Da krümmt sich einer

Er hat geradlinig alles mitgenommen, was ihm von reichen Freunden auf seinem Weg nach oben natürlich ganz uneigennützig zugeschoben worden war. Jetzt, wo es rauskommt und ihm die PR zerhagelt, entschuldigt er sich so: „Das war nicht geradlinig und das tut mir leid.“ Für „falsch“ finde ich im Duden diese Synonyme: „fehlerhaft, inkorrekt, nicht richtig, regelwidrig, unkorrekt, unrichtig, verkehrt, nicht angemessen, unangebracht, unpassend, unrecht.“ Vielleicht könnte die Dudenredaktion so gut sein und das Synonymlexikon noch um den Eintrag „ungeradlinig“ (bundespräsidial) ergänzen.
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Maschmeyers größtes Glück: Freunden etwas schenken

Der Wulff schreibt ein Buch, sein Spezl bewirbt es. Maschmeyer erledigt für Wulff die Public Relations wie ein guter Freund. Dezent, unauffällig und steuerlich unanfechtbar: "Maschmeyer sagte der „Bild“-Zeitung, er habe „die Anzeigen privat bezahlt“, sie jedoch nicht steuerlich geltend gemacht. Mit Wulff habe er darüber nicht gesprochen." Er sponsert Wulffs Buch heimlich und aus purer Freundschaft? Da sollte der Wulff besser hellhörig werden. Maschmeyers Freundschaftsdienste sind nicht sehr selbstlos: Schröder hat er seine Memoiren für eine Million abgekauft. "Allerdings macht Maschmeyer deutlich, dass er anschließend die Buchrechte weiterverkauft und insgesamt mehrere hunderttausend Euro an dem Geschäft verdient hätte." Allerdings macht Maschmeyer hier deutlich, dass er Schröder mal eben über den Tisch gezogen hat.

Jetzt wird diskutiert, ob Wulff einen privaten Kredit "in Bezug auf sein Amt" bekommen hat, oder nicht. Dabei weiß doch jeder: Er hat ihn in Bezug auf sein Haus bekommen, das er davon bauen liess. Im Ernst. Es ist fast langweilig einfach: Die, die was haben, ziehen die, die gern was hätten, an wie das Licht die Motten. Und dann zappeln die Emporkömmlinge der Politik um die glamourösen Geldtröge herum, bis den noch Unbestochenen in der Politkaste die Geduld ausgeht. Wenn immer die Gleichen den Maschmeyers die Finca warmhalten dürfen, gehen einfach zu viele leer aus. Renate Künast drückt das so aus: sie glaube, „dass viele Menschen sich veräppelt vorkommen“, wenn inzwischen sogar der vergleichsweise einflusslose Präsident üppig geschmiert wird aber die grüne Puddingbrumsel nicht.
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Zu schön, um wahr zu sein

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Neuer Job, neue Lügen

"Sie sehen mich nicht in Deutschland", versichert Guttenberg.

Wenn Sie sich diesen Satz durchlesen, machen Sie sich bitte bewusst, wer ihn sprach. Der lautet nämlich, wenn man ihn durch die Faustdickelügendechiffriermaschine schickt: „Bis bald, meine deutschen Untertanen.“ Wir sehr hoffe ich, Unrecht zu haben!

Kann der nicht einfach zu Hause sein Geld zählen, wie der Papa musizieren, von mir aus Mätressen nageln oder sich von früh bis spät besaufen, wie das der Adel seit Jahrhunderten fein geübt hat? Muss er vor Kameras laufen und über Sachen mitreden, die er nicht ansatzweise begreift? Was treibt den dazu? Er sieht doch bei der Bundeswehr (1 , 2 , 3 ) selbst, was er anrichtet, wenn er was entscheiden darf.
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Vodafone sucks II

Anruf der Kundenbetreuung: Man könne mir keine Rechnung als PDF schicken, das müsse ich selbst online in MeinVodafone veranlassen. Verbindungsdaten heben sie auf, solange es ihnen vorgeschrieben wird. Und wenn´s ein halbes Jahr ist. Aber sie scheinen dort tatsächlich nach zwei Tagen alle Servicetickets zu löschen, sonst hätte die Dame gewusst, dass genau das mein Problem war. Aus diesem Grund hatte die andere Servicestimme mir versprochen, ich würde ein PDF per E-Mail erhalten. Wie angenehm und zugewandt kam mir die erste Versagerin nun vor, wie einfühlsam und kompetent. Na ja, es hatte nicht funktioniert, aber die alte Stimme hat wenigstens was Tröstliches versprochen. Ich weiß sogar das zu schätzen, inzwischen. Bekenntnis Vogl: Ich kann keine Rechnung online laden. Stimme Vodafones: „Ach. Da muss ich Rücksprache halten." Neuer Anruf nach einer halben Stunde: Ich sei ja Geschäftskunde und hätte eine digitale Signatur hinterlegt, die Probleme macht … Doc: Ich habe nichts hinterlegt. Leicht genervte Service-Stimme: Haben Sie doch. Ich: Nein. Ich weiß nichts von einer digitalen Signatur, ich möchte lediglich eine Rechnung geschickt bekommen. Rufen Sie nicht wieder an. Schicken Sie die Rechnung.


