Gefahren in Flora und Fauna
jetzt hör mal, Wetter
24.11.11 –
Ich bin ganz niedergeschlagen. Mir fehlen die Niederschläge.
Hey, Wetter: Es ist W i n t e r! So muss das aussehen:

Hey, Wetter: Es ist W i n t e r! So muss das aussehen:

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Der Uhu sagt - live
20.11.11 –
Video0017
Eine fröhliche Nachmittagslesung. Der Doc liest aus seinem bei Vogls zuhause nicht ganz unbekannten Kinderbuch „Der Uhu sagt“ und die Zuhörer applaudieren – beide.
Eine fröhliche Nachmittagslesung. Der Doc liest aus seinem bei Vogls zuhause nicht ganz unbekannten Kinderbuch „Der Uhu sagt“ und die Zuhörer applaudieren – beide.
Zahnfee trifft Uhu
18.11.11 –
Zwei Kinderbücher, die Sie kennen sollten, von der Autorin (Verena Brack, Milla Zahnfee), resp. dem Autor (Doc Vogl, Der Uhu sagt) selbst vorgelesen. - Ist ja geil, wann denn? - Am Sonntag, den 20.11.2011, 13 Uhr, Verehrteste und Verehrtester - echt jetzt? Wo denn? - Na bei den Gemischtwarentagen (IM OBERANGERTHEATER AM SENDLINGER TOR, MÜNCHEN). Wir sehen uns?
Oostende
08.11.11 –
Ich weiß nicht, welcher Oost dort sein Ende gefunden hat, aber es wundert mich nicht, dass er es gefunden hat. In Oostende war es letzte Woche nach kürzester Zeit auch mit meiner Vitalität vorbei. Stellen Sie sich das Meer vor. Geht nicht? Zu formlos? Zu einerlei? Versuchen Sie es trotzdem: Also unten eher grau, oben blau, dazwischen ein waagrechter, dunstiger Strich. Davor ein armer Streifen Sand, der sich, vor dem hinterhältig in größter Seelenruhe Sandkorn für Sandkorn das Land wegleckenden Meer fliehend, rückwärts etwas zu einem Deichrücken aufwölbt. Die Geste kenne ich von Katzen. Auf dem Deich eine Bahnstrecke. Hinter der Bahn eine schnurgerade Strasse, als hätte hier jemand dem Meer zeigen wollen, wo die zerstörerische Natur auf und das zerstörerische Oostende anfängt. Hinter der Strasse ein kilometerlanges, sandiges Hundeklo. Dahinter Häuser und Hochhäuser im späten mephistofelischen Stil und ab da bis zu den deutschen Mittelgebirgen flaches, nutzloses Land. Denken Sie: Da leben Menschen und merken von alledem nichts. Ich war abends um sechs in einem Speiselokal („Warme Küche nonstop“ stand belgisch am Fenster) das mir, meiner Frau und meinem Kind auch das kleinste Essen verweigerte. Trinken ja, aber durchgehend warme Küche bedeutet in Oostende, der Koch geht um 17:30 Uhr nach Hause. So deplatziert habe ich mich zuletzt in der Dänemark gefühlt. Um im, nennen wir es einmal so, Hotel noch einen wahrlich sehr angeratenen Wein zu erhalten, musste ich die Hotelbesitzerin wecken. Um acht. Es gibt viele Städte, die haben sich aufgegeben, wie Wien, Heidelberg oder München. Aber sie lassen sich dabei nicht so hängen wie Oostende.
Wagnis muss sich wieder lohnen
25.10.11 –
Unter dem offenbar vom FDP-Wahlkampf inspirierten Titel „Wagnis muss sich lohnen“ veröffentlicht die sonst nicht genug zu lobende Bergundsteigen einen Artikel zum Risiko beim Bergsteigen.
Ich steige so viel auf die Berge, wie ich kann. Das ist mitunter riskant, aber was tut man nicht alles, um für ein paar Stunden ein Alternativleben zu dem allgegenwärtig alternativlosen Wahnsinn des Kapitalismus zu führen. Der Artikel betrifft mich also als Experten des Warnens und als einen Experten des Warnungenindenwindschießens – ich beginne zu lesen.
