Entlarvte

versichern heißt versaufen

Hamburg-Mannheimer ist ein verschnarchter Markenname, ERGO suchen wir uns einen neuen, dachte sich die Münchner Rück. Nutzt halt alles nichts, wenn dann herauskommt, was mit den Versicherungsprämien so alles querfinanziert wird.

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Warum die deutsche Außenpolitik dumm, aber nicht unerklärlich ist

Gleich drei Journalisten der Süddeutschen rätseln wortreich darüber, weshalb wohl Schwarz-Geld beim alliierten Gaddafi-Stoppen nicht mitmachen wollen: „Was treibt Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle um? Sie isolieren Deutschland mit ihrem Libyen-Kurs in der westlichen Welt und beharren darauf, dass das Flugverbot falsch ist. Protokoll eines Tages, an dem die Regierung riskante Diplomatie versucht.“ Würden Sie mitmachen, wäre es für ihre Auftraggeber eventuell noch riskanter. Deshalb ergeht an die politischen Erfüllungsgehilfen die Anordnung: Erstmal abwarten, ob Gaddafi wirklich fällt. Die Gründe für diese Zurückhaltung sind mindestens sieben Jahre alt. Eingebrockt hat sie selbstverständlich der Schröder, der seinerzeit die wirtschaftlichen Beziehungen zu Libyen wieder aufgenommen hatte.
Deutschland und Libyen wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen […]
Libyen ist der drittgrößte deutsche Öllieferant [...]
Wintershall will in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro in lybische Ölfelder investieren. […]
Insgesamt verspricht sich die deutsche Wirtschaft von der Wiederaufnahme der Beziehungen zu Libyen Aufträge im großen Stil […]
Deutschland ist nach Italien der zweigrößte Handelspartner des nordafrikanischen Landes. In diesem Jahre dürften die deutschen Exporte ein Volumen von 600 Millionen Euro erreichen.

Ob die befreiten Libyer sich weiterhin mit den deutschen Kollaborateuren und Nutzniessern des Gaddafi-Regimes einlassen würden, darf wohl bezweifelt werden.
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Heimatschland im ASYL!

Doktor Vogls Heimatschland, von ihm selbst belichtet und bedichtet und schließlich von Lothar Götter ein für alle Mal gemalt und installiert, muss ins Asyl:

Die Galerie Nina Kalt hat in meinen Texten zum Heimatschland Politisches entdeckt (Ein Beispiel). Auweia. Wenn das die Freunde der Galerie Kalt bemerken. Um eine Lösung, wie man das Problem aus der Welt schafft, war Frau Kalt nicht verlegen. Nur manchmal ist das Problem eben die Sache selbst. Ihren Vorschlag, das deutsche Leporello besser in einer zensierten Variante zu präsentieren, mussten Lothar Götter und ich ablehnen.

Die Ausstellung findet deshalb an einem neuen Ort und an einem anderen Tag statt:

Galerie ASYL, Schleißheimerstr 18, 80333 München

Vernissage: Donnerstag 14. April 19 Uhr

Geöffnet: 15. und 16. April 15-20 Uhr

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Entkräftet, entehrt, aber ungebrochen. Was hat Gutti ins Schlingern gebracht?

Ich denke er stolperte über seine gravierenden Mängel in der Handhabung der Demokratie. Er hat es schlicht versäumt, alle Verlagshäuser zu gleichen Teilen zu unterstützen.
"Das Ministerium musste einräumen, dass Anzeigen für die Bundeswehr-Werbekampagne 2011 zunächst nur in Bild, Bild am Sonntag und bild.de geschaltet würden. Dafür erhalten die beiden Blätter und ihre Online-Ausgabe in den ersten vier Wochen rund 600.000 Euro, in weiteren Phasen der Kampagne einen noch nicht bezifferten weiteren hohen Betrag. Die Springer-Medien sind dem Bericht zufolge die einzigen, mit denen die Verantwortlichen des Werbefeldzugs bislang Verträge abgeschlossen haben."
Die Bürgerlichen von FAZ, SPIEGEL, Welt, SZ etc. lassen sich doch nicht unentgeltlich Ihren "Dr." entwerten, eine der wichtigsten Waffen im Karrierekampf ums Dasein, wo der Chef schon ist.
Jetzt haben sie den Guttenberg abgemahnt dafür und können wieder zur Akquise übergehen. Das Resümee der SZ, die die Strafaktion eingeleitet hatte: „Guttenberg ist 39. Er hat reichlich Zeit für ein Comeback.“ Ich schwöre Ihnen: Uns bleibt nichts erspart.

