Die Wissenschaft hat festgestellt: Emotionsarbeit macht krank

Im Callcenter, am Schalter und als Saftschubse im Flieger: Grinsen ist Pflicht, auch wenn das Herz einen ganz anderen Gesichtsausdruck präferieren würde. Dieses Rumschleimen, weil der Boss es will, macht krank, sagen die Psychologen. Was also tun als gesundheitsbewusste Düse?
„Echte Gefühle machen Kunden zufrieden. Außerdem gibt es bestimmte Vorstellungen, die bei der Freundlichkeit helfen. Flugbegleiter stellen sich beispielsweise bei der Arbeit vor, sie befänden sich in ihrem Wohnzimmer und die Passagiere wären ihre Verwandte.“
(
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28053/1.html)

Das möchte ich lieber nicht erleben, wie der Flugbegleiter mit kaum verhohlenem Sadismus zu mir sagt: „Ach komm schon, ein Scheiberl geht schon noch vom Braten, bist doch ein Mannsbild. Wegen dem kleinen Knödel, hörst, schmeckens Dir etwa nicht? Vielleicht noch ein Haxerl von der Ente? Satt bist? Bist krank, vielleicht? Kriegst an Schnaps. Iss ruhig zu, nachher gibts bloss noch ein wenig Brotzeit und dann Kuchen, weisst schon die Cremetorte, die Du immer so magst…“
Vielleicht will er aber emotional authentisch sein und sagt auf dem Flug, irgendwo über der hässlichen Dänemark, was er denkt: „Jaja. Die böse, böse Uhr. Tja, jetzt waren wir alle mal wieder ein Stünderl zusammen, schön, jetzt müsst Ihr aber leider wieder aufbrechen, weil unsereins noch nach New York weiterfliegen will - allein; war schön, dass wir uns mal wieder an Bord gesehen haben, der Kapitän entriegelt gleich hinten die Ausstiegsluke, ich helf Euch noch in den Mantel, Bussi servus, - nein nein, das sieht nur so hoch aus, also raus mit Euch…“
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