Was denkt der sich eigentlich?
24.08.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Wenn Sie im entspanntesten Urlaub in einem ganz entzückenden Lokal überraschend an Ihrem Partner dieses Gesicht entdecken, dann denkt der vielleicht gerade:
„Wieso bekommt jetzt die die Calamari fritti wieder eher als ich?“
„O.K., das sossenverschmierte Kleinkind lassen wir hier. Dafür nehmen wir die leckere Bedienung mit nach Hause.“
„Yes we can. Ich zähle bis tausend. Wenn in der Zeit nochmal „Wind of Change“ läuft, sprenge ich die Stereoanlage dieser Boazn telekinetisch in die Luft.„
„Die Bierchen waren echt gut nach der ersten Presshalben, der Sangria auch, ein Spitzenrosé danach, tolle Kräuter-, Himbeer- und Erdbeerliköre, einige Pils zwischendurch gegen den klebrigen Geschmack, etwas Caffé corretto zum Wachbleiben, und die paar Grappe runden das Essen doch fein ab. Woher kommt das dann? Aber klar: Der Salat. Der ist schwer verdaulich. Weiß man doch. Ich werde das leichte Magengrummeln einfach ignorieren. Oder vielleicht einen Averna?“
„Bestandsaufnahme: Links rülpsen die Belgier, vorne schwitzen speckig die Kärntner und rechts rumoren lüstern die Russen. Ich könnte die Brille abnehmen. Aber die Ohren? Was mache ich mit den Ohren?“
„Kann da mal bitte jemand die Wand hinten weiß streichen, damit mein Gesicht nicht so blass wirkt?“
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Demokratischer Volksgerichtshof
24.08.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Eine Schweizer Initiative will
sadistische Psychopathen mit dem Tod bestrafen,
falls sie bei Ihrer Untat auch sexuell erregt
waren und zur Vergewaltigung schritten. Eine
seltsame Idee. Damit wäre beispielsweise Hitler
der Todesstrafe im gesunden Volksempfinden der
Schweizer Initiative entkommen. Aber um Logik geht
es bei sowas eh nicht. Begründet werden muss
natürlich trotzdem.
In diesem Fall so:
„Die Initiative ist die Antwort auf alle Verbrechen, die einem Menschen das Leben und dessen Würde durch unvorstellbare und grausame Handlungen entreissen. Die Todesstrafe ist in solchen Fällen eine tragische aber letztendlich logische und konsequente Massnahme. Geben wir den Opfern einen Teil Ihrer Würde zurück und ermöglichen den Hinterbliebenen einen Neuanfang. Schauen Sie nicht weg, schützen Sie präventiv unsere Frauen und Kinder und unterstützen Sie die Initiative.“
Darauf wäre zu antworten: „Die Todesstrafe ist einen Antwort auf grausame Verbrechen, die einem Menschen das Leben durch grausame Handlungen entreisst. Sie ist die konsequente Fortsetzung der grausamen Handlungen, nicht ihr Ende, nicht ihre Sühne. Kein Mensch, auch kein Opfer und kein Täter, kann seine Würde verlieren, aber sein Leben. Die Todesstrafe schützt niemanden vor sadistischen Psychopathen. Aber sie macht uns, die Henkershelfer, zu deren Brüdern im kranken Geiste.“
Und wer hat das warnend vorausgesehen, dass die großartige „direkte Demokratie“ der Volksentscheide sich direkt vom Minarettverbot zur Einführung der Todesstrafe bewegen wird? Ganz genau.
In diesem Fall so:
„Die Initiative ist die Antwort auf alle Verbrechen, die einem Menschen das Leben und dessen Würde durch unvorstellbare und grausame Handlungen entreissen. Die Todesstrafe ist in solchen Fällen eine tragische aber letztendlich logische und konsequente Massnahme. Geben wir den Opfern einen Teil Ihrer Würde zurück und ermöglichen den Hinterbliebenen einen Neuanfang. Schauen Sie nicht weg, schützen Sie präventiv unsere Frauen und Kinder und unterstützen Sie die Initiative.“
Darauf wäre zu antworten: „Die Todesstrafe ist einen Antwort auf grausame Verbrechen, die einem Menschen das Leben durch grausame Handlungen entreisst. Sie ist die konsequente Fortsetzung der grausamen Handlungen, nicht ihr Ende, nicht ihre Sühne. Kein Mensch, auch kein Opfer und kein Täter, kann seine Würde verlieren, aber sein Leben. Die Todesstrafe schützt niemanden vor sadistischen Psychopathen. Aber sie macht uns, die Henkershelfer, zu deren Brüdern im kranken Geiste.“
Und wer hat das warnend vorausgesehen, dass die großartige „direkte Demokratie“ der Volksentscheide sich direkt vom Minarettverbot zur Einführung der Todesstrafe bewegen wird? Ganz genau.
