist das Verlangen weg. Kurzzeittherapie eben.“

Er: „Überzeugt. Zu dem geh ich.“
Revolutiönchen
06.07.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Wussten Sie, dass es eine „Bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts“ gibt, die sich mit „Aufarbeitung“ befasst? Nein? Dann passen Sie mal auf, was die aufarbeitet:
So sah die friedliche Revolution aus: „Die Entmachtung des Ministeriums für Staatssicherheit war ein wesentliches Moment der Friedlichen Revolution 1989/90. Am 4. Dezember 1989 besetzten Erfurter BürgerInnen als erste eine Stasi-Bezirkszentrale und lösten damit eine DDR-weite Welle aus...“ Nachdem also am 9. November die Mauer geöffnet worden war, besetzten die schon einen Monat später die Stasi-Behörden. Eine Revolution ex post sozusagen. Die ganze Stiftung scheint nur einen Zweck zu haben: Eine Revolution zu konstruieren, von der klar ist, es hat sie nie gegeben.
Jeder, der, und sei es unter Zuhilfenahme seiner Finger, bis drei Zählen kann, weiß, weshalb die DDR untergegangen ist: Die Russen haben Ihr die Unterstützung entzogen. Wer also nach einem Grund für den Mauerfall sucht, muss sich fragen, „was hat den Gorbatschow dazu gebracht, so etwas Dummes zu tun?“
Jede mögliche Antwort, die mir darauf einfällt, hat irgendwie mit der BRD zu tun, keine mit dem „Wir sind das“ Volk der DDR, wie die Aufarbeitungsstiftung mich glauben machen will. Das geht aber natürlich nicht, weil die Menschen ja glauben sollen, Sie selbst hätten die Mauer abgerissen und Honecker vertrieben. Mit Kerzen? Und Kirchentagsliedern?
Man braucht einen sehr sehr weiten Begriff von Revolution, um die Flucht in eine Botschaft oder das allmontägliche Verharren vor einer Kirche darunter zu subsumieren. Aber mit ein bisschen Phantasie geht das durchaus. Spätere Generationen von Historikern werden in Tagebüchern der Zonenendzeit wahrscheinlich solche Sätze finden:
Heute morgen aufgestanden. Der Aufstand ist wieder geglückt. Den ganzen Tag Kerzen gerollt für den Sturm auf die Bastille, ne, auf Eppelmanns Kirchenbuffett, sie sollen brennen, die Tyrannen! Symbolisch natürlich, wir sind ja nicht in Frankreich. Den ganzen Tag das Honeckerportrait im Herrgottswinkel ignoriert. Kein Gruß, kein „Rot Front, lieber Herr Genosse Staatsratsvorsitzender!“, nur eisige stumme Feindschaft. Mit der hab ich meine Ehe besiegt, die zwingt auch die DDR in die Knie. Früher oder später. Nach dem Abendbrot heimlich mit dem Bild des Staatsratsvorsitzenden unterm Schlafanzug niedergelegt. Die Niederlage wird er nicht verwinden. Jetzt aber strikte Nachtruhe. Denn: Morgen früh neuer Aufstand. Wir brauchen jeden Mann, der eine Kerze halten kann oder „We shall overcome“ singen oder ins Westfernsehen greinen oder die Christa Wolf ertragen oder sonstwas beitragen zur Destabilisierung des Unrechtsstaates, damit es auch morgen wieder heisst: Wir sind das Volk.
So sah die friedliche Revolution aus: „Die Entmachtung des Ministeriums für Staatssicherheit war ein wesentliches Moment der Friedlichen Revolution 1989/90. Am 4. Dezember 1989 besetzten Erfurter BürgerInnen als erste eine Stasi-Bezirkszentrale und lösten damit eine DDR-weite Welle aus...“ Nachdem also am 9. November die Mauer geöffnet worden war, besetzten die schon einen Monat später die Stasi-Behörden. Eine Revolution ex post sozusagen. Die ganze Stiftung scheint nur einen Zweck zu haben: Eine Revolution zu konstruieren, von der klar ist, es hat sie nie gegeben.
Jeder, der, und sei es unter Zuhilfenahme seiner Finger, bis drei Zählen kann, weiß, weshalb die DDR untergegangen ist: Die Russen haben Ihr die Unterstützung entzogen. Wer also nach einem Grund für den Mauerfall sucht, muss sich fragen, „was hat den Gorbatschow dazu gebracht, so etwas Dummes zu tun?“
Jede mögliche Antwort, die mir darauf einfällt, hat irgendwie mit der BRD zu tun, keine mit dem „Wir sind das“ Volk der DDR, wie die Aufarbeitungsstiftung mich glauben machen will. Das geht aber natürlich nicht, weil die Menschen ja glauben sollen, Sie selbst hätten die Mauer abgerissen und Honecker vertrieben. Mit Kerzen? Und Kirchentagsliedern?
Man braucht einen sehr sehr weiten Begriff von Revolution, um die Flucht in eine Botschaft oder das allmontägliche Verharren vor einer Kirche darunter zu subsumieren. Aber mit ein bisschen Phantasie geht das durchaus. Spätere Generationen von Historikern werden in Tagebüchern der Zonenendzeit wahrscheinlich solche Sätze finden:
Heute morgen aufgestanden. Der Aufstand ist wieder geglückt. Den ganzen Tag Kerzen gerollt für den Sturm auf die Bastille, ne, auf Eppelmanns Kirchenbuffett, sie sollen brennen, die Tyrannen! Symbolisch natürlich, wir sind ja nicht in Frankreich. Den ganzen Tag das Honeckerportrait im Herrgottswinkel ignoriert. Kein Gruß, kein „Rot Front, lieber Herr Genosse Staatsratsvorsitzender!“, nur eisige stumme Feindschaft. Mit der hab ich meine Ehe besiegt, die zwingt auch die DDR in die Knie. Früher oder später. Nach dem Abendbrot heimlich mit dem Bild des Staatsratsvorsitzenden unterm Schlafanzug niedergelegt. Die Niederlage wird er nicht verwinden. Jetzt aber strikte Nachtruhe. Denn: Morgen früh neuer Aufstand. Wir brauchen jeden Mann, der eine Kerze halten kann oder „We shall overcome“ singen oder ins Westfernsehen greinen oder die Christa Wolf ertragen oder sonstwas beitragen zur Destabilisierung des Unrechtsstaates, damit es auch morgen wieder heisst: Wir sind das Volk.
Volksabstimmung
05.07.10 – warnt vor:Nachrichten | Menschen zu meidende
In der SZ kriegt sich ein Herr Käppner garnicht mehr ein vor Glücksgefühlen und demokratischem Furor. Es pocht derart in seinem Herzerl, dass er in der Headline ein Stakkato von vier Ausrufezeichen unterbringt: Wir! sind! das! Volk!