Mit ist übrigens eingefallen, wie der Guttenberg sein Ansehen retten könnte. Erstmal zurücktreten. Dann möchte ich wenigstens 24 Monate von dem Geck nichts mehr lesen müssen. Danach darf er mit dieser Dissertation wiederkehren:

Karl-Theodor von und zu Guttenberg, Creative Commons – Philanthropische Ideen zur Neubewertung des geistigen Eigentums in den Rechtswissenschaften.

Das hätte Stil. Und deshalb geschieht es nicht.
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Verzeihung, aber ich war´s irgendwie doch nicht wirklich.

So entschuldigt sich der Hoffnungsträger Deutschlands: Ich habe wohl den Überblick über die Quellen verloren, das aber nicht bewusst gemacht und nicht absichtlich getäuscht und frage mich nun: "Wie konnte das geschehen?". Er ist also Opfer eines Geschehens, das sich als unabsichtlicher Überblicksverlust verstehen lässt, so eine Art Blackout. Ich muss nicht betonen, dass das keine Entschuldigung ist. Dazu gehörte es, sich für Tat & Motiv zu entschuldigen.

So geht das Herr Guttenberg: "Ich hatte Angst, die Arbeit nicht fertig zu bekommen und wenn doch, dann in sachlich und sprachlich so schlechter Form, dass ich den Titel nicht erhalte oder für den hingeschluderten Mist verspottet werde. Da habe ich lieber bei Leuten, die sich auskennen und schreiben können, abgeschrieben. Ich fordere die Uni deshalb auf, mir den Titel zu entziehen, schäme mich und entschuldige mich bei allen, deren Texte ich ohne zu zitieren verwendet habe und natürlich bei allen, die ich mit einem erschwindelten Titel über meine Fähigkeiten getäuscht habe. Mein Amt als Verteidigungsminister lege ich nieder und gehe mich sofort auf kürzestem Wege zuhause in Kulmbach mit unserem leckeren Bier betrinken. Wer kommt mit? Merkel, nein? Egal. War eine gute Zeit mit Euch. Servus."

Weil er das aber nicht hinkriegt, wird er halt einfach als ein anmassender Lügner im Gedächtnis bleiben. Jedenfalls in meinem.
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Mahatma Westerwelle ermahnt zur Gewaltfreiheit

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ermahnte die algerische Führung, keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden. Die Regierung müsse sich dafür einsetzen, dass grundlegende Menschenrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit garantiert würden, sagte Westerwelle im Deutschlandfunk.

Mit Gewaltfreiheit meint er vermutlich den deutschen Usus im Umgang mit missliebigen Demonstranten:
(Bilder stammen von hier)
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Freiheit, Gleichheit, Muslimbrüderlichkeit

Rashad al-Bayoumi said the peace treaty with Israel will be abolished after a provisional government is formed by the movement and other Egypt's opposition parties.
"After President Mubarak steps down and a provisional government is formed, there is a need to dissolve the peace treaty with Israel," al-Bayoumi said.


Das wäre also das Erste, Prio One, was die Brüder auf der Agenda haben, sollte auch nur eine provisorische Regierung nach Mubarak gebildet werden. Es gibt für ein ausgebeutetes Land, das gerade seinen Diktator abgeschüttelt hat, ja auch nichts Wichtigeres als dem Nachbarstaat den Frieden aufzukündigen.
Was die Radikalen an der Revolte erregt, ist die Revolte. Sie haben kein anderes Ziel als die Zerstörung. Um das zu erreichen, lassen Sie sich bevorzugt von israelischen Panzern helfen. Dann kommt die zweite nicht minder bescheuerte Pose der Radikalreligiösen zur Anwendung: Schiess auf mich, Ungläubiger, und mach mich zum Märtyrer. Warum um Himmels willen werden die an einer provisorischen Regierungsbildung überhaupt beteiligt? Rätselhaftes Morgenland.
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Israel macht Internet kaputt