Ein Prof. Dr. Siegbert Warwitz, Germanist und Pädagoge, verteidigte beim International Mountain Summit (was es alles gibt) seine These vom Recht aufs Risiko. Und zwar so: „Wagnis ist ein Impulsgeber für Höchstleistungen. Wagnisverweigerung ist eine Charakterschwäche.“ und so: „Heute ist Griechenland (das unter Alexander noch wagen konnte) ein bankrotter … Staat, der nicht den Mut … hat, sich aus dem Sumpf … zu ziehen, in den er sich selbst gebracht hat. Das nenne ich eine degenerierte Gesellschaft.“ und so: „Ich … kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten.“ und schließlich so: „Der Kern der Wagnisphilosophie heisst nämlich: Wagnis muss sich lohnen, muss zu Wertschöpfungen und höherer Lebensqualität führen.“
Mir wurde beim Lesen schwach übel. Haben Sie es gemerkt? Da spricht der Führer einer Großbank und will sein Volk zum Kampf ertüchtigen. Es geht um alles, es geht um Wertschöpfung. Die charakterschwachen, degenerierten Griechen, die sich nicht mehr trauen, wie Alexander der Große Krieg und Tod bis nach Indien zu tragen, sollen doch mit ihrem sinnleeren Risikohandeln selbst schauen, wo sie bleiben. Wir setzen auf Impulse zur Höchstleistung und auf Wertschöpfung und Lebensqualität. Da kann man schon mal ein werthaltiges Wagnisverhalten zeigen und beispielsweise auf den Untergang des Euro wetten. Der Mann weiß garnicht, wie gut er verstanden hat, was die, die was zu sagen haben, ihn sagen hören wollen. Bei so viel vorauseilendem Gehorsam eines Intellektuellen wird der Schritt vom Warwitz zum Wahnwitz ganz klein.
Hoffentlich bleibt das ein Einzelfall. Ich dulde keinen Kapitalismus beim Klettern.
Ich steige so viel auf die Berge, wie ich kann. Das ist mitunter riskant, aber was tut man nicht alles, um für ein paar Stunden ein Alternativleben zu dem allgegenwärtig alternativlosen Wahnsinn des Kapitalismus zu führen. Der Artikel betrifft mich also als Experten des Warnens und als einen Experten des Warnungenindenwindschießens – ich beginne zu lesen.
Ein Prof. Dr. Siegbert Warwitz, Germanist und Pädagoge, verteidigte beim International Mountain Summit (was es alles gibt) seine These vom Recht aufs Risiko. Und zwar so: „Wagnis ist ein Impulsgeber für Höchstleistungen. Wagnisverweigerung ist eine Charakterschwäche.“ und so: „Heute ist Griechenland (das unter Alexander noch wagen konnte) ein bankrotter … Staat, der nicht den Mut … hat, sich aus dem Sumpf … zu ziehen, in den er sich selbst gebracht hat. Das nenne ich eine degenerierte Gesellschaft.“ und so: „Ich … kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten.“ und schließlich so: „Der Kern der Wagnisphilosophie heisst nämlich: Wagnis muss sich lohnen, muss zu Wertschöpfungen und höherer Lebensqualität führen.“
Mir wurde beim Lesen schwach übel. Haben Sie es gemerkt? Da spricht der Führer einer Großbank und will sein Volk zum Kampf ertüchtigen. Es geht um alles, es geht um Wertschöpfung. Die charakterschwachen, degenerierten Griechen, die sich nicht mehr trauen, wie Alexander der Große Krieg und Tod bis nach Indien zu tragen, sollen doch mit ihrem sinnleeren Risikohandeln selbst schauen, wo sie bleiben. Wir setzen auf Impulse zur Höchstleistung und auf Wertschöpfung und Lebensqualität. Da kann man schon mal ein werthaltiges Wagnisverhalten zeigen und beispielsweise auf den Untergang des Euro wetten. Der Mann weiß garnicht, wie gut er verstanden hat, was die, die was zu sagen haben, ihn sagen hören wollen. Bei so viel vorauseilendem Gehorsam eines Intellektuellen wird der Schritt vom Warwitz zum Wahnwitz ganz klein.