Dann kommt eine Suada von Schmarrn über Gauck vs. Wulff und warum das Volk der Souverän ist. Das erspare ich Ihnen, hier zu wiederholen. Aber dann steht da doch ein kluger Satz, der geht so: „Aber Plebiszite sind ja gar kein Gegensatz zur parlamentarischen Demokratie. Sie sind eine Ergänzung, ein kräftiges, stärkendes Mittel gegen den verbreiteten Verdruss an Politik, Parteien und Parlament.“ Genau so ist es. Plebiszite sind ein Zuckerl, das einer Bevölkerung die Laune zum Mitmachen erhalten soll, die über die Länge der Zeit und die Breite der Enttäuschungen längst gelernt hat, dass zynischsten Spott verbreitet, wer die Wähler irgendwie als Souverän des Landes darstellt. Sowas tropft dem Käppner so ziemlich automatisch aus dem Kopf in die Tasten fürchte ich. Was mir zeigt, der ist nicht ganz dicht.
Gegenprobe. Was würde geschehen, wenn eine Volksabstimmung zur sofortigen, ersatzlosen Abschaffung des Erbrechtes aufgelegt werden würde? 90 % der Bevölkerung würden davon sofort profitieren. Die deutsche Auslandsverschuldung wäre über Nacht getilgt, der Sozialstaat stünde in voller Blüte, die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt wäre zum ersten Mal in der Geschichte geschaffen. Ja, auch Sie, stirnrunzelnder Herr Leser mit den 250.000 per annum würden gewinnen. Was Sie Ihren Kindern hinterlassen, sind nämlich summa summarum und sub specie Gebrüder Aldis betrachtet: Peanuts.
Nur wird es eine solche Volksabstimmung nie geben. Dann wäre das Volk ja der Souverän über seine Interessen. „Gott bewahre!“, schreit halb Davos und der ganze Bundestag, „so weit käm´s noch.“
Dann kommt eine Suada von Schmarrn über Gauck vs. Wulff und warum das Volk der Souverän ist. Das erspare ich Ihnen, hier zu wiederholen. Aber dann steht da doch ein kluger Satz, der geht so: „Aber Plebiszite sind ja gar kein Gegensatz zur parlamentarischen Demokratie. Sie sind eine Ergänzung, ein kräftiges, stärkendes Mittel gegen den verbreiteten Verdruss an Politik, Parteien und Parlament.“ Genau so ist es. Plebiszite sind ein Zuckerl, das einer Bevölkerung die Laune zum Mitmachen erhalten soll, die über die Länge der Zeit und die Breite der Enttäuschungen längst gelernt hat, dass zynischsten Spott verbreitet, wer die Wähler irgendwie als Souverän des Landes darstellt. Sowas tropft dem Käppner so ziemlich automatisch aus dem Kopf in die Tasten fürchte ich. Was mir zeigt, der ist nicht ganz dicht.
Gegenprobe. Was würde geschehen, wenn eine Volksabstimmung zur sofortigen, ersatzlosen Abschaffung des Erbrechtes aufgelegt werden würde? 90 % der Bevölkerung würden davon sofort profitieren. Die deutsche Auslandsverschuldung wäre über Nacht getilgt, der Sozialstaat stünde in voller Blüte, die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt wäre zum ersten Mal in der Geschichte geschaffen. Ja, auch Sie, stirnrunzelnder Herr Leser mit den 250.000 per annum würden gewinnen. Was Sie Ihren Kindern hinterlassen, sind nämlich summa summarum und sub specie Gebrüder Aldis betrachtet: Peanuts.
Nur wird es eine solche Volksabstimmung nie geben. Dann wäre das Volk ja der Souverän über seine Interessen. „Gott bewahre!“, schreit halb Davos und der ganze Bundestag, „so weit käm´s noch.“
Miezen, hergehört!
27.05.10 – warnt vor:Nachrichten
Betreff: "Doktor Vogl, noch schnell teilnehmen und Astronaut werden"
27.05.10 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Wenn Technokraten antworten
17.05.10 – warnt vor:Nachrichten | Menschen zu meidende
Ein Journalist fragt Steve Jobs, was sein neuestes Produkt wohl mit einer „Revolution“, also einer erkämpften Freiheit gemein habe. Schließlich sei das ein von Apple sehr reglementiertes, gar nicht auf Freiheit abzielendes Produkt und seine Bewerbung als revolutionäres Gerät damit eine Frechheit. Er meint die Freiheit der Menschen, zu tun oder zu lassen, was sie wollen.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Jobs antwortet darauf mit Datenschutz, Stromverbrauch und seltsam, seltsam, Freiheit vor Pornographie. Mit den Punkten eins und zwei gibt er zu verstehen, dass er die Frage des Journalisten nicht versteht, der dritte Punkt ist wahrscheinlich in Apples Designabteilung bei einem Meeting für „Clean content“ festgelegt worden: „Hey, diese uncoolen Pornoseiten für uncoole Wichser machen das ganze edle Look&Feel auf dem Touchscreen kaputt. Wir wollen sie nicht auf unseren stylishen, magischen Geräten für cleane Werbetussis haben, o.K.? Steve, kannst Du nicht dieses schlimme, hässliche Pornoflash verbieten lassen? Bitte, bitte.“
Am Ende watscht er den Journalisten ab, der solle sich trollen, schließlich habe er noch nichts Großes geleistet. Lies: „... nichts wie meine tolle iPad-Produktinnovation, Du investigativer Wurm.“
Ich weiß ja nicht, was der Journalist noch so vor hat, aber sollte es in die Richtung seiner Frage gehen, dann wird er für Jobs eine Laterne reservieren können.
Cloud Computing ist nützlich
19.04.10 – warnt vor:Nachrichten
Das FBI ermittelt in Google Docs Accounts. Jetzt weiß ich endlich, wofür Cloud steht: Central information Lounge Operated for Unidentified intelligence services Delight. Also: Wenn alle fleissig mitmachen beim Cloud Computing spart sich das Innenministerium die Kosten für Bundestrojaner.
Was tun mit renitenten Vulkanen?