Es ist unendlich schade, dass ich regelmäßig in dem an sich sehr verdienstvollen Blog von fefe verschwörungsverliebten Unsinn zu Israel lesen muss. Ein Beispiel für mehrere:

Ein Artikel von Time „Israel Has Faith Mubarak Will Prevail“ fasst Fefe so zusammen: „Israel findet Mubarak auch total toll und will, dass der im Amt bleibt“. Ich sage Ihnen, was in dem Artikel steht: Netanyahu gehe davon aus, Mubarak werde die Aufständischen besiegen, weil er seinen Sicherheitsapparat und sein Militär besser im Griff habe, als der Kollege in Tunesien. Demokratisierung würde Israel begrüßen. Netanyahu sei aber nicht sicher, ob jetzt ein guter Zeitpunkt für Demokratisierung in Ägypten sei. Möglicherweise bräuchten die arabischen Staaten noch etwas, bis so ein Schritt tatsächlich gelingen könne. Schließlich könnten auch radikale Muslime die Situation für ihre Zwecke nutzen.
Mit Mubarak zu tun zu haben ist uns immer noch lieber als mit Teheran. Das steht dort. In der Haaretz steht: „Prime Minister Netanyahu and the Israel Foreign Ministry announced Friday that they are keeping close track of the volatile situation in neighboring Egypt, but are refraining from taking a political stance.
In der Süddeutschen lese ich: „ "Es geht in diesem Kampf nicht um Mubarak gegen pro-demokratische Elemente, sondern um Mubarak und die Muslim-Bruderschaft", wird der Generalmajor a.D. und frühere Nationale Sicherheitsberater Giora Eiland zitiert.“ Wenn das stimmt, hat Israel einen sehr guten Grund, Mubarak noch eine lange Amtszeit zu wünschen. Israel hofft, Mubaraks Regierung könnte als Verbündeter erhalten bleiben, weil die muslimische Alternative die Sicherheit Israels noch mehr bedrohen würde.

Die Situation ist also so, wie jedesmal, wenn man anfängt Zeitung zu lesen. In der einen steht das, in der anderen das Andre. Und am Ende ist da ein kleines demokratisches Land, das seit seiner Gründung ums Überleben kämpft, ohne auf größeres Verständnis bei den alten Demokratien hoffen zu dürfen. Wie man in dieser Lage zu dem Schluss „Israel findet Mubarak auch total toll und will, dass der im Amt bleibt“ kommen kann, ist mir ein Rätsel. Als ob die eine Wahl hätten.

Vielleicht löst sich das Rätsel, wenn man den Fefeschen Kontext mit einbezieht. Da steht nämlich: „Übrigens, Detail am Rande: wisst ihr, wer Ägypten seine Telefon-und-Internet-Repressionstechnologie verkauft hat? Kommt ihr nie drauf! Narus. Narus ist eine von Israelis gegründete US-Firma.“ Na, dann ist ja alles klar. Ich paraphrasiere fefe: Der Mossad gründet in den USA eine Firma, die es Israels Nachbarn erlaubt, die IT-TK-Infrastruktur des Landes lahmzulegen. Israel, der Unterdrückerstaat, macht gemeinsame Sache mit dem Despoten Mubarak.
Dass diese Überwachungs-Softwarefirma anstatt von Israelis in den USA genausogut von Kroaten in Frankreich oder von Russen in Polen gegründet sein, oder ganz einfach den Namen Siemens tragen könnte, das kommt Fefe nicht in den Sinn.

Wenn jemand zur Floskel „Übrigens, Detail am Rande“ greift, dann weiß ich, jetzt kommt die Hauptsache. Und die ist für einen Feind Israels immer der nächste halluzinierte Grund, Israel anzufeinden.