Hoffentlich bleibt das ein Einzelfall. Ich dulde keinen Kapitalismus beim Klettern.
Menschenrechte – Affenrechte – und an die Hefe denkt wieder keiner!
13.12.10 –
Die Süddeutsche Zeitung gibt engagierten Tierschützern die Gelegenheit, einmal Tacheles zu reden (SZ ). Sind wir nicht alle ein bisschen Affen? So fragen sich die Autoren morgens vorm Spiegel, nicken kurz und behaupten recht konsequent, die französische Revolution habe sich ganz unnötig auf Verhältnisse zwischen Mensch und Mensch eingeschränkt. Dabei gäbe es ja noch mehr Kandidaten für Freiheit, Gleichheit und naja, vielleicht, Biestigkeit, Viecherlsoli? „Was ist Frauen und Tieren gemein?“ fragte sich schließlich schon 1994 die EMMA und beantwortete diese nur auf den ersten Blick bizarre Kernfrage der Frauenbewegung mit der „Deklaration der Rechte der großen Menschenaffen“. Wie auch immer. Mir greift diese Menschenrechte-für-Affen-Initiative auf jeden Fall noch zu kurz und das nicht nur, weil die Affenweibchen sprachlich nicht sauber inkludiert sind. Schließlich fragt das Magazin der Uni Zürich aus gutem Grund „Wie menschenähnlich ist die Hefe?“ und findet auch gleich darauf die korrekte Antwort: „Kein Zweifel, sie sind unsere Verwandten. Hefen sind nämlich Eukaryoten, das heisst Lebewesen mit einem Zellkern, und stehen damit dem Menschen viel näher als etwa den Bakterien.“ Das erweitert den Spielraum für Menschenrechte in wahrlich globalem Maßstab. Zellkernbesitzer aller Evolutionsstufen vereinigt Euch! Nieder mit den Bakterien, alle Macht den Eukaryoten! Das überzeugt selbst Altstalinisten mit einem Herz für Tiere, also Kommi-Eukaryoten wie mich.
Was mir bei dieser Ansicht dann aber nach etwas längerem Nachdenken doch nicht so gut gefällt, ist, wie meine Lieblingskombi Schweinsbraten/Hefeweißbier plötzlich so ein bisschen ins Kannibalische changiert. Und am Ende sind womöglich nur noch zwei Beschimpfungen aus dem Tierreich am Stammtisch akzeptabel. Nämlich wahlweise „Du Bakterie“ oder „Ihr Archea“! Du Aff´, oder auch das im Nachbarland beliebte, Ihr depperten Schwammerl, wäre gegen die Menschenwürde unserer Verwandten. Wir sitzen schließlich alle im selben Genpool, irgendwie, oder?
Was mir bei dieser Ansicht dann aber nach etwas längerem Nachdenken doch nicht so gut gefällt, ist, wie meine Lieblingskombi Schweinsbraten/Hefeweißbier plötzlich so ein bisschen ins Kannibalische changiert. Und am Ende sind womöglich nur noch zwei Beschimpfungen aus dem Tierreich am Stammtisch akzeptabel. Nämlich wahlweise „Du Bakterie“ oder „Ihr Archea“! Du Aff´, oder auch das im Nachbarland beliebte, Ihr depperten Schwammerl, wäre gegen die Menschenwürde unserer Verwandten. Wir sitzen schließlich alle im selben Genpool, irgendwie, oder?
Na endlich, sagt der Uhu
24.09.10 –
Seit Jahren liegen mir Freunde und Bekannte im Ohr: „Doc, Du bist so ein profunder Kenner der Strigidae namentlich des Bovus bovus, wann erscheint endlich Dein grundlegendes Werk zum Uhu?“ Heute. Und damit es nicht zu fad wird, habe ich es in knappen Versen kindertauglich gereimt und von einer begabten Illustratorin durchgehend bebildern lassen. Nähere Informationen gibt es hier.


