May 2011
versichern heißt versaufen
27.05.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Hamburg-Mannheimer ist ein verschnarchter Markenname, ERGO suchen wir uns einen neuen, dachte sich die Münchner Rück. Nutzt halt alles nichts, wenn dann herauskommt, was mit den Versicherungsprämien so alles querfinanziert wird.


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Koordinierte Preisgestaltung
23.05.11 – warnt vor:Nachrichten
Die SZ berichtet ihren Lesern, denen der Kapitalismus noch geheuer ist, Ungeheuerliches: „Die deutsche Mineralölindustrie bestätigt die vom Kartellamt festgestellte koordinierte Preisgestaltung - und will weitermachen wie bisher.“ Darf das wahr sein? Die lästern gegen das Allerheiligste und sträuben sich gegen freie Märkte? Fast sympathisch erscheint es mir, dass sie wenigstens die Preise gemeinsam planen, anstatt sich vollständig wie Tiere zu benehmen und den Wirtschaftskrieg, den sie selbst Konkurrenz nennen, weiterzukämpfen. Natürlich geschieht das ganz systemkonform allein zur Gewinnmaximierung. Aber könnte man nicht auch darin noch eine positive Anregung entdecken? Einigkeit macht teuer? Vielleicht könnten sich einmal die Angestellten und Arbeiter der Ölindustrie zu einer koordinierten Preisgestaltung ihrer Arbeitskraft verabreden und sich die im Kartell erpressten Gewinne als Lohn wieder zurückholen? Ich frag ja nur.
Der Letzte macht das Licht aus
17.05.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss
10.05.11 – warnt vor:Menschen zu meidende | Nachrichten
Der voraussichtliche Präsidenschaftskandidat der französischen Sozialisten steht im Verdacht, ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Die SZ lässt unter der von BILD-Höchstleistungen inspirierten Überschrift „Schwachpunkt Genitalbereich“ dazu so etwas raus: „Der IWF-Chef und aussichtsreichste Kandidat für die kommenden französischen Präsidentschaftswahlen Dominique Strauss-Kahn könnte über seine Geilheit stolpern.“ Und Hitler stolperte über seine Vaterlandsliebe, die er einfach nicht im Zaum halten konnte, der ungezogene Patriot. Sollte Strauss-Kahn versucht haben, eine Frau zu vergewaltigen, dann stolpert er sicher nicht über seine Geilheit. Die ist nämlich nicht strafbar. Er stolpert über seinen Hang zur Gewalttätigkeit. Dass sich die männliche Lust in Vergewaltigungsversuchen äussert, scheint dem SZ-Journalisten Michael Kläsgen, Paris, offenbar selbstverständlich zu sein. Der plaudert über seinen Artikel am Stammtisch sicher in dieser Art: „Geil isser halt, Mann, was für ein Bock, in dem Alter, Respekt. Na, aber sich von den Weibern gleich die Karriere vermasseln lassen. Ich weiß nicht, irgendwie unklug.“
Täuschung II
06.05.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Der FAZ-Kommentator: „Die Verurteilung wegen „vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung“ ist eine knallharte Ohrfeige für den einstigen Arcandor-Chef Middelhoff.“ Mag sein. Aber schon im nächsten Satz beginnt der Kommentator mit einer vorsätzlichen sittenwidrigen Täuschung: „Ein solcher Richterspruch kann für einen Geschäftsmann tödlich sein.“ Da hätte ich aber gerne mal den Vorstandsvorsitzenden namentlich erwähnt gelesen, der an sittenwidriger Täuschung nicht reich geworden sondern gestorben wäre. Stattdessen geht es so weiter: „Gerade einmal 2575 Euro muss Middelhoff dem Kläger zunächst nur zahlen, falls das Urteil rechtskräftig wird.“ Falls die „knallharte Ohrfeige“ stattfindet.
Täuschung I
06.05.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Wenn es die Gutachter nicht gäbe, hätten wir es wahrscheinlich nie erfahren: von und zu Guttenberg hat vorsätzlich getäuscht. Das darf doch nicht wahr sein.
Pietätvolle Terroristenfreunde
04.05.11 – warnt vor:Menschen zu meidende
Gestern Abend im Fernsehen gab es wieder nur ein Thema, Bin Ladens gewaltsames Ableben und wie sich die Merkelsche deshalb fühlte, und ich fragte mich: Warum sind die bürgerliche Presse und das Infotainment-Fernsehen so schwer erträglich? Weil Sie so verlogen wie ihre Kundschaft sind.
Redakteure, die im Wirtschaftsteil die Fakten dafür zusammentragen, weshalb weltweit eine knappe Milliarde Menschen Hunger leiden und 6.000 Kinder täglich am Mangel sterben müssen, legen von Seite eins bis drei die Stirn in Falten und diskutieren mit dem albernen Ernst emeritierter Moraltheologen, ob es wohl angehe, einen wie Osama bin Laden im Ausland zu erschiessen und ob es darüber hinaus eventuell statthaft sei, sich danach über seinen Tod zu freuen. Die gleichen, die es akzeptabel finden, dass in der Zielsetzung der Bundeswehr, die Wahrung deutscher wirtschaftlicher Interessen weltweit formuliert ist, diskutieren ernsthaft, ob das amerikanische Vorgehen gegen Bin Laden nicht vielleicht "ein erheblicher Verstoß gegen das völkerrechtliche Gebot der Nichteinmischung, siehe etwa Art. 2 der UN-Charta", sein könnte. Sie wollen eben beides: Immer reicher sein als der Rest, koste es auch, wessen Leben es wolle. Und den Ärmeren aber bitte auch dozieren, was die wahren Werte des Menschseins sind, wie bsplsw. der von seinen Profiteuren so genannte Rechtsstaat, die anbetungswürdigen freien Märkte, und sonstiger Kirch- und Wahlurnengang.
Redakteure, die im Wirtschaftsteil die Fakten dafür zusammentragen, weshalb weltweit eine knappe Milliarde Menschen Hunger leiden und 6.000 Kinder täglich am Mangel sterben müssen, legen von Seite eins bis drei die Stirn in Falten und diskutieren mit dem albernen Ernst emeritierter Moraltheologen, ob es wohl angehe, einen wie Osama bin Laden im Ausland zu erschiessen und ob es darüber hinaus eventuell statthaft sei, sich danach über seinen Tod zu freuen. Die gleichen, die es akzeptabel finden, dass in der Zielsetzung der Bundeswehr, die Wahrung deutscher wirtschaftlicher Interessen weltweit formuliert ist, diskutieren ernsthaft, ob das amerikanische Vorgehen gegen Bin Laden nicht vielleicht "ein erheblicher Verstoß gegen das völkerrechtliche Gebot der Nichteinmischung, siehe etwa Art. 2 der UN-Charta", sein könnte. Sie wollen eben beides: Immer reicher sein als der Rest, koste es auch, wessen Leben es wolle. Und den Ärmeren aber bitte auch dozieren, was die wahren Werte des Menschseins sind, wie bsplsw. der von seinen Profiteuren so genannte Rechtsstaat, die anbetungswürdigen freien Märkte, und sonstiger Kirch- und Wahlurnengang.
Wachstum überall
03.05.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Das ist das Verblüffende am ständigen Wachstum im Kapitalismus: Sogar die Menschen werden immer mehr. Wer will dieses Jahr dem Erdenbürger Nr. 7.000.000.000 an der Wiege singen: „Wie schön, dass Du geboren bist. Wir hätten Dich sonst sehr vermisst“? Das traut sich allenfalls noch der Papst. Und der meint es nicht so.