Update:
12:35 Uhr Iran hat die Proteste gegen die Regierung in Ägypten als "Welle des islamischen Erwachens" bezeichnet. Das Außenministerium in Teheran rief die Führung in Kairo auf, die Gewalt gegen diese Bewegung zu beenden. Der erzkonservative Ajatollah Ahmad Chatami sagte beim Freitagsgebet, "die politische Achse des neuen Nahen Ostens wird bald die islamische Führerschaft und eine Demokratie sein, die auf Religion basiert".
Das wäre dann allerdings der GAU. Hoffentlich träumen die nur vom islamischen Erwachen.
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Atomkraft? Na, gut. Wenns denn sein muss

Im Jahr 2000 beschlossen die Grünen gemeinsam mit der SPD einen Atomausstieg mit einer Laufzeit der Kraftwerke von 30 bis 34 Jahren bei einer fixen Gesamtstrommenge, die die produzieren dürfen. Die Grünen? Genau. Die Partei, die wegen der Parole „Atomausstieg jetzt!“ gewählt worden war, beschloss einen Atomausstieg, der schlappe 22 bis 24 Jahre in der Zukunft liegt. Jetzt ist dieser Haufen halt- und gewissenloser Opportunisten in der Opposition, oder was bei uns so genannt wird, und behauptet, man könne nicht mit den Schwarzen zusammenarbeiten, solange die an der Verlängerung der Laufzeiten festhalten. Cem Özdemir sagte der Rheinischen Post: "Eines ist klar: Uns gibt es 2013 nur auf Basis des Atomausstiegs, wie er 2000 vereinbart wurde.“ Ich kann da beim besten Willen keine Basis erkennen, nur eine große Bereitschaft zur Selbstverläugnung. Bei den Grünen heissen die Bezahlten, glaub ich, „Realos“ im Gegensatz zu den „Fundis“, die als Nochzubezahlende in irgendwelchen Ortsgruppen versauern müssen und sich für die Bundesgarde hoffentlich ordentlich schämen.

Noch 2010 trauen sich die Grünenrealos sowas zu plakatieren:

Auf dem Plakat fehlt nur die Erklärung, dass die Bedeutung des Wortes „Jetzt“ von gewissen Transferleistungen der Energiekonzerne abhängen kann. Wir wissen ja, dass im erdgeschichtlichen Massstab der Zeitpunkt Jetzt durchaus ein paar Jahrzehnte umfassen kann. Ein Denken in größeren Zeiträumen ist dem Thema ja sowieso angemessen, schließlich wird auch der Müll der KKWs noch einige Jahrtausende vor sich hin strahlen.

Im Kapitalismus gibt es genau zwei mögliche Ursachen für einen Atomausstieg: Die KKWs werfen nicht mehr den gewünschten Gewinn ab. Die Uranvorkommen sind erschöpft. Ich weiss nicht, was davon als erstes passieren wird, aber ich weiss dass davor nichts passiert.
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Was denkt der sich eigentlich?



Wenn Sie im entspanntesten Urlaub in einem ganz entzückenden Lokal überraschend an Ihrem Partner dieses Gesicht entdecken, dann denkt der vielleicht gerade:

„Wieso bekommt jetzt die die Calamari fritti wieder eher als ich?“

„O.K., das sossenverschmierte Kleinkind lassen wir hier. Dafür nehmen wir die leckere Bedienung mit nach Hause.“

„Yes we can. Ich zähle bis tausend. Wenn in der Zeit nochmal „Wind of Change“ läuft, sprenge ich die Stereoanlage dieser Boazn telekinetisch in die Luft.„

„Die Bierchen waren echt gut nach der ersten Presshalben, der Sangria auch, ein Spitzenrosé danach, tolle Kräuter-, Himbeer- und Erdbeerliköre, einige Pils zwischendurch gegen den klebrigen Geschmack, etwas Caffé corretto zum Wachbleiben, und die paar Grappe runden das Essen doch fein ab. Woher kommt das dann? Aber klar: Der Salat. Der ist schwer verdaulich. Weiß man doch. Ich werde das leichte Magengrummeln einfach ignorieren. Oder vielleicht einen Averna?“

„Bestandsaufnahme: Links rülpsen die Belgier, vorne schwitzen speckig die Kärntner und rechts rumoren lüstern die Russen. Ich könnte die Brille abnehmen. Aber die Ohren? Was mache ich mit den Ohren?“

„Kann da mal bitte jemand die Wand hinten weiß streichen, damit mein Gesicht nicht so blass wirkt?“
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Trau schau wem

Wenn Ihnen ein Beduine ein Brot zum Tausch anbietet (beispielsweise gegen Ihr Kamel oder Ihre Frau), dann sehen Sie sich genau seinen Gesichtsausdruck an. Micro-Expressions täuschen nie: Der hier guckt verschlagen drein: Zusammengekniffene Lippen, eine Hand im Hinterhalt, den Blick starr auf sein Opfer gerichtet. Es würde mich nicht wundern, wenn er von dem Brot schon abgebissen hätte. Also Vorsicht.