Götters Kunstmädchenreport
11.02.10 –
Hier sehen Sie Götter, wie er Gott im Himmel zeigt, wie ein Künstler das Karwendel gemacht hätte.

So schön malen kann der. Deshalb tragen Sie sich am besten das Open Westend mit dickem Stift im Kalender ein, wo Götter seinen zünftig-züchtigen Kunstmädchenreport Ihren voyeuristischen Augen zum Fraß vorwirft. Man sieht sich.

So schön malen kann der. Deshalb tragen Sie sich am besten das Open Westend mit dickem Stift im Kalender ein, wo Götter seinen zünftig-züchtigen Kunstmädchenreport Ihren voyeuristischen Augen zum Fraß vorwirft. Man sieht sich.
Wie sieht der Weihnachtsmann aus?
23.12.09 –
Schweinegrippchen
16.12.09 –
Hamburger Abendblatt 14. August 2003:
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
20 000 Grippetote in Deutschland
Marburg. Die ungewöhnlich starke Grippewelle des vergangenen Winters hat in Deutschland bis zu 20 000 Menschen das Leben gekostet, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Influenza in Marburg. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre.
(http://www.abendblatt.de/vermischtes/article203028/20-000-Grippetote-in-Deutschland.html)
SZ heute:
In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut insgesamt mehr als 192.000 Fälle der neuen Influenza registriert. 94 Menschen starben. Europaweit verzeichneten die Behörden rund 1370 Todesfälle, weltweit wurden fast 19.000 gezählt.
(http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/389/497691/text/)
Wenn weltweit fast so viele Menschen an einer Grippe sterben, wie sonst schon mal in Deutschland in einem Winter, dann ist das also eine Pandemie. Anders gesagt: In Deutschland hat eine Pandemie stattgefunden, wenn im Vergleich zum Winter 2003 immerhin 0,47 % der Grippetoten zu beklagen sind. Was wir als Schweinegrippe erleben durften, war eine Gesundheitsepidemie, nichts anderes.
Bleibt die Frage: Spinnen die jetzt alle in den Medien mit ihrer hysterischen Berichterstattung über weniger als Nichts? Oder sind die bereits flächendeckend „durchfinanziert“ von der Pharmaindustrie?
Mantra
08.12.09 –
Der Kapitalismus hat ein Mantra. Es existiert in vielen Varianten, die alle so enden: „… muss sich lohnen.“ Was anstelle der drei Pünktchen steht, ist gleichgültig. Das Mantra gilt immer. Man könnte auch sagen, alles hat einen Zweck im Kapitalismus. Und zwar alles denselben. So spannend, bunt und individuell ist der freie Markt. Von der Wohnung, über die Frühstückssemmel, die Arbeit, das Buch am Abend bis zu Freizeitaktivitäten und Intimbeziehungen. Lohnen muss es sich. Wofür die Dinge früher einmal da waren, Semmeln, die gut schmecken und dabei satt machen, Wohnungen, die Lebensraum und Wärme schenken – alle diese Zwecke sind dem Mantra untergeordnet. Sie werden zu Nebensachen. Lohnt sich die Semmel nicht, wird sie nicht hergestellt. Das Zweckmäßige fällt halt so nebenher ab, beim Profit machen. Oder auch nicht. Wie schwachsinnig dieses Monozweckwesen ist, wird aufs Grellste deutlich in der Headline „Klimaschutz muss sich lohnen“. Welche Zwecke verfolgte gleich wieder der Klimaschutz? Ach ja, das Ansteigen der Meere sollte verhindert werden, das Ozonloch auch und überhaupt die komplette Verwüstung großer Landstriche in den wärmeren Ländern. Wenn eine Katastrophe abgewehrt werden muss, kann da der Profit bitte einmal ganz kurz schweigen? Nur so kurz, bis in dem ein oder anderen Journalistengehirn sich vielleicht aus der Stille die Frage erhebt: Wer muss den Klimaschutz bezahlen? Eventuell die, die von der Verursachung der Katastrophe zwei Jahrhunderte lang profitiert haben?