19.04.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Die Weltweisen und Ihre Lösungsmodelle:
„Wir werden den f*** volcano einkaufen und noch am selben Tag entlassen. Dann kann er auf dem Mond weiterqualmen. Auf diesem Planeten bleibt er arbeitslos.“ Warren Buffet
„Wie ich höre, sind in Guantanamo wieder Zellen frei. Wir sollten diesen glühenden Extremisten waterboarden. Das ist keine Folter, wir nennen es vorsichtig „Löschen“,– manchen macht es richtig Spaß, fragen Sie Cheney.“ George W. Bush
„Ich sage: Schwanz ab, wenn der Chauvi mit seinem riesigen, dunklen Schweif unsere Flughäfinnen penetriert. Wo sind eigentlich die Vulkaninnen?“ Alice Schwarzer
„Auch ein Vulkan ist nicht unfehlbar. Wie er unsere unschuldige Atmosphäre mit seinem Auswurf missbraucht, ist so ungeheuerlich, das hat nicht einmal das zweite Vatikanische Konzil vorhergesehen. Island muss jetzt alles offenlegen, was der Vulkan mit seinem Dreck verdeckt.“ Hans Küng & Eugen Drewermann
„Abscheulich, wie dieser Minderleister mit spätrömischer Dekadenz sein ALG II verraucht. Ich empfehle: Nikotinentzug und ein verpflichtendes Arbeitsangebot, das er nicht ablehnen kann: Auf der Müllverbrennungsanlage.“ Guido Westerwelle
„Ich filme ihn, O.K.? Dann ist er erledigt.“ Wim Wenders
„Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf; und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens, und es ward verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.“ Johannes
„Ich werde ihn ein bisschen anlächeln, vielleicht hört er dann auf. Vielleicht auch nicht. Aber bringt die Kameras mit.“ Dalai Lama
„Oh mein Gott, ich dachte, wir hätten noch mehr Zeit. Bringen Sie mich zum Präsidenten. Wir müssen mit der Airforce One durch das Jurassic Island zum Erdkern vordringen und die Lava auspissen. Ich weiß, das ist ein Himmelfahrtskommando. Nur der Präsident kann es schaffen.“ Jeff Goldblum in „The Volcano No. 1“ von Wolfgang Petersen
„Wir werden den f*** volcano einkaufen und noch am selben Tag entlassen. Dann kann er auf dem Mond weiterqualmen. Auf diesem Planeten bleibt er arbeitslos.“ Warren Buffet
„Wie ich höre, sind in Guantanamo wieder Zellen frei. Wir sollten diesen glühenden Extremisten waterboarden. Das ist keine Folter, wir nennen es vorsichtig „Löschen“,– manchen macht es richtig Spaß, fragen Sie Cheney.“ George W. Bush
„Ich sage: Schwanz ab, wenn der Chauvi mit seinem riesigen, dunklen Schweif unsere Flughäfinnen penetriert. Wo sind eigentlich die Vulkaninnen?“ Alice Schwarzer
„Auch ein Vulkan ist nicht unfehlbar. Wie er unsere unschuldige Atmosphäre mit seinem Auswurf missbraucht, ist so ungeheuerlich, das hat nicht einmal das zweite Vatikanische Konzil vorhergesehen. Island muss jetzt alles offenlegen, was der Vulkan mit seinem Dreck verdeckt.“ Hans Küng & Eugen Drewermann
„Abscheulich, wie dieser Minderleister mit spätrömischer Dekadenz sein ALG II verraucht. Ich empfehle: Nikotinentzug und ein verpflichtendes Arbeitsangebot, das er nicht ablehnen kann: Auf der Müllverbrennungsanlage.“ Guido Westerwelle
„Ich filme ihn, O.K.? Dann ist er erledigt.“ Wim Wenders
„Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf; und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens, und es ward verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.“ Johannes
„Ich werde ihn ein bisschen anlächeln, vielleicht hört er dann auf. Vielleicht auch nicht. Aber bringt die Kameras mit.“ Dalai Lama
„Oh mein Gott, ich dachte, wir hätten noch mehr Zeit. Bringen Sie mich zum Präsidenten. Wir müssen mit der Airforce One durch das Jurassic Island zum Erdkern vordringen und die Lava auspissen. Ich weiß, das ist ein Himmelfahrtskommando. Nur der Präsident kann es schaffen.“ Jeff Goldblum in „The Volcano No. 1“ von Wolfgang Petersen
Tabu?
15.04.10 – warnt vor:Menschen zu meidende | Nachrichten
Unter der Headline „Das israelische Tabu“ stellt Peter Münch in der SZ eine tabulos dumme Frage: „Israels geheime Atomwaffen sind die schwache Flanke von US-Präsident Obama im Kampf gegen Irans Bombe. Warum soll Jerusalem geduldet werden, was Teheran verboten ist?“ Die Antwort ist so schlicht: Weil es Israel sonst bald nicht mehr geben würde. Die Frage auch nur zu stellen impliziert, dass das so schlimm auch wieder nicht wäre. Hauptsache es gibt im Duell Israels gegen die ca. fünfzehn Staaten des Nahen Ostens, die Israel von der Landkarte tilgen wollen, gleiche Waffen auf beiden Seiten. Und dann noch „Israels geheime Atomwaffen“ – verschlagen sind sie auch noch, die Juden, und stellen Ihre A-Bomben nicht öffentlich am Marktplatz aus.
Wenn ein deutscher Journalist zu dem Wort „Tabu“ greift, weiß man, er möchte gern ein bisschen mit den Wölfen heulen und der Welt die Juden erklären, resp. den Juden die Welt. Die kleine hässliche Welt der Antisemiten, in der Juden nichts zu suchen haben.
Wenn ein deutscher Journalist zu dem Wort „Tabu“ greift, weiß man, er möchte gern ein bisschen mit den Wölfen heulen und der Welt die Juden erklären, resp. den Juden die Welt. Die kleine hässliche Welt der Antisemiten, in der Juden nichts zu suchen haben.
Stalin Kachelmann
24.03.10 – warnt vor:Menschen zu meidende | Nachrichten
Ein gescheites Opfer weiß natürlich früher als der Richter, wer ein Täter ist, über den deshalb berichtet werden muss, damit nicht wieder ein riesiges Unheil vertuscht wird, wie damals beispielsweise der Bananen- und Fernreiseentzug während der DDR-Volksfolter unter Walter „Stalin“ Ulbricht. Deshalb schaltet sich mal der sächsische Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in die Causa Kachelmann kritisch ein: „Wie im Ersten ist auch im MDR nicht wegen des Verdachts der Vergewaltigung berichtet worden. Das kritisiert Rundfunkratmitglied Bernd Müller-Kaller, der sächsische Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus.“
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Und wieder ein Peinlichkeitsrekord der SZ. Sie zitiert einen Juristen mit den Worten: „Die Medienberichte "über angeblich verübte Straftaten beeinträchtigen den Beschuldigten stets ausgesprochen erheblich in seinem Persönlichkeitsrecht“ – in der s e c h s t e n Meldung zu diesem angeblichen Verbrechen in zweieinhalb Tagen. Qualitätsjournalismus vom Feinsten.
Ignoriert die Ignoranten
11.03.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Warum muss sich eigentlich alle paar Tage irgendein Journalist zu dem Stammtischgeblöke eines beispielsweise Sarrazin äußern? Kann man das herzlose Geraunze dieser Demenzelite nicht einfach unter den Tisch fallen lassen? Von mit aus auch unter den Tisch treten und dann dort liegen lassen? Nein? Geht nicht? Wären die Zeitungen alle zu dünn, wenn man nicht auch die Indiskutablen diskutieren würde?
Das ist das Schöne an einem Blog. Man muss nichts reinschreiben. Aber man kann. Der ideale Ort zum Totschweigen von tagesaktuellem Megablödsinn, der den Qualitätsjournalismus am Nasenring durch die Deppenarena führt. Allein schon deshalb ist es Unsinn, was Gremliza in der aktuellen Konkret über das „Massaker der totalen Meinungsfreiheit“ in den vielen Internettagebüchern schreibt. Die „Meinungsfreiheit“ ist in den Printmedien doch schon längst massakriert. Peter Hacks sagte sinngemäß: „Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur.“ Da schreiben alle dankbar und von selbst voneinander das Gleiche ab und abends kommt es dann nocheinmal für die Analphabeten in der Tagesschau.
Ich berichte lieber allen Klugen etwas selten Schönes, Wahres und Gutes: Auf der Internetseite Spam publiziert Thomas Gsella alle paar Tage seine Abrechnung mit einer Stadt. In Reimen. Ihre Heimatstadt ist sicher auch bereits dabei. Und das gehört wirklich zum Komischsten und Beglückendsten, was man an Gedichten lesen kann. Tun Sie´s. Ich warne nicht.