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Prost, Frau Bischof

Jesaja 5,22: „Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen“, denn die Tratschpresse wird es ihnen übel heimzahlen. Und der Doc warnt dann davor. Nicht ganz ohne Schadenfreude. Schließlich verbreitet die Dame Ansichten, die jedem Neonazi Freude machen müssen. Sie hat tatsächlich gesagt, die Alliierten hätten lieber die Opposition in Deutschland stärken sollen, als den Krieg mit Bombardements zu beenden – dafür soll sie sich schämen. Wer hat ihr denn eingeredet, es hätte im dritten Reich eine Opposition gegeben? Welche? Die evangelische Kirche womöglich? Lustige Idee. Im Ernst: Wenn man von einem Wolffsohn (der ein wirklich sehr unverkrampftes Verhältnis zum Militär hat: „Ein hell leuchtender Stern am politisch-militärischen Himmel unseres Landes ist dieser Vier-Sterne-General Klaus Naumann“), dem Vorzeige-Historiker der Rechten, im Kameraden- und Kriegerblatt Bildzeitung in die Schranken gewiesen werden muss, dann weiß man, man ist ganz unten angekommen. Aber da saufen ja praktisch eh alle. Mich würde nur noch interessieren: Wo hat Sie sich denn eigentlich volllaufen lassen? Bei Wollffsohns Freunden? Im Rahmen der Militärseelsorge durchaus möglich. Also Prost, Frau Bischof.
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Neues von der Schwarzer

Deutschlands prominenteste Feministin landet einen neuen Coup. Nachdem Sie es, natürlich für die gute Sache, auf sich genommen hat, Ihr, hm, unverwechselbares Gesicht unter den Satz „Jede Wahrheit braucht eine Mutige, die sie ausspricht“ kleben zu lassen – was wohl zu gleichen Teilen dem frauenverachtenden Zuhälter- und Westerwelle-Rettungsblatt Bildzeitung und der Schwarzer schmeicheln soll – , ist sie nun folgerichtig und vorhersehbar auch in Jauchs TV-Grube gelandet, durfte sich dort im Fernsehunterhaltungsschlamm suhlen und dabei einen Preis gewinnen. Die 500.000 hat Sie einem Verein gespendet, der sich um von Gewalt bedrohte Frauen aus Migrantenfamilien kümmert. Zumindest glaubte sie das, bis der Vereinsvorstand sich mit dem unverhofften Geldsegen einen Wunsch erfüllte: Einen nagelneuen BMW X6. Ist ja auch schön, so eine Machophalluskarre, wenn man gern von automobiler Gewalt bedrohte Radfahrer und Fussgänger erschreckt. Ist das jetzt peinlich? Vermutlich für jeden außer für Frau Schwarzer. Die schämt sich schon länger nicht mehr.
http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/panorama/477/503698/text/
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Flegel des Jahres 2009

Da unterhielt sich einer, der Luik Arno, mit Sir Eric Hobsbawm. Das bedeutet: Einem Absolventen der Amerikanistik und des Sports, der sich als Journalist von „Tempo“ bis zum „Stern“ hochgearbeitet hat, wird die Ehre zuteil, dem größten lebenden Historiker eine halbe Stunde seiner unbezahlbaren Lebenszeit stehlen zu dürfen. Und er nutzt diese Begegnung mit dem zweiundneunzigjährigen Großintellektuellen dafür, dem Interviewten Sätze wie diese hinzuhauen:

„Klar, dass Sie das so sehen müssen. Sie als alter Marxist, der hier in London in Rufweite vom Grab von Karl Marx lebt.“
„Das ist doch Unsinn.“
„Okay, das ist doch einfach absurd, dieser Gedanke!“
„Hören Sie doch bitte auf mit Ihrem Pessimismus!“
„Vielleicht ist es einfach so: Der Mensch ist habgierig - fertig, aus, Nikolaus.“
„Und das ist alles?“
„Mein Gott, für einen alten Marxisten hören Sie sich sehr bescheiden an!“