Morbus Novartis?
09.11.09 –
Wenn man ein paar Seiten von Schweinegrippenimpfgegnern liest und dann wieder ein paar "redaktionelle Beiträge", in denen ein Dutzend Verbandsfunktionäre mit Dr. med. vorm Namen die Impfung befürwortet, dann kippt man irgendwann im Stuhl gegen die Lehne, schließt die Augen, stöhnt leise und hat die ganze Diskussion dick. Das einzige, was mich daran noch interessiert, ist, ob mit so einer gut platzierten Hysterie vielleicht die Pharmaindustrie in Zukunft den Absatz ihrer Produkte selbst kontrollieren kann. Ist so ein Public-Relations-Coup wiederholbar?
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Wahrscheinlich schon.
Am Ende ist es so wie immer. Wer sich den Schneid abkaufen lässt, gibt auch seine Freiheit mit ab. Und das gilt für beide Lager: Die einen Ängstlichen müssen dann nämlich Impfstoff in sich reinlassen, den sie aus guten Gründen vielleicht garnicht ausprobieren wollen. Die anderen müssen fürchten, Novartis setze einen Grippevirus frei, um dann mit Impfstoffen noch mehr Geld machen zu können, – eine Idee, die sie in mutigeren Momenten vielleicht als etwas zu gewagte These zurückweisen würden. Nachdem ich weder aus Angst zum Versuchskaninchen, noch zum Paranoiker werden möchte, gehe ich mir jetzt ein Bier holen und lass die Schweinegrippe eine Schweinegrippe sein. Prost.
Opel
06.11.09 –
Um die Blechkisten sollen andere weinen. Ein Bekannter stieg einmal aus einem Opel, schüttelte sich leicht und sprach: In dem Auto wachsen einem ja Hosenträger. Soviel dazu. Jetzt zu Irmgard von Opel. Wenn Menschen viel Geld haben, können Sie sich beruflich genau mit dem beschäftigen, mit dem sie sich sowieso beschäftigen. Irmi Opel war eine zeitlang die beste Reiterin der Disziplinen Springen und Military. Als Unternehmerin setzte sie auf: Vollblutpferdezucht, Weingut mit Sektvertrieb, Schweinezucht, Geschirre aus Gummi, Herstellung von Flaschenkapseln, Chio Chips. Die Tage und Nächte auf dem Hofgut Westerhaus kann man sich damit mühelos ausmalen. Muss lustig gewesen sein. Wäre ich reich, hätte ich vielleicht einen kleinen Verlag, eine Landbrauerei und eine Bergschule. Ich fang schonmal an zu sparen. Obwohl: Sind das nicht genau drei Unternehmen, mit denen man sicher nicht reich bleibt?
Davor warnen die Anderen
03.11.09 –
"Grippewelle". "Rollt der Grippe-Tsunami aus Bayern über Deutschland?". "Die Welle hat begonnen." Das höre ich alle paar Jahre. Das letzte Mal waren, glaube ich, Hühner schuld, oder?
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Die Pandemie nimmt im bürgerlichen Pandämonium vielleicht deshalb einen so prominenten Platz ein, weil der zufällig auf der richtigen Erdhalbkugel Geborene ahnt, seine Untaten und seine Untätigkeit in betreffs echter Weltprobleme könnten irgendwann den Weltgeist zu einem die Gerechtigkeit durch Ausgleich herstellenden Rachespektakel bewegen. Für diesen Fall wäre es natürlich angenehmer, die unsichtbaren Viren würden das besorgen, als die Armen kämen selbst vorbei und der Exodus der Dritten Welt würde einen Tsunami der Plünderer übers behütete Heimatl schwemmen.
Ich geh mir Taschentücher kaufen. Im Herbst läuft sogar dem Doc die Nase.