Das ist das Schöne an einem Blog. Man muss nichts reinschreiben. Aber man kann. Der ideale Ort zum Totschweigen von tagesaktuellem Megablödsinn, der den Qualitätsjournalismus am Nasenring durch die Deppenarena führt. Allein schon deshalb ist es Unsinn, was Gremliza in der aktuellen Konkret über das „Massaker der totalen Meinungsfreiheit“ in den vielen Internettagebüchern schreibt. Die „Meinungsfreiheit“ ist in den Printmedien doch schon längst massakriert. Peter Hacks sagte sinngemäß: „Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur.“ Da schreiben alle dankbar und von selbst voneinander das Gleiche ab und abends kommt es dann nocheinmal für die Analphabeten in der Tagesschau.
Ich berichte lieber allen Klugen etwas selten Schönes, Wahres und Gutes: Auf der Internetseite Spam publiziert Thomas Gsella alle paar Tage seine Abrechnung mit einer Stadt. In Reimen. Ihre Heimatstadt ist sicher auch bereits dabei. Und das gehört wirklich zum Komischsten und Beglückendsten, was man an Gedichten lesen kann. Tun Sie´s. Ich warne nicht.
Fancy artists in the tyrolean alps
23.02.10 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna | Abgründe des Bergsteigens
Dieter Meier rules
18.02.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
„1972 ließ er beim Kasseler Hauptbahnhof eine Metalltafel einbetonieren und mit der Aufschrift versehen: "Am 23. März 1994 von 15.00-16.00 Uhr wird Dieter Meier auf dieser Platte stehen", was dann auch tatsächlich geschah.“
Ein Schweizer hält Wort. Dieter Meier ist wahrscheinlich das Beste, was je eine schweizer Bankiersfamilie hervorgebracht hat. Können die Alpenbanker nicht einfach alle „Konzeptkünstler“ und „Individual-Anarchisten“ werden? Jetzt wissen sie doch, wie´s geht. Und wir hätten ein paar Menschen weniger, die wir meiden müssen.
Ausserdem kann Herr Meier das:
Ein Schweizer hält Wort. Dieter Meier ist wahrscheinlich das Beste, was je eine schweizer Bankiersfamilie hervorgebracht hat. Können die Alpenbanker nicht einfach alle „Konzeptkünstler“ und „Individual-Anarchisten“ werden? Jetzt wissen sie doch, wie´s geht. Und wir hätten ein paar Menschen weniger, die wir meiden müssen.
Ausserdem kann Herr Meier das:
Deutschland diskutiert:
16.02.10 – warnt vor:Nachrichten
„Sind Hartz-IV-Empfänger wirklich so arm?“ So fragt augenzwinkernd die Bild am Faschingsdienstag. Zum Fasching mal was Munteres titeln, dachte sich der Diekmann. „Sooo schlecht geht´s denen ja wohl auch nicht, wenn sie sich noch unser Titten- und Deutschlandmagazin leisten können. Hehe.“
Gegenfrage: „Deutschland diskutiert: Sind Milliardäre wirklich so reich?“ Jetzt mal nur nicht gleich in die Neidfalle tappen. Kommt doch auf den Standpunkt an, oder? Sollte sich mithilfe der Bildzeitung ein Doppelkonsens ausdiskutieren lassen, der besagt, Milliardäre seine nur so lala ein wenig ziemlich reich, aber Hartz-IV-Empfänger nun halt sahelzonenvergleichsmäßig schon noch ganz schön im grünen Bereich, dann könnten die Empfänger den Milliardären vielleicht ein kleinwenig Geldes abgeben, damit die Gesamtbilanz wieder stimmt. Deutlicher stolzer Reichtum hier – mitleidheischende Bettelarmut da.
Gegenfrage: „Deutschland diskutiert: Sind Milliardäre wirklich so reich?“ Jetzt mal nur nicht gleich in die Neidfalle tappen. Kommt doch auf den Standpunkt an, oder? Sollte sich mithilfe der Bildzeitung ein Doppelkonsens ausdiskutieren lassen, der besagt, Milliardäre seine nur so lala ein wenig ziemlich reich, aber Hartz-IV-Empfänger nun halt sahelzonenvergleichsmäßig schon noch ganz schön im grünen Bereich, dann könnten die Empfänger den Milliardären vielleicht ein kleinwenig Geldes abgeben, damit die Gesamtbilanz wieder stimmt. Deutlicher stolzer Reichtum hier – mitleidheischende Bettelarmut da.
Heute schon gegruselt?
07.02.10 – warnt vor:Menschen zu meidende | Bedrohungen allenthalben
Frank T. Zumbachs Mysterious World ist eine kurzweilige Geisterbahn für alle, die ihren Kunstgenuss an den abgenagten Fingernägeln und elektrisierten Frisuren erkennen. Aber Vorsicht:
„Spaziert im Walde nicht der Clown Barsaq?
Schminkt er die Birkenrinde nicht mit flammend Rot?
Schlägt nicht mit flinken Pinselstrichen er gleich tot
der Sonntagsausflügler versturtes Pack?“
Nur lustig ist der Wonnegrusel auch nicht gemeint.
Welcome to his Nightmares
„Spaziert im Walde nicht der Clown Barsaq?
Schminkt er die Birkenrinde nicht mit flammend Rot?
Schlägt nicht mit flinken Pinselstrichen er gleich tot
der Sonntagsausflügler versturtes Pack?“
Nur lustig ist der Wonnegrusel auch nicht gemeint.
Welcome to his Nightmares
Kinder am Bau
21.01.10 – warnt vor:Menschen zu meidende
Gefährliche Zahlen – charmante Wissenschaft
13.01.10 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Wenn man in Georg Wagners „Einführung in die Erd- und Landschaftsgeschichte“ von 1931 im Vorwort nur immer die ersten Sätze der Absätze liest, wird einem der Wagner auf seltsame Weise sympathisch:
„Seit zwei Jahrzehnten stehe ich immer wieder vor der schönen Aufgabe, andere in die Geheimnisse der Erd- und Landschaftsgeschichte einzuführen. […]
Nun lernt man gerade diese Wissenschaft am allerwenigsten aus Büchern. […]
Aus demselben Grund ist das Buch auch reich mit Bildern ausgestattet. […]
Das Buch bringt auch viele Zahlen. […]
Es ist unmöglich, bei dem weit umfassenden Arbeitsfeld überall Fachmann zu sein, […]
Den Nichtfachmann muss man besonders darauf hinweisen, daß einen so junge Wissenschaft noch nicht am Ziel ist. […]
Das Werk ist bestimmt für alle, die ihre Heimat näher kennenlernen möchten. […]
Möge das Werk der Geologie neue Freunde gewinnen und uns inniger verwurzeln mit unserer Heimat, der Quelle unserer Kraft. Glück auf!“
Was für ein kluger, bescheidener Mensch. Der klassisch-schöne Satz „das Buch bringt auch viele Zahlen“ sollte m. E. verpflichtend sein für jede naturwissenschaftliche Veröffentlichung – die Warnung ist einfach zu putzig.