Wagnis
27.07.10 – warnt vor:Bedrohungen
allenthalben
Ich bin Mitglied einer Wohnbaugenossenschaft mit dem
schönen Namen „Wagnis“. Ich bin nur Genosse geworden,
weil mir der Name so gut gefällt. Der würde jeden
Marketingberater in den Wahnsinn treiben. Jetzt möchte
ich noch bei der freiwilligen Feuerwehr mitmachen, aber
nur im Zug „Inferno“. Wenn es einen Kochclub „Der
Kotzlöffel“ gibt - ich bin dabei. Und sogar Greenpeace
dürfte auf meine Mitarbeit hoffen, wenn sie sich
„Naturfreunde Sisyphos“ nennen wollten.
Wenn Politiker Anreize geben
16.07.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
... dann sieht das so aus:
Den Hartz IV-Empfängern wird das Elterngeld gekürzt. Familienministerin Schröder verweist „zur Begründung ... in dem Gesetzesentwurf darauf ..., dass es für erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher stärkere Anreize geben müsse, eine Arbeit aufzunehmen.“ Lies und merke: Die faulen Säcke müssen wir aus ihrer sozialen 359 Euro-Hängematte schaukeln. Sonst liegen die uns noch ewig auf der Tasche.
Übersteigt das Nettoeinkommen die 2770 Euro monatlich, greift eine andere ebenso zwingende Logik. Diese Menschen erhalten den Höchstbetrag an Elterngeld (1800 Euro). „Schröder argumentiert, dass es gerade für gut verdienende Männer weiter attraktive Anreize geben müsse, in den Elternurlaub zu gehen.“
Familienpolitik als Mittel der Umverteilung: Was man bei den Einen einspart, um ihnen Anreize zur Arbeit zu schaffen, kann man den Anderen geben, um ihnen Anreize zum Urlaub zu schaffen. Kristina Schröder weiß, für welche Familien Sie Politik zu machen hat. Aber sie ist auch promovierte Soziologin. Sie sollte wissen, was solche Entscheidungen aus einer Gesellschaft machen: Eine ehrenwerte.
Für die Zeit ist mir die Zeit zu schade
12.07.10 – warnt vor:Nachrichten
Die Recherche des Gerontojournalismus der Zeit geht so:
Die Israelis haben da wieder was angestellt. Wer fährt
mal runter zu den Opfern in die Türkei zur IHH? Du?
Danke. Und frag die hilfsbereiten Türken mal, ob sie
wirklich so radikalislamisch von der Hamas
ferngesteuert werden.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
Die gefragten Mitglieder der IHH, die ein engelsgleiches Gesicht aufgesetzt haben, antworten auf die investigative Frage, ob sie von der Hamas gesteuert sind, mit „Absurd.“ Alles brave Leute da unten, meldet der Zeitjournalist darauf beruhigt nach Deutschland. Haben es selber so gesagt. Die hatten keine politischen Absichten mit dem Gazahilfskonvoi, hatten bloß schonmal was über Ägypten geschickt und wollten´s halt diesmal übers Meer versuchen, nicht?
Wer etwas über die IHH, die den Konvoi initierte, erfahren möchte, kann sich beispielsweise bei Israels Botschaft informieren. Für wen das wegen sowieso zu erwartender israelischer Falschmeldungen nicht geht, der möge zur FAZ greifen. Die können wenigstens denken. Bei der Zeit ist das Licht der Vernunft längst erloschen.
Grüß Gott, ich heiße Doktor Vogl und meine Tags sind...