Dirty
01.03.09 –
Defäkierende Waffen
30.07.08 –
Alternative Treibstoffe aus Geflügel
11.06.08 –
Ölkrise – pro und contra
23.05.08 –
Reiner Schleckers sicherheitsbewusste Hasen
21.04.08 –
Hasen sind vorsichtige Tiere. Ich besitze einen wunderschönen kleinen Buchsbaum (er heisst "Refugium der Habachtstellung"), in dem sich seit Wochen vier kleine Hasen verstecken, ich erkenne das an den Ohren, die deutlich aus dem Gebüsch herausstehen. Jetzt möchte ich die liebenswürdigen kleinen Rammler gerne einmal kennen lernen, sie verlassen ihren Buchs aber nicht. Ich spreche ihnen Mut zu und versuche im grundgütigen Plauderton eine möglichst entspannte, vertrauensvolle Atmo zu schaffen ("na Ihr kleinen Löffelmänner, schon was gemümmelt heute? Nö? Nö, ich auch nicht, na ja, bald wirds Zeit für ein kleines Happahappa, nicht? Karöttchen dazu, hm?"), dem Hasen ist´s egal. Er bleibt scheu und drin. Ich habe auch schon alles, was mir zur Welt der Hasen als passend und typisch einfällt in lockender Absicht vors Gebüsch gelegt, also Thymian, Rosmarin, etwas Knoblauch, ein paar Dörrpflaumen, dunklen Rotwein, feine Pinienkerne, zarten, rohen Speck zum Belegen, Lorbeer und sogar ein paar Wacholderbeeren. Kein Erfolg. Irgendwelche Ideen?

Neidisch? Die Bäumchen gibts hier: kast-schlecker@arcor.de

Neidisch? Die Bäumchen gibts hier: kast-schlecker@arcor.de
Dumme Tiere
30.01.08 –
Der Uhu lebt im Wald. Er schläft tags und jagt nachts. Stirbt ein Mensch, hört man zuzeiten im Finstern sein dumpfes Huhu. Traf sichs einmal andersrum, der Uhu rief erst und dann fuhr einer dahin, wurden die Alten unruhig, entsetzten sich, rannten wirr umher und riefen: `s Leichhuhn! `s Leichhuhn!
Dumme Tiere
17.01.08 –
Nicht genug bewundern können wir, wie ein Faultier nach achtzehn Stunden leidlich ausgeschlafen sein überschaubares Tagewerk vollbringt. Das zahnarme Säugetier zupft ein paar Blätter und zermahlt das Laub ganz langsam. Raubvögel, Schlangen, Herr Brehm und manche Wildkatzen sehen es an und fragen sich, was das für ein Leben sein soll, während das Faultier ritardando mit der Klaue seine Stirne kratzt.
Doc Vogl antwortet: Klärende Worte zu einigen unbeantwortet gebliebenen Fragen des Homöopathieopas Samuel Hahnemann.
21.11.07 –

Der Urgroßvater der Minimaldosierung erlebte die Antworten auf diese Fragen nicht mehr. Doch das lässt sich nachholen:
„Hat wohl die purgierende Strauchkugelblume etwas mit der unkräftigen Statice in der Familie Aggregatae gemein?“
Doc Vogl sagt: Nein.
„Läßt sich von der Zuckerwurzel etwas ähnliches als von der Wurzel der giftigen Nebendolde oder des Giftwütherichs erwarten, weil sie zusammen in der Schirmfamilie stehen?“
Natürlich nicht.
„Hat wohl (in der Familie hederaceae) der gar nicht unschuldige Ewigepheu mehr Aehnlichkeit mit der Edelweinrebe als etwa im äussern Wuchse?“
Wohl kaum.
„Läßt sich vom Klebmeyer etwas ähnliches als von der oft tödlichen Spigelia marylandica erwarten, weil sie beide unter den Stellatae stehen?“
Das würde kein vernünftiger Mensch behaupten.