„Seit zwei Jahrzehnten stehe ich immer wieder vor der schönen Aufgabe, andere in die Geheimnisse der Erd- und Landschaftsgeschichte einzuführen. […]
Nun lernt man gerade diese Wissenschaft am allerwenigsten aus Büchern. […]
Aus demselben Grund ist das Buch auch reich mit Bildern ausgestattet. […]
Das Buch bringt auch viele Zahlen. […]
Es ist unmöglich, bei dem weit umfassenden Arbeitsfeld überall Fachmann zu sein, […]
Den Nichtfachmann muss man besonders darauf hinweisen, daß einen so junge Wissenschaft noch nicht am Ziel ist. […]
Das Werk ist bestimmt für alle, die ihre Heimat näher kennenlernen möchten. […]
Möge das Werk der Geologie neue Freunde gewinnen und uns inniger verwurzeln mit unserer Heimat, der Quelle unserer Kraft. Glück auf!“
Was für ein kluger, bescheidener Mensch. Der klassisch-schöne Satz „das Buch bringt auch viele Zahlen“ sollte m. E. verpflichtend sein für jede naturwissenschaftliche Veröffentlichung – die Warnung ist einfach zu putzig.
Schweinegrippchen
16.12.09 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna | Nachrichten
Hamburger Abendblatt 14. August 2003:
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
Committee to Protect Journalists
10.12.09 – warnt vor:Nachrichten
In der Telepolis lese ich (http://www.heise.de/tp/blogs/6/146718), immer mehr freie Journalisten weltweit werden inhaftiert, vor allem Blogger. Glücklicherweise gibt es ein Committee to Protect Journalists (CPJ), dessen Chef etwas konstatiert:
CPJ-Chef Joel Simon konstatiert eine neue Gefährdungslage, die auf viele Freelancer aktuell zutreffe:
"Der Aufsteig des Online-Journalismus hat zwar die Tür für eine neue Generation von Reporten aufgestoßen, aber er bedeutet auch, dass sie Gefahren mehr ausgesetzt sind.“
Wenn Sie dann wieder freigelassen werden, schreiben die Verhafteten vermutlich sowas in Ihre investigativen Blogs:
Ich bin einer aus der neuen Generation von Reporten, denen der Online-Journalismus die Tür aufgestossen hat. Schreibe als Freelancer Blog. Nach meinem Aufsteig las mich Geheimpolizei. Plötzlich traf diese Gefährdungslage, von mir gleich konstatiert, auf mich zu, klingelte an der Tür und führte mich ab …
Das würde ich als chinesischer Apparatschik auch nicht wollen, dass ein Blogger meine geheimsten politischen Pläne aufdeckt und dann in so einer verhunzten Sprache publiziert. Gleichwohl ein Tipp an die „Machthaber“ in aller Welt: Es ist viel billiger ein Lektorat zu bezahlen, als ein Gefängnis. Holen Sie ein Angebot ein beim Dr. Vogl.
CPJ-Chef Joel Simon konstatiert eine neue Gefährdungslage, die auf viele Freelancer aktuell zutreffe:
"Der Aufsteig des Online-Journalismus hat zwar die Tür für eine neue Generation von Reporten aufgestoßen, aber er bedeutet auch, dass sie Gefahren mehr ausgesetzt sind.“
Wenn Sie dann wieder freigelassen werden, schreiben die Verhafteten vermutlich sowas in Ihre investigativen Blogs:
Ich bin einer aus der neuen Generation von Reporten, denen der Online-Journalismus die Tür aufgestossen hat. Schreibe als Freelancer Blog. Nach meinem Aufsteig las mich Geheimpolizei. Plötzlich traf diese Gefährdungslage, von mir gleich konstatiert, auf mich zu, klingelte an der Tür und führte mich ab …
Das würde ich als chinesischer Apparatschik auch nicht wollen, dass ein Blogger meine geheimsten politischen Pläne aufdeckt und dann in so einer verhunzten Sprache publiziert. Gleichwohl ein Tipp an die „Machthaber“ in aller Welt: Es ist viel billiger ein Lektorat zu bezahlen, als ein Gefängnis. Holen Sie ein Angebot ein beim Dr. Vogl.
Mantra
08.12.09 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna | Nachrichten
Der Kapitalismus hat ein Mantra. Es existiert in vielen Varianten, die alle so enden: „… muss sich lohnen.“ Was anstelle der drei Pünktchen steht, ist gleichgültig. Das Mantra gilt immer. Man könnte auch sagen, alles hat einen Zweck im Kapitalismus. Und zwar alles denselben. So spannend, bunt und individuell ist der freie Markt. Von der Wohnung, über die Frühstückssemmel, die Arbeit, das Buch am Abend bis zu Freizeitaktivitäten und Intimbeziehungen. Lohnen muss es sich. Wofür die Dinge früher einmal da waren, Semmeln, die gut schmecken und dabei satt machen, Wohnungen, die Lebensraum und Wärme schenken – alle diese Zwecke sind dem Mantra untergeordnet. Sie werden zu Nebensachen. Lohnt sich die Semmel nicht, wird sie nicht hergestellt. Das Zweckmäßige fällt halt so nebenher ab, beim Profit machen. Oder auch nicht. Wie schwachsinnig dieses Monozweckwesen ist, wird aufs Grellste deutlich in der Headline „Klimaschutz muss sich lohnen“. Welche Zwecke verfolgte gleich wieder der Klimaschutz? Ach ja, das Ansteigen der Meere sollte verhindert werden, das Ozonloch auch und überhaupt die komplette Verwüstung großer Landstriche in den wärmeren Ländern. Wenn eine Katastrophe abgewehrt werden muss, kann da der Profit bitte einmal ganz kurz schweigen? Nur so kurz, bis in dem ein oder anderen Journalistengehirn sich vielleicht aus der Stille die Frage erhebt: Wer muss den Klimaschutz bezahlen? Eventuell die, die von der Verursachung der Katastrophe zwei Jahrhunderte lang profitiert haben?
Die große Schmähung der Wurstfabrik
27.11.09 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Magnus Klaue holt in der Konkret weit aus („Der Text ist Wurst“,
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=dertextistwurst&jahr=2009&mon=12
und haut der Textguerilla auf den Kopf, dass die sich verwundert die Augen reiben: Was will der denn von uns? (http://www.textguerilla.de/2009/11/26/ich-bin-dann-mal-wurst-machen/) „Die Mitglieder der "Protextbewegung" wollen der Sprache nicht nur den letzten Rest an Geist austreiben, sondern sich dafür auch noch gut bezahlen lassen.“ Das schreibt er und glaubt am Ende dran.
Herr Klaue, es ist viel eher so: In der Produktionskette stehen vorne die Arbeiter am Band und stellen Autos her, die keiner braucht. Hinten in der gleichen Kette sitzen Texter am Schreibtisch und helfen mit, das überflüssige Zeug zu verkaufen. Wenn Sie sich also darüber freuen, dass die Arbeiter und Angestellten in Betriebsräten und Gewerkschaften für stabile Löhne kämpfen, dann sollten sie ähnliche Versuche der zumeist freischaffenden Texter doch auch goutieren können? Um mehr geht es nicht. Ich werde der Sprache kein Leid antun. Dem Geist auch nicht. Versprochen. Rotfront, Genosse.