Gestern tippte ich der schlechtesten Telekom der Welt ins Onlineformular:
Ich habe heute nachmittag eine halbe Stunde mit der sicher nur von ihnen so genannten Servicehotline telefoniert, weil ich neuerdings keine Rechnung mehr als Pdf unter MeinVodafone laden kann. Das ging bis vor kurzem. Die Frau am Telefon versprach mir, die Rechnung in Kopie zu mailen. Was kam, waren fünf (!) Mails mit jeweils vier Anhängen, von denen keiner ein PDF und keiner die Rechnung war. Nur Werbung. Wenn ich nicht ganz genau wüsste, dass die anderen Telefonprovider genauso dreist, schlecht und unfähig sind, würde ich wechseln. Ehrlich. Also: Schicken Sie mir meine Rechnung zu. Per Mail. Versuche Sie es einfach noch ein sechstes Mal. Irgendwann schafft das sogar vodafone.

Heute erhielt ich dazu diese humorvolle E-Mail:
Guten Tag Herr Vogl, vielen Dank für Ihre Mail.
Doppelter Vorgang

Freundliche Grüße
Vodafone-WebTeam #vfteam07*


Ja. Vodafone achtet auf effiziente Serviceprozesse. Man will schließlich nicht versehentlich ein Kundenproblem doppelt ignorieren.

Ich schick jetzt mal ein Fax, in dem ich meine Einzugsermächtigung kündige. Mal sehen was das bringt.
Update: Keine Faxnummer. Dann halt mit der Post.

Ein paar Eindrücke von der Suche nach nicht telefonischem Kontakt mit einem "Kommunikationsunternehmen":

Filialen sortiert nach PLZ:
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Chat:
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Kontakt-Formular:
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Schauen Sie auch beim nächsten Mal wieder rein, wenn es heisst: Vodafone sucks and sucks and sucks …
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Das Zeug ist gut

Ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, was dieser Trommler zu sich genommen hat. Aber wenn es eine meiner beschwipsten Leserinnen oder einer meiner bekifften Leser weiß, dann seien Sie so gut und schicken Sie mir eine unverbindliche Probepackung. Danke. Tipp: So ca. ab 2:40 zündet die Droge im Kopf des Drummers den Nachbrenner. Bühne frei:

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Vodafone sucks

Was einen Telefonanbieter von anderen Unternehmen unterscheidet, ist im Wesentlichen, dass er nichts unternimmt. Außer vielleicht immer neue Preisverschleierungstaktiken zu erfinden, die der Mobilfunkteufel dann z. B. Superflats zu nennen den Humor hat – so flat sieht Ihr Geldbeutel aus, wenn Sie das bestellen. Ich kenne mehrere und kann das mit Bestimmtheit sagen: Bulgarische Hütchenspieler sind ein seriöses Gegenüber im Vergleich zu denen.
Momentan erhält Vodafone mein Geld, wofür ich bislang auch ab und zu eine Rechnung erhielt. Das funktionierte nur in einem Randommodus, weshalb ich nach längeren Schleifen in der nur von Vodafone so genannten Servicehotline mir schließlich wünschen durfte, die Rechnung hinfort online selbst als PDF-Datei abzuholen. Das ging ein paar Monate gut. Jetzt fehlt plötzlich der dafür vorgesehen Button. Also wieder rein in den „1, 2 oder 3“-Folterautomaten und nur 15 Minuten später ermahnt mich die erste wirklich menschliche Stimme: „Ich sehe aber den Knopf für das PDF.“ „Ich sehe ihn nicht.“ „Bitte warten sie, ich muss das nachprüfen.“ Sie prüfte weitere 15 Minuten und kam dann mit der Botschaft zurück, der Techniker sei der Meinung, meine Augen würden mich nicht täuschen. Kein Button in Dr. Vogls Browserfenster. „In ein oder zwei Werktagen ist das Problem gelöst, wir kontaktieren Sie.“ Bis dahin wollte sie mir die Rechnung als E-Mail-Anhang schicken. Keine schlechte Idee, aber sie hatte wohl vorübergehend einfach vergessen, wo sie arbeitet und was das für gute Ideen bedeutet. Es kamen fünf E-Mails. Mit jeweils vier Anhängen, die mir u. a. Vodafone TV interessant machen wollten. Eine Rechnung konnte ich nicht finden. Meine Antwortmail auf dieses multiple Versagen kam zurück mit der Information: „: Recipient address rejected: User unknown“. Das wusste ich irgendwie schon vorher. Besonders drollig ist die regelmäßige Rückfrage nach meiner Zufriedenheit mit der Kundenbetreuung von Vodafone. Das wollt Ihr nicht wirklich wissen.
Ich berichte, wie es weitergeht. Was für ein Saftladen.
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