„Welche Aehnlichkeit der Wirkung findet man zwischen der Melone und der Eselspringgurke aus derselben Familie Cucurbitaceae?“
Keine, Samuel, wirklich keine.
„Und nun in der Familie Solanaceae, wie paaret sich die schmacklose Königskerze mit der brennenden Sommerbeißbeere oder der die ersten Wege krampfende Tabak mit den die natürlichen Bewegungen des Darmkanals hemmenden Krähenaugen?
Sicherlich nur ungern.
„Wirkt der wässerige Pfennigweiderich der Fieberkleeblume ähnlich, oder die unkräftige Primelschlüsselblume dem drastischen Erdscheibeschweinsbrode in der Familie Rotaceae?
Das zarte Primelchen und der drastische Erdscheibeschweinsbrode? Niemals!
„Läßt sich von den Eigenschaften der die Harnwege stärkenden Sandbeerbärentraube auf die des erhitzend betäubenden Schneerosegichtstrauchs in der Familie Bicornes schließen?“
Das wäre mir neu.
„Ist in den Verticillatae die kaum etwas adstringirende Gottheilbraunelle und der unschuldige Kukukgünsel mit dem ätherischen Katzengamander oder dem feurigen Kreterdost nur in irgend einem Betrachte zu vergleichen?“
Ach wo.
„Wie weit entfernt sich die Glycyrrhiza von der Geoffroya in der Wirkung, obgleich in derselben Familie Papilionaceae?“
Lichtjahre. Mindestens.
„Den Filipendelwedel und die Rothheiltormentille vereinigt die Familie Senticosae und doch, wie unähnlich an Eigenschaften?“
Sehr unähnlich, Samuel, sehr unähnlich, haben wirs dann bald?
„Der Johannisbeerribes und die Lorberkirsche, der Vogelbeerspierling und die Pfirschmandel, wie ungleich an Kräften, und doch in derselben Familie Pomaceae! – Die Familie Succulentae vereinigt die Mauerpfefferfetthenne und den Gemüßportulak, gewiß nicht wegen ähnlicher Wirkungen! – Wie kömmt der Storchschnabel mit dem Purgirlein, der Sauerkleelujel mit der Bitterquassie in eine und dieselbe Familie?“
Hm, die Natur ist halt sonderbar, oder?
„doch nicht wegen Aehnlichkeit der Kräfte?“
Natürlich nicht. – Wars das dann?
„Wie ungleichartig an Arzneikraft sind alle die Glieder der Familie Ascyroideae! – und die der Dumosae! – und die der Trihilatae!“
Ja ja, Du altes Grübelköpfchen, jetzt gib halt einmal
„in der Familie Tricoccae, was hat da die fressende Euphorbienwolfsmilch mit dem für die Nerven nicht gleichgültigen Buchsbaum für Gemeinschaft? – Das unschmackhafte Glattbruchkraut, die scharfe Kermesphytolacke, der erquickende Ambergänsefuß und der brennende Wasserpfefferknöterich,“
Keine Gemeinschaft, wirkllich keine, aber jetzt ist es dann gut, ja?
„ wie ungleich wirkend sind die Scabridae! – Was soll die blos schleimig milde Weißlilie neben dem Knoblauch oder die Meerzwiebel, was der Eßspargel neben der giftigen Weißnieswurzel in der Familie Liliaceae?“
Stop.
Samuel, Samuel,– das staunende Sich-Wundern ist der Anfang der Wissenschaft. Bei manchen aber auch ihr Ende.
(http://www.mickler.de/journal/versuch-prinzip-1.htm)
Dumme Tiere
16.10.07 –
Fleißige Backenhörnchen horten feine Zirbelnüsse, Mais und Pilze, jedes in seiner Kammer bis alles voll ist, futtern dann Hanf und Mohn und schlafen fünf kalte Monate selig durch. In Sibirien spüren gefinkelte Bären die Vorratskammern auf, graben Sie aus und fressen die ratzenden Backenhörnchen gleich mit.