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=dertextistwurst&jahr=2009&mon=12
und haut der Textguerilla auf den Kopf, dass die sich verwundert die Augen reiben: Was will der denn von uns? (http://www.textguerilla.de/2009/11/26/ich-bin-dann-mal-wurst-machen/) „Die Mitglieder der "Protextbewegung" wollen der Sprache nicht nur den letzten Rest an Geist austreiben, sondern sich dafür auch noch gut bezahlen lassen.“ Das schreibt er und glaubt am Ende dran.
Herr Klaue, es ist viel eher so: In der Produktionskette stehen vorne die Arbeiter am Band und stellen Autos her, die keiner braucht. Hinten in der gleichen Kette sitzen Texter am Schreibtisch und helfen mit, das überflüssige Zeug zu verkaufen. Wenn Sie sich also darüber freuen, dass die Arbeiter und Angestellten in Betriebsräten und Gewerkschaften für stabile Löhne kämpfen, dann sollten sie ähnliche Versuche der zumeist freischaffenden Texter doch auch goutieren können? Um mehr geht es nicht. Ich werde der Sprache kein Leid antun. Dem Geist auch nicht. Versprochen. Rotfront, Genosse.
Morbus Novartis?
09.11.09 – warnt vor:Gefahren in Flora und Fauna
Wenn man ein paar Seiten von Schweinegrippenimpfgegnern liest und dann wieder ein paar "redaktionelle Beiträge", in denen ein Dutzend Verbandsfunktionäre mit Dr. med. vorm Namen die Impfung befürwortet, dann kippt man irgendwann im Stuhl gegen die Lehne, schließt die Augen, stöhnt leise und hat die ganze Diskussion dick. Das einzige, was mich daran noch interessiert, ist, ob mit so einer gut platzierten Hysterie vielleicht die Pharmaindustrie in Zukunft den Absatz ihrer Produkte selbst kontrollieren kann. Ist so ein Public-Relations-Coup wiederholbar?
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Täglich Sex Minuten Deutschland
06.11.09 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Eine Expertin für deutsche Verhältnisse und wie man Ihnen mit Fassung begegnet schreibt hier:
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
http://www.catinnovations.wordpress.com
Ich warne nicht.
Hängt ihn ab?
03.11.09 – warnt vor:Nachrichten | Menschen zu meidende
Es gibt einen Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der hat entschieden, dass ein Kruzifix im Klassenzimmer eine Menschenrechtsverletzung darstellt. Denn: "Die Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche besonderen Schutz. Es sei nicht zu erkennen, wie das Zeigen eines "Symbols, das vernünftigerweise mit dem Katholizismus verbunden werden kann", dem für eine demokratische Gesellschaft wesentlichen Bildungspluralismus dienen könne." (SZ heute)
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Der italienische Innen-Staatssekretär Alfredo Mantovano fragt daraufhin entrüstet, ob denn nun auch der Mailänder Dom abgerissen werden müsse. Ich würde sagen nein, solange keiner versucht, ihn in einem Klassenzimmer aufzustellen.
Vorsicht Grenzwerte
05.08.08 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben | Nachrichten
Die Wahrheit
21.07.08 – warnt vor:Abgründe des Bergsteigens
Tiergartenquelle
18.06.08 – warnt vor:Menschen zu meidende
Werbung, die fasziniert
19.05.08 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Der Zauber treffender Namen
27.02.08 – warnt vor:Nachrichten | Menschen zu meidende
Es ist schon fast gespenstisch schön, den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes mit dem Namen „Dr. Papier“ bezeichnet zu lesen. Nomen = Omen: 106 Seiten hatte das heutige Urteil, das erfreulicher Weise dem Schäuble ein paar Reissnägel auf den Weg in den Abgrund streut. Wäre die Welt überall in dieser prästabilierten Harmonie eingerichtet, müsste ich womöglich „Dr. Schreibe“, „Dr. Sorge“ oder „Doc Tor“ heissen, wer weiß.
Vorsicht Ärzte!
30.01.08 – warnt vor:Menschen zu meidende | Bedrohungen allenthalben
Fachsprachen sind nie schön und auch niemals besonders einfühlsam. Sie richten sich die Dinge so her, dass sich die Eingeweihten rasch, andere aber gar nicht mehr unterhalten können. Wer dabei steht, wundert sich, zum Beispiel bei Ärzten, über kauzige Wendungen wie „manisch-läppisches Faseln“ oder die bereits etwas breiter bekannte „senile Bettflucht“.
Manchmal gehen den Ärzten aber regelrecht die Zügel durch vor Entzücken, wenn Sie besonders aufregende Phänomene in ihrem Idiom ausdrücken dürfen. So las ich vor kurzem von einem „fulminanten Leberversagen“, das mir bereits etwas obszön vorkam, in der offenen Begeisterung für die seltene Krankheit. Mein Duden gibt mir diese Synonyme für „fulminant“: berauschend, brillant, grandios, großartig, hinreißend, imposant, mitreißend, überwältigend, umwerfend; (ugs.): [echt] bombig, famos, fantastisch; (oft scherzh.): göttlich.
Der Facharzt auf der Notaufnahme: „Mensch, Müller, Sie bringen uns da ja ein famoses Leberversagen mit. Sagen Sie nichts, wir müssen vielleicht erstmal sehen, wie wir sie wieder aus dem Koma kriegen, was? Aber ehrlich, Respekt, so einen imposanten totalen Leberausfall hatten wir hier Jahre nicht mehr. Einfach göttlich, Müller. Oh Mann, ihren Zusammenbruch erzähl ich gleich dem Chef, der kriegt sich nicht mehr ein.“
Manchmal gehen den Ärzten aber regelrecht die Zügel durch vor Entzücken, wenn Sie besonders aufregende Phänomene in ihrem Idiom ausdrücken dürfen. So las ich vor kurzem von einem „fulminanten Leberversagen“, das mir bereits etwas obszön vorkam, in der offenen Begeisterung für die seltene Krankheit. Mein Duden gibt mir diese Synonyme für „fulminant“: berauschend, brillant, grandios, großartig, hinreißend, imposant, mitreißend, überwältigend, umwerfend; (ugs.): [echt] bombig, famos, fantastisch; (oft scherzh.): göttlich.
Der Facharzt auf der Notaufnahme: „Mensch, Müller, Sie bringen uns da ja ein famoses Leberversagen mit. Sagen Sie nichts, wir müssen vielleicht erstmal sehen, wie wir sie wieder aus dem Koma kriegen, was? Aber ehrlich, Respekt, so einen imposanten totalen Leberausfall hatten wir hier Jahre nicht mehr. Einfach göttlich, Müller. Oh Mann, ihren Zusammenbruch erzähl ich gleich dem Chef, der kriegt sich nicht mehr ein.“
Doc Vogl antwortet: Klärende Worte zu einigen unbeantwortet gebliebenen Fragen des Homöopathieopas Samuel Hahnemann.
21.11.07 – warnt vor:Menschen zu meidende | Gefahren in Flora und Fauna

Der Urgroßvater der Minimaldosierung erlebte die Antworten auf diese Fragen nicht mehr. Doch das lässt sich nachholen:
„Hat wohl die purgierende Strauchkugelblume etwas mit der unkräftigen Statice in der Familie Aggregatae gemein?“
Doc Vogl sagt: Nein.