Ich möchte ihn ohrfeigen für seine ungezogenen Frechheiten. Weiß der überhaupt, mit wem er gesprochen hat? Zu Luik ließ Luik in die Wikipedia schreiben: Gespräche (u.a. mit Angela Merkel, Martin Walser, Inge und Walter Jens, Otto Graf Lambsdorff, Joschka Fischer, Reinhold Messner, Wendelin Wiedeking, Oskar Lafontaine) von "Deutschlands führendem Interviewer" (taz) sind in mehr als zwei Dutzend Sprachen übersetzt worden. 2008 wurde Luik von Medium Magazin als Kulturjournalist des Jahres ausgezeichnet.

Von mir wird er zum Flegel des Jahres ausgezeichnet.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-700669.html
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Wie sieht der Weihnachtsmann aus?

So sieht der Weihnachtsmann aus:

Alle anderen sind nicht der Echte, Kinder. Also: Keine Schokolade von den billigen Nachahmern annehmen! Man weiss ja nie. Wir sehen uns im neuen Jahr wieder. Mit den besten Wünschen, der Doc.
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Unbegreifliche Mehlschwitze

Elly Jackson hat eine Band: La Roux, also die „Mehlschwitze“. Die hat eine halbe Million Platten verkauft. Deshalb druckt die SZ ein Interview mit der Dame. In bester junger wilder R´n´R Manier haut die Elly da auf Musik von früher – also alles bis gestern – ein, schmäht die Plattenlabel, hat aus der Pistole geschossene Meinungen parat zu Gitarrensoli und wasweißich, sogar James-Dean-Frisiertipps für die Revolte. Eindruck: Die ist schön böse, lässt sich nix vormachen und haut bestimmt auch musikalisch ordentlich auf die Ohren. Hätte ich mir nicht das Youtubefilmchen angehört, wäre ich mit dieser schönen Idee alt geworden. Sie piepst da aber nur dünn zu elektrischen Zappelklängen herum. Das trägt dann so tarantinosche Namen wie „Bulletproof“ oder „In for the Kill“. Ich glaub davon kein Wort. Die wollen sich nur zu unseren Geldbeuteln durchpiepsen mit ihrem Gutelaunezeug. Dabei hat diese Jackson doch gar keine gute Laune. Ich begreif es einfach nicht. Irgendwer wird es mir mal erklären. Oder auch nicht.
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Bundesministerin für Assimilation


Dr. Kristina Köhler, CDU, ist die neue Chefin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, also im Ministerium für alles, was keinen Bundespolitiker interessiert. Man sollte ihr nicht vorwerfen, sie sei zu jung für so ein Amt. Man kann Ihr vorwerfen, Ihr fehlen Deutschkenntnisse und ein Herz. Die Dame fängt eine Rede zu Fragen der Integrationspolitik so an:
„ …
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich sehr, heute zum Thema "Perspektive Integration" bei Ihnen zu Gast zu sein.

Der Einladung für einen Festvortrag bin ich natürlich gerne gefolgt. Sie geben mir die Möglichkeit grundsätzliche Fragen zu stellen, was im alltäglichen politischen Betrieb leider immer ein wenig zu Kurz kommt.

[…]

Ich möchte mich also relativ kurz halten. Mit Betonung auf das "relativ." Dabei werde das Pferd von zwei Seiten aufsäumen. Nämlich

[…]

Um mir dabei Ihrer Aufmerksamkeit sicher zu sein, stelle ich meine erste, hoffentlich provokante, These gleich voran: Ohne Assimilation gibt es keine Integration. „

Ich stelle also fest, sie hat zu kurz studiert, um zu wissen, wo man Kommata setzt, dass man „kurz“ klein schreibt, „relativ“ kein Hauptwort ist, ein Satz ein Subjekt braucht und man ein Pferd zwar aufzäumen kann, aber nicht aufsäumen, weil das Tier nunmal kein Teppich ist. Ihre These hat sie ohne Quellenangabe bei den Borg (Star Trek, Der erste Kontakt) geklaut. Der Satz heisst korrekt: "Wir sind Borg. Ihr werdet assimiliert. Widerstand ist zwecklos."