Dumme Tiere
10.10.07 –
Wenn es groß auf dünnen Beinen steht und sich von früh bis spät sehr fürchtet, Halme kaut und losrennt, weil halt alle rennen, stehen bleibt, wer weiß warum, und sich beim äpfeln arg befleckt, ist das ein Pferd. Pferde achten wenig auf ihre Umgebung und noch weniger auf sich selbst. Kreuzt man ihre Vorderfüße in einer unnatürlichen Stellung, so wird sie so lange beibehalten, bis der Körper das Gleichgewicht verliert.
Hasen
08.09.07 –
Schaffen Sie sich keine Hasen an, sie werden es irgendwann bereuen. Freunde von mir ignorierten meine Warnung und bereuten innerhalb kürzester Frist dreimal bitterlich. Nana, wer wird denn weinen, kondolierte ich einfühlsam, Hasen sind wie Wollpullover, erst sind sie weich und kuschlig, dann gehen Sie ein. Jetzt schmücken frisch gepflanzte Rhododendren die kleinen Hasengräber und ein Gelegenheitsgedicht richtete Frauchen und Herrchen wieder auf:
Ein Kondolenzkerzlein
für Dani und Markus
I
Wenn Große sterben, ist es Brauch,
die Trauer wortreich auszufeilen.
Besonders Kleine darf ich auch
verewigen in ein paar Zeilen.
Drei Hasen sind ´s , die ich vergotte:
Luise, Leopold und Lotte.
II
Die liebe Lotte findet Ruh,
man steht am Grab erbleicht.
Das Frauchen deckt den Leichnam zu.
“Ach Du”, der Gatte reicht
ein Glas und klagt, “es tut mir weh,
wenn ich dich weinen seh´ - Chantré?”
III
“Luise, ach, wer, wenn nicht diese,
Erfreut´ uns durch ein sanftes Wesen?
Leg dich zu Lotte in die Wiese,
ein Engel bist du uns gewesen”,
so schluchzt die Frau, ihr Mann spricht: “Jö,
ich hol´ uns einen Dujardin.”
IV
Nur wenig später: Leopold –
ein Has´, den Löwen leben ließen,
wenn er mit ihnen spielen wollt´ –
verlässt die Kraft. Die Tränen fließen,
die Schaufel scharrt zum dritten Mal.
Der Gatte greift zum Cardenal.
V
Nun hocken zwei sich kondolie-
rend, die um Trost Bemühten brüten
vor rosa Rhododendronblüten.
Der arme Has´. Er lehrt uns, wie
wir tapfer unsern Kreis vollenden.
Das Kerzlein brennt an beiden Enden.
Ein Kondolenzkerzlein
für Dani und Markus
I
Wenn Große sterben, ist es Brauch,
die Trauer wortreich auszufeilen.
Besonders Kleine darf ich auch
verewigen in ein paar Zeilen.
Drei Hasen sind ´s , die ich vergotte:
Luise, Leopold und Lotte.
II
Die liebe Lotte findet Ruh,
man steht am Grab erbleicht.
Das Frauchen deckt den Leichnam zu.
“Ach Du”, der Gatte reicht
ein Glas und klagt, “es tut mir weh,
wenn ich dich weinen seh´ - Chantré?”
III
“Luise, ach, wer, wenn nicht diese,
Erfreut´ uns durch ein sanftes Wesen?
Leg dich zu Lotte in die Wiese,
ein Engel bist du uns gewesen”,
so schluchzt die Frau, ihr Mann spricht: “Jö,
ich hol´ uns einen Dujardin.”
IV
Nur wenig später: Leopold –
ein Has´, den Löwen leben ließen,
wenn er mit ihnen spielen wollt´ –
verlässt die Kraft. Die Tränen fließen,
die Schaufel scharrt zum dritten Mal.
Der Gatte greift zum Cardenal.
V
Nun hocken zwei sich kondolie-
rend, die um Trost Bemühten brüten
vor rosa Rhododendronblüten.
Der arme Has´. Er lehrt uns, wie
wir tapfer unsern Kreis vollenden.
Das Kerzlein brennt an beiden Enden.