„Läßt sich von der Zuckerwurzel etwas ähnliches als von der Wurzel der giftigen Nebendolde oder des Giftwütherichs erwarten, weil sie zusammen in der Schirmfamilie stehen?“
Natürlich nicht.
„Hat wohl (in der Familie hederaceae) der gar nicht unschuldige Ewigepheu mehr Aehnlichkeit mit der Edelweinrebe als etwa im äussern Wuchse?“
Wohl kaum.
„Läßt sich vom Klebmeyer etwas ähnliches als von der oft tödlichen Spigelia marylandica erwarten, weil sie beide unter den Stellatae stehen?“
Das würde kein vernünftiger Mensch behaupten.
„Welche Aehnlichkeit der Wirkung findet man zwischen der Melone und der Eselspringgurke aus derselben Familie Cucurbitaceae?“
Keine, Samuel, wirklich keine.
„Und nun in der Familie Solanaceae, wie paaret sich die schmacklose Königskerze mit der brennenden Sommerbeißbeere oder der die ersten Wege krampfende Tabak mit den die natürlichen Bewegungen des Darmkanals hemmenden Krähenaugen?
Sicherlich nur ungern.
„Wirkt der wässerige Pfennigweiderich der Fieberkleeblume ähnlich, oder die unkräftige Primelschlüsselblume dem drastischen Erdscheibeschweinsbrode in der Familie Rotaceae?
Das zarte Primelchen und der drastische Erdscheibeschweinsbrode? Niemals!
„Läßt sich von den Eigenschaften der die Harnwege stärkenden Sandbeerbärentraube auf die des erhitzend betäubenden Schneerosegichtstrauchs in der Familie Bicornes schließen?“
Das wäre mir neu.
„Ist in den Verticillatae die kaum etwas adstringirende Gottheilbraunelle und der unschuldige Kukukgünsel mit dem ätherischen Katzengamander oder dem feurigen Kreterdost nur in irgend einem Betrachte zu vergleichen?“
Ach wo.
„Wie weit entfernt sich die Glycyrrhiza von der Geoffroya in der Wirkung, obgleich in derselben Familie Papilionaceae?“
Lichtjahre. Mindestens.
„Den Filipendelwedel und die Rothheiltormentille vereinigt die Familie Senticosae und doch, wie unähnlich an Eigenschaften?“
Sehr unähnlich, Samuel, sehr unähnlich, haben wirs dann bald?
„Der Johannisbeerribes und die Lorberkirsche, der Vogelbeerspierling und die Pfirschmandel, wie ungleich an Kräften, und doch in derselben Familie Pomaceae! – Die Familie Succulentae vereinigt die Mauerpfefferfetthenne und den Gemüßportulak, gewiß nicht wegen ähnlicher Wirkungen! – Wie kömmt der Storchschnabel mit dem Purgirlein, der Sauerkleelujel mit der Bitterquassie in eine und dieselbe Familie?“
Hm, die Natur ist halt sonderbar, oder?
„doch nicht wegen Aehnlichkeit der Kräfte?“
Natürlich nicht. – Wars das dann?
„Wie ungleichartig an Arzneikraft sind alle die Glieder der Familie Ascyroideae! – und die der Dumosae! – und die der Trihilatae!“
Ja ja, Du altes Grübelköpfchen, jetzt gib halt einmal
„in der Familie Tricoccae, was hat da die fressende Euphorbienwolfsmilch mit dem für die Nerven nicht gleichgültigen Buchsbaum für Gemeinschaft? – Das unschmackhafte Glattbruchkraut, die scharfe Kermesphytolacke, der erquickende Ambergänsefuß und der brennende Wasserpfefferknöterich,“
Keine Gemeinschaft, wirkllich keine, aber jetzt ist es dann gut, ja?
„ wie ungleich wirkend sind die Scabridae! – Was soll die blos schleimig milde Weißlilie neben dem Knoblauch oder die Meerzwiebel, was der Eßspargel neben der giftigen Weißnieswurzel in der Familie Liliaceae?“
Stop.
Samuel, Samuel,– das staunende Sich-Wundern ist der Anfang der Wissenschaft. Bei manchen aber auch ihr Ende.
(http://www.mickler.de/journal/versuch-prinzip-1.htm)
Wo Protestantenherzen brennen
17.10.07 – warnt vor:Menschen zu meidende
Die ev. Akademie in Loccum verzeichnet eine Veranstaltung mit dem Titel „Brannte nicht unser Herz…“. Kurz drübergelesen wird mir klar: Es geht um spirituelle Medizin gegen Sinnmangel.
Der Beipackzettel beginnt mit diesem Satz: „Spiritualität gilt als gesellschaftlicher Megatrend - Das Wort ist zu einer Chiffre für Sehnsüchte unserer Zeit geworden.“
Und er endet damit: „Die Leitfrage für die gesamte Tagung wird sein, wie evangelische Spiritualität heutigen Sinnsuchern begegnen kann. Der Religionssoziologe Prof. Dr. Knoblauch wird die vielfältige Spiritualitätsbewegung als gesellschaftliches Phänomen analysieren. Der Theologe Dr. Michael Nüchtern wird sein Konzept einer evangelischen Spiritualität zur Diskussion stellen.“
So kenne ich die Protestanten. Zuerst locken sie mich, mit meinem vor Sehnsucht brennenden Herzen doch mal bei ihnen vorbei zu schauen, was ich auch möchte, voll der Hoffnung, es gebe dort eventuell ein wenig spirituellen Balsam auf meine vom Suchen nach Sinn wund gelaufenen Füße; am Ende vertreiben Sie mich dann aber regelmäßig mit dem Knoblauch ihrer Analysen und halten sich nüchtern an Konzepten fest. Und das geht ja auch viel besser ohne den Doktor Vogl.
Der Beipackzettel beginnt mit diesem Satz: „Spiritualität gilt als gesellschaftlicher Megatrend - Das Wort ist zu einer Chiffre für Sehnsüchte unserer Zeit geworden.“
Und er endet damit: „Die Leitfrage für die gesamte Tagung wird sein, wie evangelische Spiritualität heutigen Sinnsuchern begegnen kann. Der Religionssoziologe Prof. Dr. Knoblauch wird die vielfältige Spiritualitätsbewegung als gesellschaftliches Phänomen analysieren. Der Theologe Dr. Michael Nüchtern wird sein Konzept einer evangelischen Spiritualität zur Diskussion stellen.“
So kenne ich die Protestanten. Zuerst locken sie mich, mit meinem vor Sehnsucht brennenden Herzen doch mal bei ihnen vorbei zu schauen, was ich auch möchte, voll der Hoffnung, es gebe dort eventuell ein wenig spirituellen Balsam auf meine vom Suchen nach Sinn wund gelaufenen Füße; am Ende vertreiben Sie mich dann aber regelmäßig mit dem Knoblauch ihrer Analysen und halten sich nüchtern an Konzepten fest. Und das geht ja auch viel besser ohne den Doktor Vogl.
