Bayern schon wieder Nr. 1
31.01.11 – warnt vor:Bedrohungen allenthalben
Wir müssen einfach überall die Besten sein: In Bayern gibt es das schwerste Abitur, die katholischste Bevölkerung, den bayerischsten Papst, die reichsten Deutschen, das romantischste Neuschwanstein, die höchste Zugspitze, das weltgrößte Bierfest und jetzt auch noch die meisten Selbstmörder. Da hat bestimmt in der Staatskanzlei einer gelesen, dass die Spanier in dieser Disziplin führend sind. Schon hat man bayernweit ein paar „Hotspots“ eingerichtet, die die Scharte wieder auswetzen. Dazu „fällt Psychiater Schmidtke ein: "Die Politik muss uns mehr dabei unterstützen, Hotspots zu entschärfen." Es hat sich nämlich gezeigt, dass an bestimmten Brücken, Türmen oder Bahngleisen immer wieder Suizide vorkommen. Sperrt man solche Orte ab, weicht nur ein kleiner Teil der Menschen, die hier Suizid begehen wollten, an einen anderen Ort aus. Die meisten können gerettet werden.“
Denn auch für den Raub des eigenen Lebens gilt: Gelegenheit macht Diebe. Vielleicht erklärt mal einer dem Psychiater, dass die Selbstentleibung ortsunabhängig durchführbar ist. Die Hotspots, die die Politik für Verzweifelte entschärfen könnte, heissen nicht Brücke, Turm und Bahngleise, sondern eher Kontostand, Pflegeheim und Arbeitsplatz. Das wird allerdings teurer als ein seniorensicheres Brückengeländer.
Denn auch für den Raub des eigenen Lebens gilt: Gelegenheit macht Diebe. Vielleicht erklärt mal einer dem Psychiater, dass die Selbstentleibung ortsunabhängig durchführbar ist. Die Hotspots, die die Politik für Verzweifelte entschärfen könnte, heissen nicht Brücke, Turm und Bahngleise, sondern eher Kontostand, Pflegeheim und Arbeitsplatz. Das wird allerdings teurer als ein seniorensicheres Brückengeländer.
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