Wie kommt das eigentlich, dass nach jeder Neubesetzung in den Ministerien einem die Vorgänger als glücklichere Wahl erscheinen, obwohl man die auch schon nicht leiden konnte?
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Empörte Steinewerfer im Glashaus

Die Nepalesen. Die machen so Sachen, so archaische. Opfern geschätzte 300.000 Viecher einer noch mehr geschätzten Hindugottheit. Ein Gemetzel:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/249/495573/text/
Vor Empörung verschlägt es der SZ gleich die Sprache, wenn das weltweit „größte Tieropferfest ... in Kathmandu tobt.“ Während unsere tierlieben Abergläubigen weltweit das Fest der freien Marktwirtschaft feiern, stirbt alle drei Sekunden ein Mensch an Hunger.
Einer der religiösen Teilnehmer spricht so: "Meine Tochter hat vor zwei Jahren geheiratet und ich hatte versprochen, ein Tier zu opfern, wenn sie ihr erstes Kind bekommt. Ich weiß, dass Opferungen keine gute Idee sind. Aber ich habe Angst, dass die Göttin böse wird, wenn ich mein Versprechen nicht halte.“
Nur mal als Frage in den Raum gestellt: Ob eventuell die Schamanen der Marktwirtschaft, wie beispielsweise Westerwelle, Hundt, Ackermann oder der Fischer, Angst haben, dass die Göttin der Gewinnmaximierung böse wird, wenn nicht mehr genügend Menschen dem Profit geopfert werden?
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„Alle reden von Deutschland. Wir reden vom Klima.“

Fischer, der das 1990 noch im Wahlkampf behauptete, berät heute als Pipeline-Lobbyist die Betreiber des Nabucco-Projektes, die Erdgas vom kaspischen Meer nach Deutschland bringen möchten. Ausserdem berät er BMW, für die er sich auch zur IAA auf den Stand stellte. Ursprünglich vertrat der Ökopax die Werte „sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei“. Ökologisch können Sie heute streichen. Einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Serbien hat er ebenfalls mit angezettelt. Damit fällt gewaltfrei weg. Sozial heisst man nicht, wenn in der eigenen Regierungsperiode Hartz 4 beschlossen wird. Ich streche "sozial". Bleibt "basisdemokratisch". Wussten Sie, dass Joseph "Ich-mache-für-Geld-alles" Fischer sich ein Familienwappen und einen Siegelring anfertigen liess? Ob so viel Adelsangeschleime den Parvenü bei den vordemokratischen Kräften Europas im Wert steigen lässt? Keine Ahnung, ob es ihm nützt, aber zumindest kann es nicht schaden, denkt er sich, dem Hochadel zu signalisieren, dass auch das Wörtchen "basisdemokratisch" für Fischer das ist, was für ihn alles ist: ein Wörtchen, sonst nichts.

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Noch einer, der uns nicht erspart bleibt

Er heisst Florian Bernschneider. 1986 geboren, dann irgendwie hastig größer geworden, damit er möglichst schnell in die FDP eintreten und sein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre bei der Norddeutschen Landesbank abschließen kann. Die Uni unterschlägt er. Die Bank ist, was für ihn zählt.

Auf seiner Homepage verrät er: Hier finden Sie einige Fotos von mir - quasi in Aktion:
Wenn er aussieht, gleichsam als ob er etwas täte, dann wirkt er wie ein 44-jähriger Schlipsträger, der auf der Aktionärsversammlung von seinem Herrn Papa erfährt, er werde die Firma wohl doch nicht übernehmen dürfen.