Botschaften aus dem Jenseits des Spamfilters
27.09.07 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Heute morgen bei einem gewohnt kargen Frühstück aus annähernd versteinerten Brotresten, die ich in abgestandenes Leitungswasser tunkte, fragte ich mich – nicht zum ersten Mal – wer mir wohl helfen kann, angesichts des Vorhandensein der Rechnung in der Bank, dennoch meine Traume zu zwingen, mich, bekommend das monatliche Gehalt, das das Internet einwirkt, zu verwirklichen? Wieder und wieder diese bohrend existentielle Frage und heute überraschend die Antwort. Endlich sorgt sich jemand um mein Blühen! Und die Lage ist einfach. Danke LifeProfit Inc.:
Betreff: LifeProfit Inc.
LifeProfit Inc. kann Ihnen helfen, Ihre Traume zu zwingen, sich, bekommend das monatliche Gehalt, das das Internet einwirkt, zu verwirklichen. Um mit LifeProfit Inc. zu arbeiten, brauchen: • Ein Bürger Deutschlands zu sein • das Vorhandensein der Rechnung in der Bank • die Vereinigung des Computers zum Internet • ist ein wenig es Ihre freie Zeit Wie es arbeitet: Arbeitend für uns wie die Bezahlung, Die den Manager bearbeitet, werden Sie Teil Aus der neuen Tendenz im weltumfassenden Banksystem. Die Pflichten Die Lage ist einfach, und das Einkommen hangt nur von Ihren Bemühungen ab. Sie Sollen - die Zahlungen der Sendung zwischen unseren Kunden, die Ihr Interesse von jeder Operation bekommen, machen. Hauptsachlich werden es 5 %, mit jeder Sendung, die Ihr Interesse züchten wird. Unsere Kunden bekommen 1000 EURO zu 20000. LifeProfit Inc. sorgt sich um Ihr Blühen. Machen Sie Ihr Leben besser zusammen mit der LifeProfit Inc.!
Betreff: LifeProfit Inc.
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Schäuble
08.09.07 – warnt vor:Menschen zu meidende
Bitte meiden Sie Wolfgang Schäuble.
Eine fachliche Auskunft von einem, der es wissen muss: Warnen kann jeder. Aber es gibt gute und schlechte Sicherheitsexperten. Gute Sicherheitsexperten warnen unverbindlich vor drohenden Gefahren, Irrtümern und Personen. Schlechte Sicherheitsexperten denken den ganzen Tag darüber nach, wer alles die Welt verlassen müsste, damit sie sich endlich sicher fühlen und wollen das dann in Gesetzestexten festschreiben. Hören sie nicht auf diese todesverliebten Angstnarren. Hören Sie auf Doc Vogls ermutigende und wohldurchdachte Hinweise.
So warnen Sie Schäuble fernmündlich:
- Schäuble.
- Doktor Vogl.
- Wer?
- Doktor Vogl, aus München.
- Sind Sie der aus der Reha-Klinik?
- Nein, vor Reha-Kliniken muss ich warnen. Sie warnen ja auch gern. Deshalb wollte ich Sie etwas fragen.
- Ich habe nicht viel Zeit.
- Ich mache es kurz: 100 Menschen im gekidnappten Flieger, 120 im angeflogenen Bürohaus - abschiessen?
- Bitte? Was meinen Sie?
- 120 Menschen werden durch ein mit 100 Menschen besetztes Flugzeug bedroht. So ein 9/11-Ding eben. Holen Sie den Flieger runter? Sicherheitshalber, mein ich.
- Das kommt auf den Einzelfall an.
- Das ist ein Einzelfall.
- Man müsste genau abwägen, ob hier die Verhältnismäßigkeit
- Aber Sie retten doch mehr als sie in den Tod schicken, ein verhältnismäßig guter Deal?
- Das kann man nicht so pauschal
- Ich helfe ihnen: Wir nummerieren einfach die Bevölkerung durch. Alle. Die bekommen so kleine Chips, wie die Jeans jetzt bei Karstadt. Da steht ihre persönliche Wertziffer drauf. Also Männer 5, Frauen vielleicht 4, so wie ich sie kenne, Bundesminister 50, Al Kaida-Verdächtige 0. Wenn dann ein – wir brauchen ein emotional neutrales Fachwort – sagen wir: Bedrohungscluster auf einen Bedrohtencluster trifft, genügt eine einfache Subtraktions-Rechnung und die Entscheidung ist da: Ergebnis über Null: abschiessen. Unter Null: Auslandseinsatz der Bundeswehr für Vergeltung einleiten.
- Hm.
- Hm ja oder hm nein?
- Ihr Gespräch ist vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber Ich werde darüber nachdenken.
- Tun sie das lieber nicht.
Eine fachliche Auskunft von einem, der es wissen muss: Warnen kann jeder. Aber es gibt gute und schlechte Sicherheitsexperten. Gute Sicherheitsexperten warnen unverbindlich vor drohenden Gefahren, Irrtümern und Personen. Schlechte Sicherheitsexperten denken den ganzen Tag darüber nach, wer alles die Welt verlassen müsste, damit sie sich endlich sicher fühlen und wollen das dann in Gesetzestexten festschreiben. Hören sie nicht auf diese todesverliebten Angstnarren. Hören Sie auf Doc Vogls ermutigende und wohldurchdachte Hinweise.
So warnen Sie Schäuble fernmündlich:
- Schäuble.
- Doktor Vogl.
- Wer?
- Doktor Vogl, aus München.
- Sind Sie der aus der Reha-Klinik?
- Nein, vor Reha-Kliniken muss ich warnen. Sie warnen ja auch gern. Deshalb wollte ich Sie etwas fragen.
- Ich habe nicht viel Zeit.
- Ich mache es kurz: 100 Menschen im gekidnappten Flieger, 120 im angeflogenen Bürohaus - abschiessen?
- Bitte? Was meinen Sie?
- 120 Menschen werden durch ein mit 100 Menschen besetztes Flugzeug bedroht. So ein 9/11-Ding eben. Holen Sie den Flieger runter? Sicherheitshalber, mein ich.
- Das kommt auf den Einzelfall an.
- Das ist ein Einzelfall.
- Man müsste genau abwägen, ob hier die Verhältnismäßigkeit
- Aber Sie retten doch mehr als sie in den Tod schicken, ein verhältnismäßig guter Deal?
- Das kann man nicht so pauschal
- Ich helfe ihnen: Wir nummerieren einfach die Bevölkerung durch. Alle. Die bekommen so kleine Chips, wie die Jeans jetzt bei Karstadt. Da steht ihre persönliche Wertziffer drauf. Also Männer 5, Frauen vielleicht 4, so wie ich sie kenne, Bundesminister 50, Al Kaida-Verdächtige 0. Wenn dann ein – wir brauchen ein emotional neutrales Fachwort – sagen wir: Bedrohungscluster auf einen Bedrohtencluster trifft, genügt eine einfache Subtraktions-Rechnung und die Entscheidung ist da: Ergebnis über Null: abschiessen. Unter Null: Auslandseinsatz der Bundeswehr für Vergeltung einleiten.
- Hm.
- Hm ja oder hm nein?
- Ihr Gespräch ist vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber Ich werde darüber nachdenken.
- Tun sie das lieber nicht.