09.07.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Ich war gestern Abend noch bei einer Veranstaltung zum
Thema „Enterprise 2.0“. Es ging darum, wie Captain
Picard in der zweiten Staffel der Serie den Handel mit
den Klingonen durch den gezielten Einsatz von Web 2.0
Tools hätte optimieren können, oder so ähnlich. Bin mir
nicht sicher, ob ich alles verstanden habe. Nicht
uninteressant jedenfalls. Was mir aber dann doch als
bemerkenswert auffiel, war die Eile, mit der die
Vorstellungsrunde absolviert wurde. Es hat ja scheints
kein Geschäftsmann mehr Zeit für sowas Altmodisches wie
sich einander bekannt zu machen. Das muss zackig gehen.
Deshalb forderte Jens „2.0“ „zack!“ Schröter, der
Initiator der interstellaren Runde, die Teilnehmer auf,
sich hastig mit Namen und drei kurzen Tags
vorzustellen. Die meisten hielten sich dran. Nur die
Dame links von mir wollte Goehring genannt werden, was
wohl eher ihr Avatar als ihr Echtname sein dürfte.
Beliebte Tags waren beispielsweise „Berater“, „Web
2.0“, „Prozessoptimierung“, „Phasermodulation“ und
„Entwicklung von Warpantrieben“ aber auch „Ich“ „hasse“
„Tags“ „fragt mich nicht warum“. Daneben gab es auch
Ausreißer, die beispielsweise behaupteten, Ihr Wesen
könne mit dem Schlagwort „Familie“ beschrieben werden.
Was macht einer, der sich groß „Familie“ auf die Stirn
schreibt, Donnerstag abends bis 21 Uhr in einem
Businessmeeting? Der Referent schlug für sich als
Tag-Wort vor, er sei „leicht zu begeistern“ – so
leicht, dass er sich sogar mit Enterprise 2.0 befassen
kann, ohne auf der Stelle einzuschlafen? Noch seltsamer
war nur die getaggte Auskunft zweier Teilnehmer, sie
seien „neugierig“. Eine verschwommene Warnung
vielleicht? Aber ich kann mich täuschen.
Wer sich selbst ein Bild von der Sache machen möchte und noch was nachholen muss in Enterprise 2.0-Kunde, der kann sich vertrauensvoll dahin wenden:
http://www.meetup.com/The-Munich-Enterprise-2-0-Group-MUC20/
Wer sich selbst ein Bild von der Sache machen möchte und noch was nachholen muss in Enterprise 2.0-Kunde, der kann sich vertrauensvoll dahin wenden:
http://www.meetup.com/The-Munich-Enterprise-2-0-Group-MUC20/
Raucherentwöhnung
09.07.10 – warnt vor:Menschen zu
meidende
Er: „Hör ma, ich muss mit dem Rauchen aufhören, is aber echt schwierig.“
Sie: „Kenn ich, hab selba 10 Jahre geraucht. Versuchs doch mal mit U-Bahn!“
Er: „U-Bahn probier ich seit Monaten. Nutzt garnichts. Die blöde U-Bahn kommt bei mir nicht tief genug. Ich bräuchte was tieferes.“
Sie: „Hypnose! Ich sags nur ungern, aber du brauchst Hypnose. Wenn selbst die U-Bahn nichts hilft.“
Er: „Scheiße, echt? Hypnose? Wird mich das auch genug faszinieren? Ich meine, U-Bahn fasziniert ja schon ein bisschen, so tief unten rummachen, einsteigen, aussteigen, schon eine gute Übung für den Nikotinausstieg, oder?“
Sie: „Das ist nichts gegen Hypnose. Hypnose fasziniert jeden.“
Er: „O.K. Dann also Hypnose. Aber wo?“
Sie: „Natürlich in der Naturheilpraxis Dietrich Jahn, wo sonst?
Die anderen Heilpraktiker sind einfach nicht bunt genug. Und sie gucken nicht so hypnotisch. Schau doch mal auf Jahns Website „aufgehört.de“, da siehst du genau, wie du dich fühlst, wenn du nicht mehr Rauchen musst: Wie ein Junkie, der auf der Flucht vor seinem Dealer im Sprung erschossen wird. Bumm und plötzlich ist das Verlangen weg. Kurzzeittherapie eben.“
Er: „Überzeugt. Zu dem geh ich.“