Macht nichts. Dann eben mit der FDP in den Bundestag. Das hat seine Vorteile.
Dort dürfen die Jungen schon in ihrer allerersten Woche was meinen.
Ich kann mich nicht darüber beschweren, dass ich als junger Abgeordneter in der ersten Woche nicht die Chance gehabt hätte, meine Meinung zu sagen.
Interview, Meinung, Anpacken. Das ist der juvenile Dreischritt des konsequenten Machers: Jetzt gilt es aber nicht nur in Interviews darüber zu sprechen, was ich verändern möchte, sondern es auch anzupacken. Vorher wird der auf der Bundestags-Homepage als "Student" ausgewiesene Macher vielleicht noch seinen Studienabschluß anpacken. Wer weiss.
Es gibt wichtigere Qualifikationen im Bundestag, wie mir spätestens mit Joseph Fischer schmerzlich klar wurde. Zum Beispiel eine wahrhaft kosmopolitische Gesinnung:
Mich beeindruckt, dass unzählige Nationen –die in ihrer Heimat oft sogar verfeindet sind- in diesem Projekt gemeinsam den Integrationsgarten pflegen und über ihre Erlebnisse sprechen. Wenn Bernschneider ein paar Flüchtlinge besucht, die Schlimmes erleiden mussten, sprechen unzählige Nationen zu ihm über ihre Erlebnisse. So sieht er aus.

Bernschneider wirkt wie der fleischgewordene Traum Westerwelles. Ein fast unerträglich überangepasster FDP-Streber, der sich selbst als Wahlkampfsau bezeichnet, obwohl er allenfalls als Wahlkampffrischling durchgehen könnte, der im Alter von 22 längst mit allem abgeschlossen hat und sein Leben nun der europäischen Geldelite zur entgeltpflichtigen Nutzung in der politischen Kommunikation überlassen möchte. Bernschneider wirkt wie ein lachhaftes, trauriges Klischee. So würde das kein SZ-Journalist ausdrücken, deshalb muss sich Bernschneider dort fragen lassen:

jetzt.de: Florian, die Medien zeichnen derzeit ein eher klischeehaftes Bild von deiner Person: BWL-Student, Stehkragen und mit 22 Jahren kurz vor dem Uni-Abschluss. Bist du ein wandelndes FDP-Klischee?
Florian Bernschneider: Nein, natürlich nicht. Ich bin ja vor sechs Jahren nicht bei den Jungen Liberalen eingetreten, weil ich mir dachte: Florian, du musst innerhalb der nächsten zehn Jahren unbedingt in den Bundestag einziehen! Ich bin eingetreten, weil ich von der Idee der Partei völlig überzeugt war und weil ich es gern getan habe.


Er könnte vielleicht innerhalb der nächsten zehn Jahre einmal in ein paar freien Minuten den Genitiv erlernen. Ich vermute allerdings, er glaubt den Casus mit dem Wort "meins" schon vollständig zu beherrschen. Er wird wahrscheinlich einfach so weitermachen und untergehen beim Aufsteigen, wie so viele. Auf seinen Grabstein schreiben wir dann: Er war von der Idee der Partei völlig überzeugt. Klingt fast Maoistisch.

Warum erzählt er der SZ eigentlich: "... weil ich es gern getan habe?" Am Tresen klingt das später einmal wahrscheinlich eher so: "Ich war jung, dumm und brauchte das Geld."

Machs gut, Bernschneider. Die Zukunft braucht dich nicht.


Zitate aus seiner Homepage und aus der SZ kursiv. Die Bilder stammen von Bernschneiders Website: www.florian-bernschneider.de Dort können Sie auch für ihn spenden.
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Elefantenjagd

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Wer sucht, der findet

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Gackt Diabolos - Angelos interruptus

„Ach nö, also echt, jetzt wirds mir aber bissel lang, scheiss drauf, ich lasses“, so, oder so ähnlich, sprach der bei Anderen sicherlich sehr bekannte Tokyotische Unisex-Künstler (Gesang, Gitarre, Klavier) mit dem musikalischen Namen Gackt, nachdem er sich vorgenommen hatte, einmal Menschen fremder Zunge etwas Gutes zu tun:

Gackt - Diabolos
Europäische Edition! Schuber, deluxe Booklet + zusätzliches Booklet mit englischen Übersetzungen der Lyrics! Diese Übersetzung hat Gackt extra für seine europäischen Fans selbst verfasst!
1. Misty
2. Farewell

7. Future
8. Black Stone
9. Storm
10. Road
11. Todokanai ai to shitteitanoni osaekirezuni aishitsuzuketa
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Falsche Bergarchitekten

Meiden Sie http://www.bergarchitekten.ch/
Die schwyzer Blöffär heissen nur so, sind aber gar keine Bergarchitekten, sondern ordinäre Gebäudearchitekten in Zürich. Des hätts mit Fliiss gmachet, odr?
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